Loorie Wutz wurde zum wahren Ferkel und Daniel Pook spricht aus, was wir alle sowieso schon denken: "Wer rechnet denn damit?" - In #DerLetztePodcast aus einer Woche der Blamagen!

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#Podcast #Podcasts #Blamage #Blamiert #Peinlich #Cringe #Fail

Der Stadtrat tagte: Wie sich die AfD-Fraktion mit „Des Kaisers neue Kleider“ blamiert hat · Leipziger Zeitung

Das Märchen ist eigentlich legendär. Jeder kennt es. Jeder weiß, was darin geschieht und welche „Tugenden“ eines selbstgefälligen Herrschers darin aufs

Leipziger Zeitung
Sich gegenüber einem #Gastgeberland so
#danebenbenehmen und zuhause
gegen völlig unschuldige "Ausländer" im "Stadtbild" schimpfen. Starke Kombi 🤬🤬🤬
#Merz #blamiert #uns im #Ausland. Danke dafür liebe #CDU- #Wähler.
Die #Politische #Rechte #gehört #abgewählt❗️❗️
MSN

#Tesla #blamiert sich ein weiteres Mal mit seinem #Optimus-Roboter 😂🤣 https://share.google/xbRllUE9T8kj6soOH
Tesla blamiert sich ein weiteres Mal mit seinem Optimus-Roboter

Teslas Optimus-Roboter sorgt mit seiner jüngsten Demonstration für Kopfschütteln: Der nun goldglänzende Humanoid kämpft minutenlang mit simplen Befehlen und schleppt sich träge durch den Raum. Die Performance wirft Fragen über Musks Vision auf.

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Wegen der rechtsextremen AfD musste sich der Landtag von Baden-Württemberg mit einer völlig unnötigen Debatte über das Gendern herumschlagen. Denn die Landesregierung stellte offiziell fest: Es gibt im ganzen Bundesland keinen einzigen Vorfall von einem „Gender-Zwang“ oder irgendwelche Nachteile für Schüler. Die einzigen, die ein echtes Sprachverbot beantragten, war am Ende die AfD, die sich mit einem entsprechenden Antrag ordentlich blamierte.

Die „Probleme“ der AfD: Gegen halluzinierte Dinge kämpfen

Vor Weihnachten musste sich der Landtag in Baden-Württemberg wieder über völlig belanglose Themen beschäftigen – wegen der rechtsextremen AfD. Weil die AfD keine konstruktiven Forderungen hat, und nur mit Lügen und Hass ihre Wählerschaft verführt, hinderte sie die demokratischen Parteien mal wieder daran, sich um echte Probleme zu kümmern und stellte einen Antrag für ein Gender-Verbot.

Egal ob Migration, Sicherheit, Klima oder Rechte von Minderheiten: Weil die rechtsextreme Ideologie der AfD so wenig mit der Realität zu tun hat, muss sie gegen Dinge kämpfen, die sie sich selbst erst ausdenken muss. Die rechtsextreme Verbotspartei stellte buchstäblich im Landtag von Baden-Württemberg einen Antrag für ein Sprechverbot – um gegen ein Verbot zu kämpfen, das nicht mal existiert.

Die einzigen, die ein echtes Verbot fordern? Die AfD

Der Antrag mit dem lachhaft absurden Titel „Gegen die Zerstörung der sprachlichen Identität der deutschen Bürger durch ein Gender-Sprachdiktat“ polterten die Rechtsextreme verzweifelt gegen ihre eigene Fantasie. In Baden-Württemberg kann jeder schreiben und sprechen, wie er will. Niemand erhält irgendwelche Nachteile, wenn er gendert. Das bestätigt die Landesregierung sogar offiziell:

„Ich habe mir gerade nochmals von der Kultusstaatssekretärin und vom Kultusstaatssekretär bestätigen lassen, dass es keinen einzigen Fall in Baden-Württemberg gibt“, so Innenminister Thomas Strobl (CDU).

