Familie: Bläulinge (Lycaenidae)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
🔭 Beobachtungszeitraum: Falter ab April bis in den Juli hinein, Raupen dann ab Mitte April
⛳ Lebensraum: offene und magere Landschaften wie z.B. Heiden und Hochmoore aber auch sehr lichte Wälder und Ruderalflächen mit Vorkommen von Raupenfutterpflanzen
🍽️ Nahrung: die Falter ernähren sich vom Nektar verschiedenster Pflanzen, die Raupen fressen an verschiedensten Pflanzen wie z.B. Ginster, Sonnenröschen sowie Heidel-, Rausch-, und Preiselbeere
⭕ Rote Liste NDS: derzeit nicht gefährdet, Rote Liste DE: Vorwarnliste
🪄 Besonderheiten: Schmetterling des Jahres 2020, einziger grüner Tagfalter Deutschlands
Der Grüne Zipfelfalter ist auf den ersten Blick leicht zu übersehen, bei einer Flügelspannweite von nur etwa 3 cm kein Wunder. Hat man ihn entdeckt, fällt sofort seine leuchtend grüne Flügelunterseite auf. Diese Farbe entsteht allerdings nicht durch Pigmente, sondern durch eine besondere Struktur der Flügelschuppen. Die Oberseite der Flügel ist dagegen schlicht braun gefärbt und sorgt für gute Tarnung.
Die Männchen zeigen ein ausgeprägtes Revierverhalten und verteidigen ihr Gebiet von erhöhten Sitzplätzen aus. Die Raupen sind grün und besitzen oft gelbliche Rücken- und Seitenzeichnungen.
Sobald es warm genug ist, schlüpfen die Falter aus ihrer Puppe und paaren sich. Die Eier werden an die Knospen der Wirtspflanzen gelegt. Nach ein bis zwei Wochen schlüpfen die Raupen, die sich zunächst von Blüten und unreifen Früchten, später auch von Blättern ernähren. Nach drei bis vier Wochen verpuppt sich die Raupe am Boden, dort überwintert die Puppe bis zum nächsten Frühjahr.
Regional wird der Grüne Zipfelfalter immer seltener. Das Zuwachsen von Mooren, die intensive Nutzung von Grünland und die Verdunkelung lichter Wälder durch Forstwirtschaft bedrohen seinen Lebensraum zunehmend. Wie so oft spielt dabei auch der Mensch eine entscheidende Rolle.
#wildernesswednesday




















