Robert F. Kennedy Jr. gewann keinen Corona-Prozess am Obersten Gerichtshof

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Faktencheck

Robert F. Kennedy Jr. gewann keinen Corona-Prozess am Obersten Gerichtshof

Online macht ein Kettenbrief über eine angeblich erfolgreiche Klage des US-Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Junior die Runde: Demnach soll der Oberste Gerichtshof bestätigt haben, dass Covid-19-Impfstoffe irreparable Schäden auslösen. Das stimmt nicht.

von Paulina Thom

06. Mai 2025

Seit Jahren kursiert online ein Kettenbrief, wonach Robert F. Kennedy Jr. einen Prozess zu Covid-19-Impfstoffen am Obersten Gerichtshof der USA gewonnen habe. Das ist frei erfunden. (Foto: Jose Luis Magana / Associated Press / Picture Alliance) Behauptung

Robert F. Kennedy Junior habe einen Prozess gegen alle Pharmalobbyisten gewonnen. Der Oberste Gerichtshof der USA habe in einem Urteil bestätigt, dass Covid-19-Impfstoffe keine Impfstoffe seien und die durch die mRNA-Impfung verursachten Schäden irreparabel seien.

Aufgestellt von: Beiträgen in Sozialen Netzwerken Datum:
29.04.2025

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Falsch
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Falsch. Laut dem US-Gesundheitsministerium, dessen Leiter Robert F. Kennedy Junior ist, ist die Behauptung falsch. Auch auf der Webseite des Obersten Gerichtshofes findet sich kein solches Urteil zu Covid-19-Impfstoffen.

Seit Ende April verbreitet sich ein Kettenbrief online – teils mit tausenden Shares und zehntausenden Aufrufen. Darin heißt es, der Oberste Gerichtshof der USA habe in einem „historischen Urteil“ bestätigt, dass Covid-19-Impfstoffe „keine Impfstoffe“ seien und die angeblich durch „mRNA-Gentherapien“ verursachten Schäden „unreparabel“ seien. 

Niemand geringeres als Robert F. Kennedy Junior habe diesen Prozess gewonnen. Der US-Gesundheitsminister ist bekannter Impfgegner

Auch die „Ärzte für Aufklärung“ berichteten in einem Blogbeitrag über das angebliche Urteil – die Gruppe machte während der Corona-Pandemie mit fragwürdigen Attesten gegen die Maskenpflicht von sich reden und schürte immer wieder mit falschen Behauptungen Ängste vor Impfungen – lange bevor es einen Impfstoff gegen das Coronavirus gab. Aufgrund unserer Nachfrage gibt die Gruppe an, ihren Blogartikel gelöscht zu haben, doch er ist weiterhin abrufbar (Stand: 6. Mai 2025).

Ausschnitt aus dem Kettenbrief, der sich seit Ende April 2025 unter anderem auf Telegram verbreitet (Quelle: Telegram; Screenshot und Schwärzung: CORRECTIV.Faktencheck)

US-Gesundheitsministerium unter Robert F. Kennedy Junior bezeichnet angeblichen Prozess und Urteil als falsch

Wir haben beim US-Gesundheitsministerium nachgefragt, ob es einen solchen Prozess und das entsprechende Urteil des Obersten Gerichtshofes gab. Die Antwort der Pressestelle: Nein, die Behauptungen sind falsch. 

Auf der Webseite des Obersten Gerichtshofes können über die „Docket Search“ alle Verfahren seit Beginn der Amtszeit 2001 eingesehen werden. Mehrere Stichwortsuchen zeigen: Ein solches Urteil, wie im Kettenbrief genannt, gibt es nicht.

Kettenbrief über Fake-Urteil zu Corona-Impfstoffen mit Robert F. Kennedy Junior kursiert seit Jahren 

Es finden sich auch keinerlei Medienberichte über das angebliche Urteil, sondern nur mehrere Faktenchecks, die die Behauptung widerlegen. Der Kettenbrief kursiert nicht zum ersten Mal: Auch wir berichteten bereits 2022 und 2023 darüber. Mehrfach haben sowohl Kennedy Jr. persönlich als auch sein Presseteam die Behauptungen dementiert. 

Kennedy Jr. gründete 2016 die impfkritische Organisation Children‘s Health Defense und begann während der Corona-Pandemie Stimmung gegen Covid-19-Impfungen zu machen und Verschwörungsmythen zu verbreiten. An seiner Wahl zum US-Gesundheitsminister im Februar 2025 gab es Kritik. Im März machte Kennedy Jr. Schlagzeilen, weil er sich als Impfgegner für Impfungen aussprach, als es im Südwesten der USA zu einem massiven Masern-Ausbruch kam. 

Recherchen der FAZ: Zahl anerkannter Impfschäden gemessen an Zahl der Impfungen sehr gering

Laut Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erkannten Behörden in Deutschland bis Anfang April dauerhafte Impfschäden nach einer Corona-Impfung bei bislang 573 Personen an. Der Definition des Robert-Koch-Instituts zufolge besteht in solchen Fällen „eine gesundheitliche Schädigung, die über das übliche Ausmaß einer Reaktion auf eine Schutzimpfung […] hinausgeht und für die ein kausaler Zusammenhang zur Impfung […] erwiesen oder wahrscheinlich ist“. 

Vom 27. Dezember 2020 bis zum 31. Dezember 2024 wurden nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts über 197 Millionen Covid-19-Impfungen verabreicht. Rechnerisch kommen damit auf einen anerkannten Impfschaden rund 345.000 Impfdosen, bei denen es zu keiner solchen Schädigung kam. Die Zahl der anerkannten Impfschäden ist demnach sehr gering.  

Redigatur: Max Bernhard, Kimberly Nicolaus

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Author: Paulina Thom

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