Der lächerliche AfD-Antrag, der mit 120 zu 13 Stimmen niedergeschmettert wurde, wurde auch von den anderen demokratischen Parteien zerlegt. „Wir brauchen keine Nachhilfe in Deutsch, Grammatik, Stilkunde und Orthografie durch die AfD“, sagte Strobl. „Sie behaupten, jeder soll so sprechen sollen, wie er will und gleichzeitig wollen sie Sprachverbote in Schulen und Behörden beschließen? Das passt nicht zusammen“, sagte Oliver Hildenbrand, stellvertretender Fraktionschef der Grünen.

Aber nicht nur die AfD kämpft gegen Scheinprobleme

Die guten Argumente und der Widerspruch gegen die AfD von CDU und auch FDP sind zwar lobenswert, aber am Ende doch merkwürdig. Denn die CDU will das Gendern in Baden-Württemberg selbst verbieten. Die CDU-Fraktion hatte laut SWR bei ihrer Klausurtagung im Herbst 2022 gefordert, dass sich alle amtlichen, behördlichen und schulischen Einrichtungen in Baden-Württemberg ausschließlich an die gültigen Grammatik- und Rechtschreibregelungen halten sollten – und unterstützt ein entsprechendes Volksbegehren, das die gleichlautende Forderung aufgegriffen hatte. Ein entsprechender Antrag wurde Anfang 2023 nur deshalb nicht mit Stimmen von FDP, CDU und AfD beschlossen, weil die CDU die Koalitionsfrieden mit den Grünen wahren wollte.

Wie die AfD argumentieren auch die Konservativen mit paradoxen Aussagen. „Nach meinem Verständnis verordnet man Politik, genau wie Sprache, besser nicht von oben herab, sondern bewegt sich auf Augenhöhe mit den Menschen im Land“, erklärte der CDU-Fraktionschef Hagel, aber um genau eine derartige Verordnung von oben herab zu rechtfertigen. Natürlich geht es dabei ausschließlich um das Gendern im öffentlichen Bereich, warum aber das freiwillige Gendern einzelner Individuen „Zwang“ sein soll, das explizite Verbieten davon jedoch nicht, kann die CDU genauso wenig erklären wie die AfD.

Es braucht auch gar nicht die Rechtsextremen, um derartige Sprechverbote im Land umzusetzen. Überall sind es vor allem die Konservativen, die Gender-Verbote beschließen. In vielen Bundesländern existieren derartige Verbote, kürzlich hat Bayerns Ministerpräsident Söder auch mal wieder eine 180-Grad-Wende vollzogen und fordert genau wie die AfD ein Gender-Verbot.

Sprachverbote: So nehmen dir Gender-Gegner deine Freiheit weg!

Gibt es keine wichtigeren Probleme?

Schön, dass die CDU den absurden Antrag der AfD für Sprechverbote so deutlich verurteilte. Schön, dass die Generalsekretärin der CDU-Fraktion, Isabell Huber, erklärte, die Gleichbehandlung der Geschlechter sei im Grundgesetz verankert und auch für die Ansprache gültig. Sie sagte, die von der AfD angestoßene Debatte diene nur dazu, über „Phantomprobleme zu reden, die es gar nicht gibt“, und bezeichnete und den AfD-Umgang mit dem Gendern als „erbärmlich“.

Da hat sie ja auch absolut Recht – wenn niemand Nachteile davon hat, dass manche Menschen gendern, weil sie auch in ihrer Sprache Frauen und nicht binäre Personen einschließen wollen, wenn die CDU selbst erklärte, dass man gegen staatliche Bevormundung sei, warum unterstützt man dann genau das? Die CDU behauptet, das sei etwas, was „die Menschen bewegt“. Aber warum? Vielleicht, weil man derartige „Phantomprobleme“ der AfD aus populistischen Gründen inzwischen kopiert und legitimiert? Dass man Verbote fordert, sobald genug Menschen etwas verboten haben wollen, entspricht ja auch nicht der Philosophie von FDP oder Union, die trotzdem gegen Böllerverbot oder Tempolimit sind, obwohl die Mehrheit jeweils dafür wäre.

