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Fernstudium Webdesign 2026: Studiengänge im Vergleich

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Fernstudium Musikwissenschaft 2026: Studiengänge im Vergleich

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Volkshochschulen aus Bayern und BaWü können übrigens auch an solchen Kooperationen teilnehmen, wenn sie sich am #vhsKOOP-Projekt beteiligen. Ist ganz einfach (wir helfen und beraten gern) und lohnt sich!
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Info zu vhsKOOP - der Bildungsmarktplatz: Kooperation macht stark!

Kooperationen sind für Volkshochschulen entscheidend, um ein breites Bildungsangebot sicherzustellen. Mit vhsKOOP wird die Kooperation zwischen Volkshochschulen so einfach wie nie zuvor – egal ob bei Präsenz-, Online- oder Hybrid-Veranstaltungen!

Neuer Artikel im Blog:

Was TYPO3-Profis wirklich von einem Training erwarten

https://wwagner.net/blog/a/was-typo3-profis-wirklich-von-einem-training-erwarten

#TYPO3 #OnlineLernen #Weiterbildung

Was TYPO3-Profis wirklich von einem Training erwarten

TYPO3-Kursteilnehmer sagen: Aktualität ist wichtiger als der Preis. Die Ergebnisse und was daraus folgt.

Jugend Medien Bildung. Gutes Lernen in der KI-Ära?

Heute habe ich einen Online-Impuls für ein Kooperationsnetzwerk der evangelischen Akademie Frankfurt gestaltet. Insgesamt ging es bei der Veranstaltung um die Ende des letzten Jahres veröffentlichte JIM-Studie, die dieses Mal einen Fokus auf KI legte. Im ersten Teil wurden die Ergebnisse vorgestellt. Im zweiten Teil sprach ich zum Thema: Nach dem Hype. KI als neue Lebensrealität.

Ich habe ohne Folien präsentiert. Das klappt auch im Online-Kontext aus meiner Sicht sehr gut. Hilfreich finde ich einen sehr klaren, prägnanten Aufbau, dem die Teilnehmenden gut folgen können. Ich habe das heute anhand von drei Begriffen realisiert: Radikale Gegenwart, Schieberegler und gemeinwohlorientierte Digitalpädagogik. Diese drei Begriffe habe ich direkt zu Beginn angekündigt und zum aktiven Zuhören (= gerne Mitkritzeln) eingeladen. Danach konnte ich die Begriffe Schritt für Schritt mit Gegenständen in der Kamera und Mini-Interaktionen im Chat und in BreakOuts vertiefen.

Neben diesem klaren und strukturierten Aufbau kann ich die folgenden Aspekte aus Vorbereitung und Durchführung weiter empfehlen:

  • Wenn es mit einer Frage in BreakOut Räume geht, dann ist es – gerade wenn man keine Folien hat – hilfreich, diese Frage parallel auch nochmals in den Chat zu packen, so dass alle sie mitbekommen.
  • Eine schöne Mini-Methode ist, eine ‚Wie können wir …?‘-Frage zu stellen. Wer dann in einen BreakOut Raum mit gerader Zahl per Zufall zugeordnet wird, sucht nach Lösungen. Wer in einen BreakOut Raum mit ungerader Zahl zugeteilt wird, sucht nach Anti-Lösungen (= Was wäre das Dümmste, was wir tun könnten?). Anschließend sammelt man im Chat erst die Anti-Lösungen und dann die Lösungen.
  • Solch ein Vortrag lässt sich sehr gut in Interaktion mit einem KI-Sprachmodell vorbereiten. Ich bin heute so vorgegangen, dass ich mir meinen Vortrag überlegt habe, ihn dann einmal eingesprochen habe (wobei ich mich noch viel verhaspelt habe und nicht immer einen roten Faden hatte), das Transkript des Geplappers mit einem KI-Sprachmodell geteilt habe – verbunden mit dem Prompt, mir daraus bitte einen kurzen Spickzettel für den Vortrag zu erstellen. Den so generierten Spickzettel konnte ich dann neben mich leben. Dieses Vorgehen ist also doppelt sinnvoll: Erstens übe ich den Vortrag, zweitens erhalte ich einen Spickzettel, der mir dann bei der Durchführung hilft.
  • Inhaltlich fand ich es vor allem wichtig, einen Blick auf so genannten KI-SLOP zu werfen. Und sich zu vergegenwärtigen, was KI-SLOP ist (= für mich: Inhalte ohne Interesse für den Inhalt zu teilen) und was nicht (= für mich: wenn Menschen sich mit KI als Werkzeug auszudrücken versuchen und dabei Inhalte empfehlen, denen ich aus meiner Sicht schlechte Qualität zuspreche). In diesem Fall kann AI-SLOP auch etwas anderes sein. Nämlich nicht Sehr Langweiliger, Ordinärer Plödsinn, sondern Spielerische Lust an Offenen Prozessen.

