dnalorsblog: Des Trolls Monsterhandbuch: Riesen
LomDomSilver hat mir drüben auf DSA-spielen.de mit einer Zusammenfassung über die aventurischen Riesen eine Steilvorlage gegteben, mal über Riesen allgemein und die Riesen im Riesland, meinem geliebten Rakshazar, zu reden. Außerdem wurde es mal wieder Zeit für einen Eintrag ins Bestiarium, zudem sind ja Riesen gerade en vogue. In einem Rollenspielkarneval habe ich auch schon darüber geschrieben, das ist aber jetzt auch schon 4 Jahre her. Zeit also, sich mit den großen Kerlen genauer auseinanderzusetzen.
Riesen, Giganten und Titanen – Ein Blick in die Mythen
Bevor wir auf die verschiedenen Riesen in den Mythen unserer realen Welt schauen, müssen wir noch kurz klären, was denn Riesen sind. Riesen sind riesig groß, unglaublich stark und annähernd humanoid. Darauf können wir uns, glaube ich, alle einigen. Aber dann geht es schon los: Sind die Zyklopen der griechischen Sagenwelt Riesen? Groß, stark und menschenähnlich sind sie ja. Und Oger? Trolle?
Im Rahmen dieser Betrachtung hier: ja. Oger, Trolle und Zyklopen und alles, was deutlich größer als ein Mensch ist, gehören zu den Riesen.
Wenn wir uns auf diese Setzung einigen, dann sind die Mythologien der ganzen Welt voll Riesen. Als Christ fällt mir natürlich sofort Goliath ein, ein Söldner der Philister, der durch seine Größe (und Bewaffnung) die Israeliten in Angst und Schrecken versetzte, die Nephilim aus dem Buch Enoch, die Gottessöhne und dem 1 Mose 6.4 und Christopherus, der, wenn er nicht gerade als Kynokephale dargestellt wird, als Riese auftaucht (und so oder so damit einer der wenigen Heiligen sein dürfte, die keine normalen Menschen sind).
Als von griechischer und römischer Kultur geprägter Mitteleuropäer denke ich an die Titanen, etwa an Atlas, den Weltenträger, Kronos, der seine Kinder fraß, Prometheus, den Feuerbinger.
Als Deutscher fallen mir auch noch die Riesen aus den Märchen der beiden Brüder Grimm ein, vor allem das Tapfere Schneiderlein, das in Variante 2 und 3 der Geschichte ganze 3 Riesen zu bieten hat und dasMärchen vom jungen Riesen.
Als Europäer kenne ich natürlich auch die Riesen der nordischen Mythologie, die Jötun, etwa Thrymr, den Eisriesen, der Thors Hammer stiehlt (den sich Tor als Fayja verkleidet wiederholen muss), Yimr, der Urriese, aus dessen Körper die Welt geschaffen wird usw.
Geht man auf Wikipedia, enthält die Kategorie Riese (Mythologie) 70 Einträge, die Giganten und Titanen noch nicht mal mitgezählt. Auch die Riesen anderer Mythologien fehlen, etwa aus Japan die Oni und mein Liebling, Ashiarai Yashiki (ein riesiger, dreckiger Fuß, der durchs Dach bricht und verlang, dass man ihn reinigt). Aus den USA Paul Bunyan.
In den meisten Geschichten werden Riesen als einfältig, stark und gefräßig beschrieben. Fast immer sind sie Gegner der Protagonisten, die überwunden werden müssen, Feinde also. Nur in wenigen Sagen, Märchen und Mythen ist das anders und die Protagonisten haben es mit einem freundlichen Riesen zu tun, der sie unterstützt oder der ihnen hilft oder gar selbst Hilfe benötigt (BFG zum Beispiel ist so eine Geschichte). Da Riesen riesig sind und entsprechende Kräfte haben, müssen sie meist mit Tricks überwunden werden. Schiere Gewalt nutzt oft nur wenig gegen sie.
Riesen stehen in den Mythen oft für eine wilde, ungezähmte Natur, für Erdbeben, unaufhaltsame Gletscher oder Vulkanausbrüche. Sie müssen überwunden werden, um die Kultur voranzubringen. Da sie aber in Humanoider Form auftauchen, kann man mit ihnen reden, mit ihnen handeln, sie überzeugen, überlisten oder gar zum Christentum bekehren.
