"Wir brauchen mehr Räume für geteilte Verletzlichkeit" - Elisabeth Lechner über #skinnytok, Schönheit und Politik http://www.freie-radios.net/141705
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„Nichts schmeckt so gut, wie sich dünn sein anfühlt“. Das hat Kate Moss 2009 gesagt. Solche Aussagen haben sich nicht nur tief in das unsichere pubertäre Gehirn der Autorin dieses Beitrags gebrannt, sondern auch eine ganze Generation heranwachsender Mädchen geprägt. 2009 ist jetzt 17 Jahre her
FRN: "Wir brauchen mehr Räume für geteilte Verletzlichkeit" - Elisabeth Lechner über #skinnytok, Schönheit und Politik

„Nichts schmeckt so gut, wie sich dünn sein anfühlt“. Das hat Kate Moss 2009 gesagt. Solche Aussagen haben sich nicht nur tief in das unsichere pubertäre Gehirn der Autorin dieses Beitrags gebrannt, sondern auch eine ganze Generation heranwachsender Mädchen geprägt. 2009 ist jetzt 17 Jahre her und eigentlich hatten wir doch gehofft, Size Zero irgendwo in der Tumblr-Era zurückgelassen zu haben. Aber es ist zurück. Auf Social Media und somit auch in unserem konkreten Alltag. Egal ob #balletbody oder #skinnytok – das Ideal für einen Frauenkörper ist wieder möglichst dünn, möglichst zierlich, möglichst viel Verzicht. Das ist kein Zufall, sagt Elisabeth Lechner. Sie ist Kulturwissenschaftlerin an der Uni Wien und forscht unter anderem zu Body Positivity und Schönheitsnormen. Bernadette Rauscher hat mit ihr darüber gesprochen, was Körpernormen mit Politik und Gesellschaft zu tun haben.

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Politik, Plattformen und Öffentlichkeit stehen in der Pflicht: Klare Regeln gegen die Kommerzialisierung von Essstörungen, unabhängige Kontrollen der Algorithmen und digitale Bildung in Schulen. Nur so endet #SkinnyTok, statt nur den Namen zu wechseln. 8/
#SkinnyTok ist nicht das erste Problem: Zuvor wurden etwa #LeggingLegs‑Clips gesperrt, in denen nur „ultradünne“ Beine als leggingstauglich galten. Bodyshaming als Trend – verpackt als „Inspo“. Solche Formate triggern Essstörungen massiv. 4/
Frankreichs Digitalministerin Clara Chappaz übte massiven Druck auf TikTok aus: Sie meldete #SkinnyTok bei der nationalen Aufsicht und der EU‑Kommission. Erst danach blockierte TikTok die Suche weltweit und verlinkt jetzt auf Hilfsangebote. 3/
Unter #SkinnyTok feierten „thinfluencers“ 800‑Kalorien‑Tage und gaben Tipps, wie man Hunger wegdrückt. Algorithmen spülten solche Inhalte auch in Feeds von Usern, die nur „gesund kochen“ wollten – ein perfekter Nährboden für Essstörungen. 2/
TikTok hat #SkinnyTok aus der Suche verbannt. Statt Hungertipps gibt es jetzt Hinweise auf Essstörungs‑Hilfen. Ein wichtiger Schritt – aber die Diätkultur wandert einfach zu neuen Hashtags weiter. Plattformen dürfen hier nicht nachlassen. 1/

Lesenswerter Beitrag von Charlotte Suhr:
"SkinnyTok und Diet Culture - das Patriarchat braucht uns schwach und dünn"
https://imginn.com/p/DWgor8rDUQh/

#DietCulture #Patriarchat #SkinnyTok

The Body Positivity Movement Isn’t Dead (Even If It Feels Like It Is)

We’ve been here before, and most millennials will tell you that it didn’t turn out well for us. It’s not GLP-1s themselves that are the problem, or bariatric surgeries, or any single person’s decision to lose weight. It’s the resurgence of thinspiration and pro-ana content in the form of #SkinnyTok. It’s the misuse of medications and other tools to achieve a level of thinness that has nothing to do…

https://copyinvisible.com/the-body-positivity-movement-isnt-dead-even-if-it-feels-like-it-is/

The Body Positivity Movement Isn’t Dead (Even If It Feels Like It Is) - Copy Invisible News

We’ve been here before, and most millennials will tell you that it didn’t turn out well for us. It’s not GLP-1s themselves that are the problem, or bariatric

Copy Invisible News

Der Beitrag „Radikale Körperakzeptanz statt #SkinnyTok – Warum wir Body Positivity auch 2025 noch brauchen. Ein Plädoyer.“ in der BzKJAKTUELL 4/2025 von Dr. Elisabeth Lechner setzt sich mit der Bewegung auseinander. Wo kommt sie her, spielt sie heute noch eine Rolle und brauchen wir „Body Positivity“ überhaupt noch?

Hier geht’s direkt zum Beitrag: https://www.bzkj.de/bzkj/service/publikationen/bzkj-aktuell/radikale-koerperakzeptanz-statt-skinny-tok-warum-wir-body-positivity-auch-2025-noch-brauchen-ein-plaedoyer--275216

#Jugendschutz #BodyPositivity #FediEltern

Ob #skinnytok, #Fitspiration oder #bodypositivity: Die BzKJAKTUELL 4/2025 beschäftigt sich mit digitalem Optimierungsdruck und welche Ressourcen Kinder und Jugendliche brauchen, um damit umzugehen.

„Umso wichtiger ist es, Kinder und Jugendliche zu stärken, Darstellungen kritisch zu hinterfragen," stellt Sebastian Gutknecht, Direktor der @BzKJ, fest.
🔗 https://www.bzkj.de/bzkj/service/publikationen/bzkj-aktuell

#bzkjaktuell #Jugendmedienschutz #Fedieltern