    Beim Vortrag hatte ich dazu ein Mini-Klappbild:

    Mein Fazit: Das war nur ein kurzer Impuls, aber ich hatte den Eindruck, dass er für einige der Zuhörenden eine hilfreiche Perspektiven-Erweiterung war. Persönlich habe ich mich sehr über das Interesse und die vielen Nachfragen an der vorgestellten gemeinwohlorientierten Digitalpädagogik gefreut.

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    Teilnehmenden-Infos vor Online-Veranstaltungen

    In einer Veranstaltungsankündigung in der Erwachsenenbildung, die ich gestalten darf, sehe ich gerade, dass von Veranstalterseite, die dann ja auch später die Teilnahmebescheinigung ausstellen werden, standardmäßig diese Vorgabe an Teilnehmende gemailt wird:

    Nötig ist:

  • pro Teilnehmer*in ein Gerät
  • aktivierte Kamera und funktionierendes Mikrofon
  • vollständige Anwesenheit und keine Ablenkung mit Mails/ Telefonaten o.ä.
  • Ich merkte beim Lesen, dass ich diese Vorgaben und die Art und Weise der Formulierung aus pädagogischer Perspektive nicht hilfreich und meine eigene Rolle als Referentin vor diesem Hintergrund schwierig finde. Natürlich verstehe ich, dass Veranstalter irgendwie dokumentieren wollen oder müssen, dass Teilnehmende tatsächlich bei dem Lernangebot mit dabei waren. Allerdings ist es aus meiner Sicht kaum lernförderlich, wenn Lernende gezwungenermaßen mit aktivierter Kamera vor einem Bildschirm sitzen. Und auf diese Weise will ich anderen Menschen auch ungern gegenüber treten. Ich würde deshalb anders vorgehen und sinngemäß etwas in diese Richtung formulieren:

    Das Lernangebot ist so gestaltet, dass das Lernen insbesondere durch Ausprobieren und Austausch mit anderen Beteiligten gestaltet wird. Für eine gute Beteiligung empfiehlt es sich deshalb, möglichst keine anderen Aktivitäten parallel zu legen. Insbesondere in den BreakOut-Räumen gibt es vielfältige Gelegenheit zum Austausch. Wenn Sie davon profitieren wollen, brauchen Sie ein funktionierendes und aktiviertes Mikrofon und möglichst auch eine Kamera.

    Auf der anderen Seite kann es durchaus auch Lernangebote geben, bei denen ich sinngemäß schreiben würde:

    Es erwartet Sie ein Impuls. Es ist eine auch nur lurkende (= beobachtende/ punktuelle / passive)) Teilnahme möglich. Sie können anstelle einer synchronen Beteiligung die spätere Aufzeichnung nutzen.

    Meistens ist so etwas bei mir standardmäßig in der Veranstaltungsbeschreibung enthalten, aber das hilft ja dann nicht, wenn die Kommunikation über die Veranstaltung nicht in meinen Händen liegt und dann – wie in diesem Fall – ganz andere Formulierungen vermailt werden.

    Was ich deshalb für mich mitnehme: Ich versuche zukünftig bei der Vereinbarung von Veranstaltung immer nachzufragen, ob es irgendwelche Standard-Informationen für die Teilnehmenden gibt und wenn ja welche. Dann kann ich bei Bedarf eine andere Formulierung vorschlagen.

