Liebe Hecke
Henrike Naumann ist am 14. Februar 2026 nach einer viel zu spät diagnostizierten Krebserkrankung in Berlin verstorben. Henrike kam als sehr junge Frau in unser Haus und in unseren Freiraum und hat wie so viele andere auch, gelernt, an sich selbst zu glauben. Zu glauben, dass man ein Werk schaffen kann, das größer ist als man selbst, ohne dass man andere fragen muss.
Henricke hatte eine kleine Tochter und war gerade dabei, den Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig einzurichten. Wir haben über all die Jahre nie den Kontakt verloren, auch wenn wir uns extrem in verschiedene Richtungen entwickelt haben. Hecke (so hieß sie heute nicht mehr) war eine der Berliner Künstler:innen, eine Gruppe, die vom Untergrund eher mit Spott wahrgenommen wird. Wir haben uns sehr lange darüber unterhalten und uns gefreut, dass es so verschiedene Wege gibt. Es war auf Augenhöhe. Wir hatten es immer mal versucht, Projekte zu machen, zuletzt in Chemnitz, der Stadt, die uns verbindet. Aber die Ansätze waren zu verschieden.
Wichtiger als das ist, dass Henricke eine Freundin war, die mich mein halbes Leben begleitete. Ich werde sie sehr vermissen.
Reise gut, Hecke. Wir werden dich nie vergessen.
Reverend Elvis & Undead Chemnitz
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