Und nun ein Blick hinter die Mythen
In jedem Mythos steckt ein kleiner, feiner, wahrer Kern. Auch bei den Riesen.
Der erste Erklärungsansatz sind einfach große Menschen. Nehmen wir zum Beispiel Karl den Großen, der laut Zeitzeugen tatsächlich von großer, riesenhafter Statur gewesen sein soll. Tatsächlich war er nur 5 cm größer als ich, also etwa 1,84m. im Mittelalter war das schon ziemlich groß, verglichen mit seinen Mitmenschen. Auch Dirk Nowitzki ist mit seinen 2,13m größer als die meisten anderen Deutschen, Hafþór Júlíus „Thor“ Björnsson alias Gregor Clegane aus GOT ist mit 2,06 m in Vergleich zu mir ebenfalls ein Riese. Auch er wird bisweilen als Riese bezeichnet. Auch der berühmteste Riese der Bibel, Goliath, soll etwa 2,10m groß gewesen sein und war damit gegenüber den anderen, im Schnitt 1,65m großen, bronzezeitlichen Menschen, ein Reise. Die Körpergröße eines Menschen hängt von den Genen und der Ernährung im Kinder- und Jugendalter ab (und war im Mittelalter tatsächlich größer als im 19. Jhdt)
Dann gibt’s auch noch gewisse Tumore an der Hirnanhangdrüse, die das ganze Leben lang Wachstumshormone ausschütten. Personen, die darunter leiden, werden für Menschen extrem groß, sind aber arme Würstchen, weil sie an schweren körperlichen Einschränkungen leiden.
Zu guter letzt spielen Elefanten noch eine Rolle in den Riesen-Geschichten. Zumindest für eine Art von riesigen Wesen, den Zyklopen. Auf den Inseln des Mittelmeers gab es bis etwa vor 20.000 Jahren (die jüngsten Nachweise sind nur 2.500 bis 1.300 Jahre alt) Zwergelefanten (eigentlich Inselverzwerget Elefanten). So ein Elefantenschädel weißt in der Mitte ein riesiges Loch auf (der Rüssel) und es gibt die These, dass auf solche Schädelfunde die Zyklopen zurückgehen. Das Loch wurde uminterpretiert, die Sagen von Zyklopen stammten allesamt aus der Bronzezeit. Für gewagter halte ich, dass sich eine Erzählung aus der Altsteinzeit erhalten hat, über den Homo errectus bis zum Homo Sapiens. Homo errectus war nämlich Zeitgenosse des Gigantopiticus, eines unserer entfernteren Verwandten, der wiederum als Vorlage für King Louie in der neuen Dschungelbuchverfilmung diente.
AI, Fundamentalisten und Aliens – neue Mythen
Es gibt da draußen in der echten Welt Leute, die nicht so gut zwischen erfahrbarer Realität und Mythen unterscheiden können. Die nicht erkennen können, ob ein Bild oder Video per AI generiert wurden oder tatsächlich echte, unbearbeitete Fotos von realen Begebenheiten sind. Die glauben, dass es tatsächlich eine Rasse an Riesen auf dem Planeten Erde gab, die hier gelebt haben (oder immer noch leben) und gestorben sind, deren Überreste man finden kann und deren Existenz von der Wissenschaft vertuscht wird. Da sind alle möglichen Spinner dabei: fundamentale Christen/Juden/Muslime, die dadurch ihre heiligen Bücher bestätigt sehen wollen, Ufo-Gläubige, die in den Riesen Aliens erkennen wollen, Wissenschaftsskeptiker, Rassisten, Schwurbler, Typen, die in Tafelbergen versteinerte Baumstümpfe erkennen wollen… Eigentlich ist dieser Sachverhalt zum Fürchten. Gestandene Erwachsene, die wählen dürfen, eumeln sich über AI-Bilder von Märchengestallten ein.
Andererseits… aus Rollenspielersicht ist das spannend, mit welchem Mist die da um die Ecke kommen. Der älteste Fake, an den ich mich erinnern kann, sind die Riesenknochen hier.
Quelle Nativewarriors.net
Die stammen übrigens, laut Mimikarma, von einem Fotoshop-Wettbewerb aus dem Jahr 2002, geistern also seit bald einem Vierteljahrhundert im Netzt rum.