Man muss Gendern ja nicht mögen oder selbst tun. Man darf es auch kritisieren und fordern, dass es andere unterlassen sollen. Aber warum muss man es verbieten? Es ist ja offensichtlich kein Problem in irgendeiner Hinsicht, es ist nicht einmal häufig verbreitet, es stört nur manche. Eine extrem illiberale Forderung. Besonders absurd, dass die selbsterklärte Freiheitspartei FDP hier eifrig zum autoritären Hammer greift.

Es gibt im ganzen Bundesland keinen einzigen Vorfall von einem „Gender-Zwang“ oder irgendwelche Nachteile für Schüler. Gendern sei ein „Phantomproblem“ der AfD. Es wäre schön, wenn Konservative und erst recht angebliche Liberale derartige autoritäre und belanglose Reflexe nicht nur dann erkennen und kritisieren könnten, wenn es die Rechtsextremen der AfD tun.

Artikelbild: canva.com

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#antrag #blamiert #eigentor #sprech #verbot

„Kein einziger Fall“ – AfD blamiert sich mit Anfrage und Antrag zu Gender-Zwang

Über Sternchen, Striche und Doppelpunkte debattierte der Landtag in Stuttgart. Die AfD wollte ein Gender-Verbot unter falschen Behauptungen durchsetzen.

GASTBEITRAG GUNNAR HAMANN

Es ist wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen: Es gab bereits vor den Impfungen in den Pandemie-Monaten 2020 eine Übersterblichkeit und danach auch – wegen der Pandemie. Studien wie die „Barmer-Studie“, zeigen, dass die Übersterblichkeit hauptsächlich auf Corona zurückzuführen ist. „Querdenker“ und Impfgegner versuchen seit fast vier Jahren immer noch, ihre Märchen und ihre Ideologie mit einem Fake nach dem anderen zu rechtfertigen. Schützenhilfe bekommen sie dabei von vermeintlich seriösen Zeitungen, wie jetzt der „Berliner Zeitung“, die sich schon wieder mit faktenwidrigen Unsinn und Panikmache blamierte und einen massiven Fake-Artikel veröffentlichte. Ein Faktencheck.

Evidenzfrei und Spaß dabei

Worüber darf man noch reden? Diese Frage beschäftigt eine Mehrheit der Deutschen. Der Journalist, Philosoph und Publizist Michael Andrick hat nun in der Berliner Zeitung ein weiteres vermeintliches „Tabuthema“ in der Debattenlandschaft ausgemacht: „Spike-Schäden“ durch die Corona-Impfung. Über einen Artikel voller Falsch- und Fehlinformationen, der einem seriösen Medium und Journalisten bei nüchterner Betrachtung eigentlich unangenehm sein müsste.

Die Berliner Zeitung gilt vielen bereits seit längerer Zeit als umstritten in ihrer Berichterstattung zum Thema Corona und Impfungen. Auch Andrick ist nicht uninteressant. Er veröffentlicht neben seiner regelmäßigen Kolumne für die Berliner Zeitung unter anderem Texte auf Tichys Einblick, im Cicero und auf den Nachdenkseiten. Doch auch im seriösen Deutschlandfunk kommt Michael Andrick regelmäßig zu Wort sowie als Gast beim „AfD-Radio“ Kontrafunk. Doch dazu später mehr. Sehen wir uns zunächst genauer an, ob Michael Andrick einen faktisch sauberen Beitrag geschrieben hat.

Größtenteils fachfremd: Cicero und Tichy mischen mit

Zum Einstieg seiner Kolumne geht Andrick auf den Cicero-GastbeitragSpikeopathie und Übersterblichkeit: Ein unheimlicher Verdacht“ ein. Die Liste der Beteiligten ist bereits bemerkenswert. Jens Schwachtje ist Molekularbiologe und Ernährungswissenschaftler, der ganz überwiegend zu Pflanzen forscht. Henrieke Stahls Spezialgebiet ist Slawische Literaturwissenschaft. Brigitte Röhrig ist Rechtsanwältin und hat sich auf deutsches und europäisches Arzneimittelrecht spezialisiert. Dazu gesellt sich Henrik Ullrich, Facharzt für Diagnostische Radiologie und Mitinitiator der „Querdenken“-Initiative Ärzte für alle Bürger.

