„Frage nie jemanden nach dem Weg,
der ihn weiß.
Sonst läufst du Gefahr,
dich nicht zu verlaufen.“
(Foto: Fußweg am Kellersee bei Nacht)
Die Herkunft dieses Sprichworts kenne ich nicht, ich habe es heute tatsächlich zum ersten Mal gehört in einer Folge der Serie Maroni, über die ich zufällig in der Arte-Mediathek gestolpert bin.
Und nun eine kleine Abschweifung:
Maroni spielt in Französisch-Guayana. Und nur wenige Tage, bevor ich auf diese Serie gestoßen bin, habe ich ein sehr beeindruckendes Buch zu Ende gelesen, welches vom direkt benachbarten Suriname („Niederländisch-Guayana“) handelt: Wir Sklaven von Suriname von Anton de Kom. Ein in jeder Hinsicht beeindruckendes Werk, das die erschreckende Kolonialgeschichte des Landes erzählt, und zwar einmal nicht aus der Sicht der Herrschenden.
Anton de Kom war Nachfahre schwarzer Sklaven in Suriname. Er arbeitete als kaufmännischer Angestellter, war Autor und antikolonialistischer Aktivist in seinem Heimatland sowie in den Niederlanden. Sein Buch konnte 1934 nur zensiert erscheinen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Anton de Kom, der sich dem holländischen Widerstand angeschlossen hatte, von den deutschen Besatzern verhaftet und 1945 im KZ-Außenlager Sandbostel (Niedersachsen) ermordet.
Nun, weder mit dem Kellersee noch mit dem Foto oder dem Sprichwort hat dies etwas zu tun. Ich bin ein Stück weit vom Weg abgekommen…
https://kellersee.wordpress.com/2024/03/23/frage-nie-jemanden-nach-dem-weg-der-ihn-weis/
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