@Tami @robin @Reinald

#Suchtbehandlungen

(3/3)

...Alkohol- und Tabakabhängigkeit betrafen (Destatis, 2022b).
Darunter sind Entgiftung, qualifizierter Entzug, Krisenintervention und Behandlung von Komorbiditäten zu verstehen."

https://www.dbdd.de/fileadmin/user_upload_dbdd/05_Publikationen/PDFs_Reitox-Bericht/REITOX_BERICHT_2023/REITOX_Bericht_2023_DE_WB_01_Drogenpolitik.pdf

PS:
In den 95T Fällen sind Alkohol- und Tabaksüchtige nicht berücksichtigt. - Diese müssten noch dazugerechnet werden, genauso wie andere Suchterkrankungen. - Für Jugendliche waren das im Jahr 2021 (stationär) 12T:

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2023/PD23_05_p002.html

@Tami @robin @Reinald

#Suchtbehandlungen

(2/n)

...sich behandeln. - Ich sprach von den (vorwiegend) unbehandelten Fällen (rechnerisch 96,2% der Grundgesamtheit).

Deutsche Drogenbeobachtungsstelle:

"Angebot und Nachfrage
Eine fundamentale Rolle in der Suchtkrankenversorgung spielen die psychiatrischen Fachkliniken und die suchtpsychiatrischen Abteilungen in Allgemeinkrankenhäusern und Universitätskliniken. Sie führten 2021 insgesamt 95.691 Suchtbehandlungen durch, die nicht...

@Tami

#Suchtbehandlungen

(1/n)

Die, die du behandelst, sind behandlungswillig. Sie sind nur ein geringer Teil der Stichprobe, trotz der hohen absoluten Zahl von 400.

Nimmt man Näherungswert als Grundgesamtheit die 30-Tage-Prävalenz bei 18- bis 64-Jährigen nach ESA 2021 4,9% / 2.506.000 Süchtige.*

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/219028/umfrage/praevalenz-des-konsums-illegaler-drogen-in-deutschland/

Behandelt werden jedoch nur knapp 100,000 Fälle (sh. unten*).

*
Anders ausgedrückt: nur 3,8% sehen in der Sucht ein Problem und lassen...

@robin @Reinald

Konsumenten von Drogen in Deutschland | Statista

Knapp jeder dritte Erwachsene in Deutschland hat in seinem Leben bereits mindestens eine illegale Droge konsumiert.

Statista

@robin @Reinald @Tami

Finanzierung von #Suchtbehandlungen

(4/4)

...Einzig positiver Aspekt einer #Medikamentenabgabe auf potentiell süchtig machende Produkte, den ich auf den ersten Blick sehe, wäre, dass man einen durchfinanzierten Zusatztopf für die Gesellschaft hätte und nicht auf allgemeine Steuermittel zugreifen müsste.

//

@robin @Reinald @Tami
Finanzierung von #Suchtbehandlungen

(3/n)

...ausdehnen. Allerdings trügen die Zusatzkosten dann doch die Gemeinschaft der Versicherten, wenn es denn durch die KV erstattungsfähig wäre.
Natürlich könnte man über eine (höhere) Zuzahlung diskutieren, allerdings wäre dies regressiv (würde also untere Einkommensschichten deutlich stärker belasten) und zudem "ungerecht", denn Medikamente nimmt man i.d.R. nur, wenn man krank ist (#Medikamentenmißbrauch mal außen vor gelassen)..

@robin @Reinald @Tami

Finanzierung von #Suchtbehandlungen

(2/n)

...Ja, je länger ich mir Gedanken mache, desto sinnvoller finde ich eine zweckgebundene "Suchtrisikoabgabe".

Das fände ich übrigens auch gut für Lebensmittel. Insbesondere das Anti-Lebensmittel #Zucker (#Glukose) sollte mit sehr hohen Abgabensätzen belegt werden aufgrund des enormen gesundheitlichen Schadens, dass er verursacht.

Diese könnte man natürlich auch auf Medikamente mit Suchtrisiko...

@robin

Finanzierung von #Suchtbehandlungen

(1/n)

Abgesehen von dem, was ich soeben als Antwort auf @Reinald schrieb:

Stimmt, #Suchterkrankungen sind Erkrankungen. Allerdings ist man nicht bei jeder Erkrankung völlig schuldlos.
Von den mir persönlich bekannten Fällen sind es keine schwierigen Lebensumstände o.ä. gewesen, die zur Sucht führten, sondern bestenfalls "Gruppendruck", eher jedoch "Langeweile", "Dolce Vita" und "Jux und Tollerei"...bis es zu spät war.

Finanzierung: ...

@Tami

@Reinald

Finanzierung von #Suchtbehandlungen

(3/n)

...entweder bereits vor der Volljährigkeit #Suchtmittel nimmt, oder ein "problematisches Umfeld" hat.

Steigt man/frau aus "Jux und Tollerei" bzw. "Langeweile" in den Konsum Ü18 ein, dann habe ich wenig Verständnis.

Das gilt selbstverständlich auch NICHT für später eintretende Krisen wie Partnerverlust, Kindestod usw.

Die Abgrenzung finde ich jedoch juristisch so schwierig (alles Einzelfälle), dass es letztlich kaum...

@Reinald

Finanzierung von #Suchtbehandlungen

(2/n)

...an dem man von alleine nicht mehr aufhören kann, süchtig ist.

Deshalb hatte ich ja die Grenze bei "Volljährigkeit" gezogen, da es in vielen Ländern eine signifikante juristische Grenze für die Schuldfähigkeit spielt (Details diskussionswürdig).

Mein Szenario für "erblich" (nicht nur genetisch!) war, dass man entweder genetisch, oder familiär schon in der Jugend "konditioniert" wird, so dass man...