Paul Cullen ist Facharzt für Laboratoriumsmedizin und Molekularbiologie. Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Münster sowie die Kritischen Mediziner*innen Münster distanzierten sich Anfang 2021 in zwei Statements von Cullen und seinen Aussagen zu Impfungen. Die Rede ist von „antisemitischen Äußerungen“ von Seiten Cullens. An weiterer Stelle heißt es zu ihm: „So verfasste er zum Beispiel einen Artikel zu Corona, den er auf einem YouTube-Kanal veröffentlichte, der Virolog*innen mit den Taliban vergleicht.

Und dann ist da noch Brigitte König, über deren Hintergründe wir bereits berichtet haben. Mehrere der am Cicero-Gastbeitrag Beteiligten bekamen auch ausführlich Platz bei Tichys Einblick sowie in der Berliner Zeitung.

Andrick hätte eigentlich nur den Beitrag seines Kollegen Torsten Hamsen in der Berliner Zeitung vom 15. November lesen müssen. Darin erklärt dieser im Detail die Probleme mit den Ausführungen der Gruppe.

Spekulationen ohne faktengrundlage

Zunächst übernimmt Andrick die Behauptung, dass sich das Spike-Protein über die Impfung „für Tage, Wochen, sogar Monate“ im Körper reproduzieren könne. Die Faktenchecker:innen der französischen Agence France-Presse haben diese alte „Querdenker“-Falschbehauptung bereits vor Monaten entkräftet.

An anderer Stelle schreibt Andrick von „potenziell krebserregende DNA-Verunreinigungen in mRNA-Präparaten.“ Doch das von ihm verlinkte Patent enthält darauf keinerlei Hinweise. Er verlinkt danach auf eine dem rechtsextremen Spektrum nahestehenden Seite und erwähnt faktenwidrig, dass man in Neuseeland „gegen Schweigezusage für 11.005 Beamte Impfbefreiungen gewährte.“ Daran stimmt nichts.

Es handelte sich in Wahrheit um eine kurzzeitige Maßnahme, um den Zusammenbruch des Gesundheitswesens zu verhindern. Einigen Mitarbeitenden des Gesundheitswesens wurde für wenige Wochen gestattet, auch ohne Impfung zu arbeiten.

„Die Antragsteller mussten nachweisen, dass es keine andere Möglichkeit gab, den Dienst aufrechtzuerhalten und dass sie alles in ihrer Macht Stehende getan hatten, um sich vor der Übertragung von Covid-19 zu schützen.“

Außerdem handelte es sich nicht um „Beamte“, sondern um Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Es gab zum einen nur insgesamt 478 Anträge, von denen lediglich 103 angenommen wurden, die die 11.005 Personen abdecken. Von einer Schweigeerklärung diesbezüglich konnte ich den Medienberichten derweil nichts entnehmen. Das kommt davon, wenn man rechtsradikalen Quellen vertraut.

Übersterblichkeit der Fakten in 2023 weiterhin hoch

Zunächst: Eine Übersterblichkeit in Deutschland zeigt sich bereits vor Beginn der Impfkampagne in Daten des Statistischen Bundesamtes. Studien zeigen, dass diese größtenteils auf Corona zurückzuführen war. Eine dänische Studie vom Januar 2023 fand außerhalb der Coronawellen in 2021 keine Übersterblichkeit. Sprich: Es gab bereits vor den Impfungen eine Übersterblichkeit und danach auch – wegen der Pandemie.

Andrick behauptet aber faktenwidrig: „Die deutsche Übersterblichkeit beginnt erst 2021 mit der Impfkampagne und steigt mit ihrer Ausweitung, wie in zahlreichen anderen Ländern auch.“ Hier verlinkt er wieder die rechtsradikale Fake-News-Seite und verbreitet erneut eine längst widerlegte Falschbehauptung.