Einen richtigen Boost haben die Fake-Riesen durch AI erhalten, seit ein paar Monaten geistern Videos wie dieses hier durch meine Facebook-Timeline.
Hier noch ein paar Beispiele:
Hey, wenn sogar arte darüber berichtet, dann beobachten wir hier gerade ein interessantes Phänomen: Wir erleben das Ende der Glaubwürdigkeit von Video und Fotobeweise. Das Ende der objektiven Beweise.
Natürlich kann man sich über die Deppen lustig machen, die tatsächlich an Riesen glauben und die Bilder und Videos als Beweis dafür halten. Wir als Rollenspieler aber sollten diese Artefakte genauer anschauen. Da es ja keine Riesen gibt, können wir uns ein Zusammenleben mit einem menschenähnlichen Wesen, die 4 oder 5 mal so groß sind wie man selbst, kaum vorstellen. Die AI-Bilder und Video visualisieren aber eine solche Fantasy-Welt ziemlich gut. Das könnte der Immersion dienen.
Ein kleiner Nebengedanke: Die ganze Ancient-Aliens-Scheiße ist, genau wie der Glaube, Riesen hätten einst die Pyramiden erbaut, im Kern rassistisch. Beides geht davon aus, dass die Vorfahren der Ägypter, Inder, Maya, Azteken usw. unfähige, dumme, Wilde waren, die Hilfe von außen brauchten, um ihre wundersamen Stetten zu bauen. Und weil das vor so langer Zeit war, weit vor den eintreffen der modernen, technisch und kulturell überlegenen Europäer / Nordamerikaner war, müssen das Aliens oder Riesen gewesen sein.
Riesen im Rollenspiel
Das Rollenspiel hat ja ganz viele Monster und Gestalten aus der Mythologie übernommen, auch die Riesen. Die ältesten Riesen, die ich in meinen Rollenspiel-Fundus habe, stammen aus dem Chainmail 3. Edition Regelwerk von 1979.
Da steht im Fantasy-Supplement folgendes drin:
Giants: Giants are one of the most effective fighters. They can demolish normal opponents with ease, for they melee as 12 Heavy Foot with an extra die for their oversized weapons. They defend as 12 Armored Foot, and Giants must take cumulative hits equal to a number sufficient to destroy 12 Armored Footmen bevor melee or missiles will kill him. Moreover, Giants act as highly mobile small catapults (20 inches), without minimum range restrictions, and can move in turns they don’t throw missiles, for reloading for them simply consists of picking up a boulder to give it a heave. Giants need never check morale
Morale Rating –(-) Point Value – 50
Quelle: Chaimmail 3. Edition 1979, S. 33-34
Da ist das Trope des Monsters, das so stark wie 12 Mann ist. Auch der Steineschmeißer, auch so ein Riese-Trope, ist hier drin. 50 Punkte, das sind halb so hohe Kosten wie ein Drache und der 25-fache Wert eines Zwerges.
Tatsächlich sind Riesen aber schon seit der White Box von 19774 am Start, damals schon in verschiedene Riesen-Varianten aufgeteilt: Es gab Hügelriesen, Feuerriesen, Steinriesen, Wolkenriesen und Frostriesen. 1981 kam dann mit Against the Giants ein dreiteiliges Abenteuermodul raus, dass die großen Jungs und Mädels in den Focus stellte. Die Idee mit den verschiedenen Riesen-Varianten basiert wohl auf Tolkien (wie fast alles in der Fantasy) und der nordischen Mythologie (von der ja auch Tolkien gekl… inspiriert wurde).
Riesen in der Welt des Schwarzen Auges
Für eine ausführliche Darstellung der Riesen in Aventurien sei nochmal auf den Beitrag von DSA-spielen.de verwiesen. Ergänzen möchte ich nur um die Infos, dass es auch in Myranor Riesen gibt (zumindest stehen die da im Monsterhandbuch drin, Myranische Monstren auf S. 144).
Momentan gibt es keine allgemeinen Werte für Riesen in DSA5-Regelwiki. Dafür konnen wir uns aber mal die Werte in DSA1, DSA3 und DSA4 kurz ansehen.
Für DSA1 Schicke ich 3 Riesen ins Rennen. Zunächst einen Frostriesen aus Unter dem Nordlicht, dann die deutlich bekannteren Riesen Neunfinger und Orkenfresser, die beide im Orkland leben.
