@Tami im Rahmen der Jugendschutz und Drogen Diskussion sollte jetzt die Ampel die CSU dissen, und für Alk die gleichen Regeln wie für Cannabis einführen: Konsumverbot in der Sichtweite von Schulen und Jugendeinrichtungen, Konsumverbot vor Kindern und Jugendlichen, keine Alk mehr ab 16 verkäuflich, und das betreutes Trinken ab 14 muss weg.

@Reinald

(1/3)

Da wäre ich größtenteils mit dabei.*

Aber:
In den #USA war lange Zeit #Alkoholkonsum unter 22 illegal. Das hielt die Jugendlichen aber nur bedingt vom Trinken ab, obwohl dort Alkohol meist schwerer zu kaufen ist als I der EU (viele "liquor stores").

Dennoch ist es aufgrund der medizinisch nachgewiesen Schäden für die mentale (ggf. auch körperliche) Entwicklung der einzig richtige Weg. (So deterministisch schreibe ich selten.)

Der ...

*
https://mastodon.social/@HistoPol/112203278372495243

@Tami

@Reinald @Tami

(2/3)

...puritanisch erhobene Zeigefinger führt dann aber auch wieder zu solchen auswüchsen wie Las Vegas u.ä.

Ließe man das alte #Jugendschutzgesetz hinsichtlich Ausgangsbegrenzungen intakt, so könnte man z.B. den Konsum "leichter Drogen" in der Öffentlichkeit zwischen 22h und 5h grundsätzlich freigeben.

An Orten, die von ihrerZweckbestimmung vorwiegend Minderjährigen dienen sollen (Schulen, Kindergärten, Spielplätze usw.), sollte aufgrund der Vergiftuns- (Kippen) ...

@Reinald @Tami

(3/3)

...und Verletzungsgefahr (Glasflaschen) grundsätzlich unter Strafe stehen (Ordnungswidrigkeit nach Tagessatz, damit es keine "Armenstrafe" ist.)

//

@HistoPol @Tami werbe- und Sponsoringverbot würde ich auch gerne noch dazu nehmen. Und Alkohol gehört in die Drogenaufklärung an den Schulen dazu, als Einstiegsdroge Nr 1.

Natürlich wird man den Kontakt von Kindern mit Alkohol nicht verhindern können. Aber am Beispiel Tabak hat man schon gesehen, wie das mit dem zurück drängen funktionieren kann. Langsam erreichen wir bei Tabak das Niveau, wo die Illegale Versorgung wieder Teile des Marktes übernimmt, da wird dann der Boden erreicht sein.

@Reinald

(1/2)

💯 %

Das sollte mein Thread mit Marlboro zeigen.

Jedes Angebot schafft sich (auch) seine eigene Nachfrage.

Alte Marketingweisheit.

Es gibt jedoch noch einen weiteren Punkt, bei dem ich--ausser für #Bürgergeldempfänger--gnadenlos bin:

Die Behandlung jedweder Drogensuchterkrankung, die als Volljähriger zugezogen wurde, sollte nicht mehr in der Krankenversicherung sozialisiert, sondern genauso selbstständig von den freiwillig Suchterkrankten bezahlt werden.--...

@Tami

@HistoPol @Tami Suchterkrankungen aus der KK auszukoppeln halte ich für Victim-Blaming und nicht für angemessen. So viele Sucht-Biographien ziehen sich durch Generationen. Bevor da nicht die Elterngeneration die Chance hatte, ihre Traumas zu therapieren statt zu saufen, darf man der Kindergeneration ihre Sucht nicht als mangelnde Willensstärke anlasten. Also heute vernünftige Therapieangebot, dann kann man in 30-50 Jahren anschauen, ob die Generationsweitergabe durchbrochen ist.

@Reinald

"So viele Sucht-Biographien ziehen sich durch Generationen. Bevor da nicht die Elterngeneration.."

Genau diesen Punkt hatte ich berücksichtigt:
wer vor der Volljährigkeit süchtig ist/wird, wäre davon ausgenommen.

@Tami

@HistoPol @Reinald @Tami

Trotzdem ist dein Vorschlag weder sozial noch gerecht!
Suchterkrankungen sind eben genau das: Erkrankungen!

Über Steuern und Abgaben die gesellschaftlichen Folgekosten des Konsums zu decken ist aber eine sinnvolle Forderung.
Das kann man z.B. auch auf Medikamente mit Suchtrisiko anwenden.

@robin

Finanzierung von #Suchtbehandlungen

(1/n)

Abgesehen von dem, was ich soeben als Antwort auf @Reinald schrieb:

Stimmt, #Suchterkrankungen sind Erkrankungen. Allerdings ist man nicht bei jeder Erkrankung völlig schuldlos.
Von den mir persönlich bekannten Fällen sind es keine schwierigen Lebensumstände o.ä. gewesen, die zur Sucht führten, sondern bestenfalls "Gruppendruck", eher jedoch "Langeweile", "Dolce Vita" und "Jux und Tollerei"...bis es zu spät war.

Finanzierung: ...

@Tami

@robin @Reinald @Tami

Finanzierung von #Suchtbehandlungen

(2/n)

...Ja, je länger ich mir Gedanken mache, desto sinnvoller finde ich eine zweckgebundene "Suchtrisikoabgabe".

Das fände ich übrigens auch gut für Lebensmittel. Insbesondere das Anti-Lebensmittel #Zucker (#Glukose) sollte mit sehr hohen Abgabensätzen belegt werden aufgrund des enormen gesundheitlichen Schadens, dass er verursacht.

Diese könnte man natürlich auch auf Medikamente mit Suchtrisiko...

@robin @Reinald @Tami
Finanzierung von #Suchtbehandlungen

(3/n)

...ausdehnen. Allerdings trügen die Zusatzkosten dann doch die Gemeinschaft der Versicherten, wenn es denn durch die KV erstattungsfähig wäre.
Natürlich könnte man über eine (höhere) Zuzahlung diskutieren, allerdings wäre dies regressiv (würde also untere Einkommensschichten deutlich stärker belasten) und zudem "ungerecht", denn Medikamente nimmt man i.d.R. nur, wenn man krank ist (#Medikamentenmißbrauch mal außen vor gelassen)..

@robin @Reinald @Tami

Finanzierung von #Suchtbehandlungen

(4/4)

...Einzig positiver Aspekt einer #Medikamentenabgabe auf potentiell süchtig machende Produkte, den ich auf den ersten Blick sehe, wäre, dass man einen durchfinanzierten Zusatztopf für die Gesellschaft hätte und nicht auf allgemeine Steuermittel zugreifen müsste.

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