Andrick bezieht sich bei seinen Ausführungen auf eine Studie von „Querdenker“ Christof Kuhbandner und Matthias Reitzner. Kuhbandner war bereits in den Vorjahren mit ähnlichen unseriösen Statistiken aufgefallen und erhielt für eine Analyse sogar den Titel „Unstatistik des Monats“. Kuhbandner ist Mitglied der „Querdenken“-Initiative Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie (MWGFD) um Sucharit Bhakdi.

Die neue Arbeit von Kuhbandner und seinem Kollegen zeigt jedoch in Wahrheit keinen derartigen Effekt, wie es Andrick behauptet. Vielmehr handelt es sich um eine Scheinkorrelation. Eine Studie der Barmer (Preprint) mit Krankenkassendaten kam im August zu dem Schluss, dass die Übersterblichkeit hauptsächlich auf Corona zurückzuführen war. Ähnliche Behauptungen gab es während der Pandemie mehrfach.

pic.twitter.com/PMmepgAU6H

— Tyler Black, MD (@tylerblack32) December 29, 2023

Substanzlose rechte kritik an der Barmer-Studie

Weil erneut echte, wissenschaftliche Studien wie die von Barmer die Fundamente der radikalen „Querdenken“-Ideologie widerlegen, machen sich auch andere Fake-News-Seiten, nicht nur die Berliner Zeitung auf, mit schwachen Argumenten und plumper Rhetorik ihrer Szene Durchhalteparolen zu präsentieren und die Wissenschaft zu ignorieren.

Bei Tichys Einblick hat der „Datenanalyst“ Raimund Hagemann, der eigentlich ein Gymnasiallehrer für Chemie und Musik im Ruhestand ist, naturgemäß ebenfalls hilflose Kritik an der Wissenschaft. „Naturgemäß“, da dieser unter anderem auch schon im „Querdenken“-Corona-Ausschuss auftrat. Im November trat Hagemann für die österreichische Initiative für evidenzbasierte Corona Information (ICI) in Erscheinung. Die ICI wurde 2021 in einem Bericht der österreichischen Bundesstelle für Sektenfragen an die dortige Bundesministerin für Frauen, Familie, Jugend und Integration erwähnt. Zitat:

„Die Influencerinnen und Influencer von Verschwörungstheorien sind in vielen Fällen Personen mit formal guter Bildung bis hin zu Ärztinnen und Ärzten oder Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten. Als Beispiel dafür kann die „Initiative für evidenzbasierte Corona Informationen“ (ICI) gelten, der zahlreiche Ärztinnen und Ärzte sowie Juristinnen und Juristen angehören. Diese traten in der Vergangenheit oftmals bei Querdenker-Veranstaltungen auf.“

Für eine detaillierte kritische Einordnungen zu den Ausführungen von Hagemann konnte ich bisher in der Kürze der Zeit noch kein Statement gewinnen. Von mindestens zwei Personen, die mit Statistik bewandert sind und sich den Beitrag ansahen, erhielt ich jedoch die Auskunft, dass Hagemanns Ausführungen letztlich nur auf weiteren, unbelegten Behauptungen beruhen und reiner Verwechslung von Korrelation und Kausalität. Es ist auch völlig in Ordnung, Blogbeiträge von fachfremden Laien auf rechten Fake-News-Seiten an echten, wissenschaftlichen Studien nicht ernst zu nehmen.

Zusammenfassend lässt sich nämlich sagen, dass die Kritik an der Barmer-Studie, wie sie auf Tichys Einblick präsentiert wird, stark von den Meinungen und Analysen anderer Expert:innen und Studien abweicht. Sie redet der AfD nach dem Mund und bezieht sich erneut auf die bereits von Andrick angeführten Pseudo-Expert:innen. Auch hier hätte Andrick den Kontakt zum Kollegen Torsten Harmsen in der Berliner Zeitung suchen können, der über das Thema ausführlich berichtete.

Weitere Schlüsse in den Ofen

Aufgrund all dieser teils falschen und teils verzerrten Informationen ist für Andrick „der Schluss unumgänglich, dass herbeigeimpfte Spike-Reaktionen einige der Erkrankungen und auch der Todesfälle erklären. Ihre genaue Zahl ist freilich noch nicht bestimmt und muss gründlich erforscht werden.