Frostriese
MU 20, LE 60, RS 4, AT/PA 12/9, TP 3W+4 (Faust), MK 35
Neunfinger
MU 18, LE 150, RS 3, AT/P12/9, TP 2W20+7 (Keule), MK 165
Orkfresser
MU 20, LE 110, RS 5, AT/PA 8/8, TP 2W20 (Baum), MK150
Was auffällt: Die Frostriesen tanzen da aus der Reihe, was die Höhe der LE angeht, sonst kann man über die Riesen sagen, dass ihre Haut eine mittlere Rüstung darstellt, sie einen so hohen Mut haben, dass sie immer die Initiative im Kampf haben und ordentlich Schaden austeilen können. Ungemütlich.
Für DSA3 habe ich folgende allgemeine Werte im Bestiarium Aventuricum gefunden:
Größe 7 Schritt, Gewicht 2000 Stein und mehr,
MU W6+17, KL W3+6, IN W3+12, Ch W3+12, GE W3+5, FF W6+4, KK 2W20+40
Besondere Eigenschaften JZ>7, NG>7
AT 8, PA 8, LE 175, RS 5, TP 3W20 (Faust) oder je nach Waffe (im Begleittext zum Riesen werden Baumstämme (5W20) oder Felsblöcke als Fauskiel (4W20) genannt).
GS 8, AU200, MR 15 (6-25)
Magie kennen sie nicht, als optionale Kampffähigkeit ist im Text noch das Niederschlagen von Gegnern genannt. Ein Niedergeschlagener liegt am Boden und kann eine KR lang nicht angreifen oder parieren.
Die niedrige AT und PA bedeutet, dass der Riese nur eine 30% Chance auf einen gelungenen Angriff bzw. eine gelungene Parade hat. Wenn die aber durchgeht und nicht pariert wird, dann richtet die mindestens 3, maximal 60 Schadenspunkte an, wenn der Riese mit der Faust zuhaut. Andererseits: Mit Geduld und Spucke sollte ein Riese von Protagonisten in der Regel klein gehackt wurden sein, bevor er viel Schaden ausrichten konnte. Mein Bruderherz nennt so etwas gerne “Glaskanone”.
Und für DSA4 nehme ich die oben erwähnten Riesen aus Myranor.
Größe: 10 Schritt, Gewicht 10 Quader
MU 22, IN 14, KO 70
Faust: AT 19, TP 5W6+8, DK HNS
Baumstamm: AT 15, TP 7W6+10 DK HNSP
Geworfener Felsen; KF 13, RO 10/20/30/40/50 TP 4W6+8
PA 12, INI 1W6+8, RS 5, WS 40, LE 350, AU 500, AE 300, GS10, MR 25, GW 20
In DSA4 wurde, vor allem m Vergleich zu DSA1, der Schaden nochmal deutlich erhöht und auch AT und PA sind in einem Bereich, der nicht mehr als Glaskanone gelten kann. Eine AT von 19 heißt, dass der Riese fast immer seine AT schafft und Schaden ausrichren wird, 7W6+10 richtet minimal 17, maximal 52 Trefferpunkte aus. Übrigens: bei den Aventurischen Riesen im ZBA sind keine AE (Astralenergiepunkte) angegeben, die Myranischen zaubern mit dem Element Luft und Humus rum.
Riesen im Riesland
Wenn wir schon das Riesland ausarbeiten, so viel war uns vor bald 20 Jahren klar, brauchen wir auch Riesen, und zwar deutlich mehr als die paar, die noch in Aventurien leben. Zudem sollen sie deutlich präsenter sein, in Abenteuern auftauchen, Zufallsbegegnungen im Hexcrawl sein… sprich, man soll erfahren, warum das Riesland Riesland heißt. Letzteres habe ich, das muss ich gestehen, sträflich vernachlässigt, wobei ich auch derjenige war, der das erste Rakshazar-Abenteuer geschrieben hat, das Riesen prominent in den Mittelpunkt stellt. Ich rede von dem Abenteuer Ingerimms Rache aus der 2013 erschienenen Abenteuersammlung Auf blutigen Pfaden.
