Es hat mich regelrecht überwältigt, wie radikal Yasujirō Ozu in SOMMERBLÜTEN (1958) den zentralen Konflikt aufbrechen lässt, wie klug und feinsinnig er immer wieder andere Facetten seiner immer wiederkehrenden Themen herausarbeitet.
🔗 https://letterboxd.com/naaarf/film/equinox-flower/
📺 Noch bei 29.04. in der bei Arte in der Mediathek https://www.arte.tv/de/videos/004010-000-A/sommerblueten/
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Ich bin erstaunt, sprachlos und überwältigt, wie klug und feinsinnig Yasujirō Ozu immer wieder andere Facetten dieses Komplexes herausarbeitet, wie ihn die japanische Gesellschaft, die Machtverhältnisse innerhalb von Familien, Liebesbeziehungen und zwischen Geschlechtern, Geschlechterrollen sowie die komplizierte (Kriegs-)Geschichte des eigenen Landes einfach nicht loslassen. Was mich bei SOMMERBLÜTEN jedoch richtig umgehauen hat, ist die Art und Weise, wie der Konflikt im Zentrum der Geschichte ausgetragen wird: Es wird offen miteinander gestritten, geschickt manipuliert und dem Heuchler der Spiegel vorgehalten, Menschen werden laut, die bis dato so devote Mutter begehrt völlig zu Recht gegen den dominant-herrschsüchtigen Vater auf. Inmitten dieser Hektik