Laut Medienberichten vom Juni 2023 gab es bei damals bundesweit knapp 64,9 Millionen geimpften Menschen in Deutschland 8886 Anträge auf die Anerkennung von Impfschäden. Davon wurden zum genannten Zeitpunkt 3488 Anträge bearbeitet und lediglich 379 Fälle – rund elf Prozent – anerkannt. Davon ausgehend, dass diese Anerkennungsquote gleichbleibt, würde man bei 1000 anerkannten Fällen von schweren Impfschäden landen.

Summa summarum wären damit von allen gegen das Coronavirus in Deutschland geimpften Personen etwa in einem Verhältnis 1:64900 betroffen. Risiken gegenrechnen ist immer so eine Sache, aber bei diesem relativ gesehen niedrigen Verhältnis wäre es interessant zu überprüfen, wie sich das im Vergleich zu anderen Risiken einordnet. Wer das tun möchte, findet hier einen Übersicht. Das wird Betroffenen mit schwerwiegenden Impfschäden mit Sicherheit nicht helfen. In ihrem vermeintlichen Namen Falschinformationen zu verbreiten jedoch erst recht nicht.

Haltlose Aluhut-Panikmache in der Berliner Zeitung

Dann bezieht sich Andrick schließlich noch auf einen mittlerweile gelöschten Beitrag der MDR Umschau über angebliche DNA-Verunreinigungen in Impfungen. Über die Probleme mit dem Beitrag berichteten wir. Für Andrick ist es – wie für viele in der „Querdenken“-Bubble – nicht nachvollziehbar, warum die vom MDR angefragten Labore zur Überprüfung der Untersuchung entweder nicht antworteten oder absagten.

MDR als Sprachrohr von „Querdenken“ – Die ganze Geschichte

Für den Wissenschaftskommunikator und Arzt Dr. Janos Hegedüs ist das – so dieser in einem von ihm zum Thema auf seinem YouTube-Kanal publizierten Video – jedoch keine Überraschung. Hier wurden einfach unbelegte Behauptungen aufgestellt, die bis heute nie verifiziert wurden.

„Außerdem ist es eine seltsame Logik zu sagen, dass jeder herzlich eingeladen ist, sie zu besuchen. Frau König, Sie haben eine Behauptung aufgestellt und tragen daher die Beweislast. Sie hätten Ihre Messungen klar und transparent dokumentieren und der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Diskussion stellen müssen. Es wäre angebracht die Zeit Ihrer Kollegen zu schätzen und nicht zu erwarten, dass diese ohne triftigen Grund Zeit für Diskussionen opfern.“

Andrick driftet dahingehend in die verschwörungserzählerische Ecke ab, wenn er fabuliert: „Das ist erstaunlich und wirft die Frage auf, ob hier Angst vor politisch unliebsamen Prüfergebnissen eine Rolle spielen könnte.“ Lauter Fake News verbreiten, um dann auf eine fiktive Verschwörung anzuspielen – und die Berliner Zeitung veröffentlicht so etwas.

Musterbeispiel „False Balancing“: Wie die Berliner Zeitung faktenwidrige Behauptungen pushte

Autor tief im Aluhut-Netzwerk

Auf dem Account von Andrick auf Twitter tummeln sich Tweets des für antisemitische Verschwörungsmythen bekannten „Querdenker“ Stefan Homburg, von Pandemieleugner Bastian Barucker – der von einer „angeblichen Pandemie“ sprach – sowie der Verschwörungsideologin Ulrike Guérot.

Am 21. Oktober hielt Andrick einen Vortrag auf einer Veranstaltung des Netzwerks Kritische Richter und Staatsanwälte in Halle an der Saale. Vor Ort war auch Ulrike Guérot. Das Netzwerk pries unter anderem noch bis Februar 2022 auf seiner Webseite das Pferdeentwurmungsmittel Ivermectin zur Behandlung gegen Corona an. Ivermectin ist nicht nur unwirksam und wird nicht zur Behandlung empfohlen, es kann sogar toxische Nebenwirkungen hervorrufen.