In dem Abenteuer geht es darum, einen Götterfluch loszuwerden, der langsam alles Eisen in der Hand der Personagen verrosten lässt. Für die Riesen, um die es ja hier gehen soll, interessant sind zum einen die Stadt der Riesen im Göttergebirge / Ehernes Schwert und zum anderen die Reise durchs Ödland auf den Schultern bzw, im Barthaar eines Riesen.
Zur Stadt der Riesen, Sumutul, hab ich damals folgendes geschrieben:
DSA-Riesland-Rakshazar-SumutulHerunterladen Die Reise auf dem Riesen war damals auch nicht ganz gefahrlos für die Personagen, bekam der Riese nämlich riesigen Hunger
Andere Riesen tauchen in unserer neuesten Veröffentlichung für DSA5 auf, Gram und Grein zum Beispiel wachen darüber, dass in die Nebelauen kein Schiff ein oder ausfahren kann, zudem sollen (laut Spielerband) dort ein weiteres halbes Dutzend Riesen Leben.
Riesen hatten wir in der Anfangszeit auch als Riesenkinder (Zwillingsschwerstern, die Menschen in tragbaren Käfigen als Haustier halten) und Riesensöldner. Bei letzterem war die Überlegung, was denn für einen rakshazarischen Kriegsherren dagegenspricht, einen Riesen als Kriegswaffe anzuheuern. Die Antwort: Nichts. Und wenn es als Belohnung ordentliche Waffen, Unmengen an Bier und Fleisch sowie ein paar Sklaven gibt, die einen die Läuse aus den Riesenhaaren vertreiben, dürften auch einige Riesen von der Idee begeistert sein.
Da ich momentan viel Kram für DSA1 schreibe, möchte ich hier gerne meine Idee für den Riesen aus Rakshazar vorstellen:
Riese aus Sumutu
MU 20, LE 80+2W20, RS 4, MK 100
1-2) Faust: AT/PA 12/9, TP 3W6+4
3) Stampfen: AT/PA 15/0 TP 4W6+4. Nach einer Attacke, egal ob erfolgreich oder nicht, müssen alle Personagen im Umkreis von 4 Schritt um den Riesen eine GE-Probe mit einem Malus von 1W3 Punkten schaffen, sonst fallen sie zu Boden und können nächste Runde weder angreifen, sich vierteiligen oder Zaubern. Zauber oder Wunder, die bereits begonnen wurden, sind um 1 Punkt erschwert.
4-5) Baum: AT/PA 8/9 TP 3W20
6) Fels: FK 15 TP 3W20+7, Reichweite 60 Schritt. Würfle mit 1W6. Bei einer 6 prallt der Stein vom Boden ab und schlägt 1W20 Schritt hinter dem Ziel erneut auf. Der zweite Aufprall richtet ¼ des ursprünglichen Schadens aus. Gehe davon aus, dass genügend Felsen oder Steine um den Riesen herumliegen. Der Riese kann auch kleinere (TP 2W20+7) oder größere (TP 4W20+7) werfen. Bei kleineren erhält der Riese einen Bonus von 1 auf FK, bei schwereren einen Malus von 2 Punkten
Würfle jede KR mit 1W6, um die Art des Angriffes festzulegen.
“Der Riese hat 3 verschiedene Attacken?” höre ich euch sagen. Ja, hat er, und jede Runde wird ausgewürfelt, welche Attacke er nutzt. Damit ist er definitiv weg von der Glaskanone. Faust und Baumstamm sind die traditionellen Damage-Dealer-Waffen, wobei die Faust die deutlich präzisere ist (60% Trefferwahrscheinlichkeit, 7-22 TP gegen 40% Trefferwahrscheinlichleit, 3-60 TP), ein Angriff, der neben Schaden noch einen Umgebungseffekt verursacht (und evtl. einige Angreifer für eine Runde aus dem Spiel nimmt) und einen Fernangriff. Bei letzterem habe ich mich von Chainmail und der Kanone aus dem Brettspiel Claymore Saga inspirieren lassen.
Fazit
In jedes gute Rollenspiel gehört ein Riese. Sie sollten als Naturgewalt dargestellt werden und von der Gefährlichkeit her locker mit einem Drachen aufnehmen können. Aber im Konflikt mit Riesen sollte es, meiner Meinung nach, immer auch die Tapfere-Schneiderlein-Methode geben, in der man die Riesen einfach austricksen kann.
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