Studien widerlegen Querdenker endgültig: Ivermectin wirkt nicht gegen Covid-19

Drei aus dem Netzwerk ausgetretene Richter berichteten in einem Schreiben von ihren Erfahrungen. Laut taz warnten die drei Richter davor, dass der „übergroßen Mehrheit der aktiven Mitglieder [daran gelegen sei, dass] Netzwerk als einen justiziellen Arm der Querdenker-Bewegung zu positionieren“. Und weiter heißt es zum Netzwerk:

„Nach unserer Wahrnehmung nehmen medizinisches Halbwissen, Esoterik und Verschwörungsgeraune einen immer größeren Raum ein.“

Meinungsbeiträge entheben nicht von Faktentreue

Dass Meinungsbeiträge gerne als Feigenblatt genutzt werden, um Falschinformationen zu verbreiten, ist kein neues Phänomen. Es verdeutlicht aber, dass auch für Kommentare die Leitfrage gelten sollte: Bewegt man sich damit noch auf dem Boden der gemeinsam geteilten Faktenlage? Das ist hier nicht mehr der Fall.

Zudem wird deutlich, dass Medien wie Tichys Einblick, Cicero und Berliner Zeitung zumindest in Teilen eine gemeinsame Desinformationspipeline anzapfen, die scheinbar nicht versiegen möchte. Wenn diesen Medien am eigenen Ruf gelegen ist, sollten sie genauer hinschauen. Andernfalls müssen sie sich hinterher auch nicht beschweren, wenn sie in der Öffentlichkeit als „Schwurbelmedien“ bezeichnet werden sollten.

Wieso sich in der Berliner Zeitung überhaupt Verlinkungen zu rechtsradikalen Fake-News Seiten finden und weshalb Leuten mit Hintergründen wie denen von Andrick, Cullen et al. eigentlich dort eine ernsthafte Rolle zugeteilt wird, ist ebenfalls bedenkenswert. Für Andrick, der Fakten(checks) sowieso grundsätzlich kritisch gegenübersteht, wird dieser Beitrag vermutlich nicht viel an seinem Weltbild ändern. Und genau da liegt das Problem.

Dafür müsste er zunächst eingestehen, dass seine Identität zu stark an alternative Fakten gekoppelt ist, die diese und seine Emotionen bedrohen. Diese Bedrohung ist es, die sowohl bei Andrick als auch anderen dazu führt die „Totalitarismuskeule“ zu schwingen, selbst aber zwischen Fakt und Fiktion keine Trennlinien mehr zu ziehen. Auf Fragen bezüglich der Probleme mit seinem Beitrag antwortete Michael Andrick bis Redaktionsschluss nicht.

„Der ideale Untertan totalitärer Herrschaft ist nicht der überzeugte Nazi oder engagierte Kommunist, sondern Menschen, für die der Unterschied zwischen Fakten und Fiktion, wahr und falsch, nicht länger existiert.“

(Hannah Arendt, Element und Ursprünge totalitärer Herrschaft)

Artikelbild: canva.com/Screenshot berliner-zeitung.com

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COVID-19 mortality attenuated during widespread Omicron transmission, Denmark, 2020 to 2022 - PubMed

BackgroundIt sparked considerable attention from international media when Denmark lifted restrictions against COVID-19 in February 2022 amidst widespread transmission of the new SARS-CoV-2 Omicron variant and a steep rise in reported COVID-19 mortality based on the 30-day COVID-19 death count.AimOur …

PubMed
#Tiflis statt #Berlin: Die #CDU #blamiert sich in ihrem neuen #Imagevideo mit einem falschen #Reichstag.🤣🤣🤣 Das ist wieder mal so Typisch #CDU, machen ein auf "Wir können, wissen alles" und zeigen dann deutlich, dass sie gar nichts "können, wissen" , außer sich zu blamieren
https://www.sueddeutsche.de/politik/cdu-reichstag-tiflis-video-1.6244900
Irgendwas mit Kuppel

Tiflis statt Berlin: Die CDU blamiert sich in ihrem neuen Imagevideo mit einem falschem Reichstag.

Süddeutsche Zeitung