    Vielleicht kannst du das als Anregung auch für dich mitnehmen. Wenn du fest in einer Organisation beschäftigt bist, dann lohnt es sich sicher noch einmal mehr, die Art und Weise der Kommunikation bei Online-Veranstaltungen bewusst gemeinsam zu reflektieren.

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    #OnlineLernen

    Ein Online-Interview als Alternative zum klassischen Vortrag

    Am 4. September 2025 gestalte ich mit der Klassik Stiftung Weimar die Online-Veranstaltung: KI und offene Wissensspeicher. Man kann sich dazu kostenfrei anmelden. Wer zu diesem Zeitpunkt bei der OERcamp-Community-Beratschlagung oder anderswo ist, findet im Nachhinein auch eine Aufzeichnung. In diesem Beitrag soll es mir aber gar nicht so sehr um die Bewerbung der Veranstaltung oder ihrer Inhalte gehen. Stattdessen will ich berichten, wie wir daraus das zunächst geplante klassische Vortragsformat in einen Impuls mit Interview umgewandelt haben und wie wir dabei vorgegangen sind.

    • Der Anfang war wie sehr häufig eine Anfrage für einen Vortrag. Allerdings schimmerte schon hier eine gewisse Offenheit durch. Man überlegte im Team der Stiftung vielleicht mit zwei Impulsen zu starten, die dann ja auch irgendwie miteinander verbunden werden könnten.
    • Diese Anfrage konnte von mir ganz wunderbar als Einladung zum konzeptionellen Mitdenken verstanden werden – und so trafen wir uns zu einem ersten Online-Termin, um gemeinsam zu reflektieren, was inhaltlich wichtig wäre und wie sich das vielleicht in ein Gesprächsformat übertragen lassen könnte. Die Idee für ein Gesprächsformat war naheliegend, denn in einem Gespräch bzw. Interview lassen sich noch sehr offene bzw. komplexe Themen grundsätzlich gut bearbeiten.
    • Im nächsten Schritt ging es dann um die konkrete Ausgestaltung. Herausfordernd war hier vor allem, eine Balance zu finden zwischen ‚Wir unterhalten uns eben einfach mal‘ und ‚Wir planen detailliert das Interview‘. Denn wir wollten gerne die Offenheit von der ersten Option, aber auch eine gezieltere Vorbereitung und damit auch mehr Qualität des Letzteren. Wir verständigten uns deshalb zunächst auf drei Themenblöcke: KI und Pädagogik, Kultureinrichtungen als außerschulische Lernorte und nächste Schritte. Außerdem überlegten wir, dass ein kurzer Impuls am Anfang von ca. 10 Minuten ganz hilfreich wäre, bevor dann das Interview starten würde.
    • Um uns alle gut auf das Interview vorzubereiten, zeichnete ich anschließend eine Sprachnachricht auf, in der ich acht Thesen kurz vorstellte, die ich auch in den Impuls skizzieren würde. Meine Gesprächsperson in der Klassik Stiftung Weimar konnte sich das anhören und so schon einmal einen groben Stichpunktzettel an möglichen Fragen notieren. Zugleich gab es aber auch noch nicht den fertigen Impuls, so dass wir alle auch für Fragen offen sind, die sich erst bei der Durchführung ergeben.
    • Daraufhin trafen wir uns dann erneut, um einmal den gesamten Regieplan durchzusprechen – inklusive eines Zeitplans und Interaktion mit den Teilnehmenden (= Chatgewitter zu Beginn und Abschluss und Fragemöglichkeit in den drei Blöcken. Mehr war ganz bewusst nicht geplant, weil das Format zuhörend gestaltet sein soll und vor allem sich auch gut für die Weiternutzung eignen soll). Jetzt gilt es dann nur noch die Folien vorzubereiten und sich kurz vorab zu einem Technik-Check zu verabreden.

    Wenn ich diesen Vorbereitungsprozess mit dem eines klassischen Vortrags vergleiche, dann fällt mir auf, dass wir sehr viel kollaborativer vorgegangen sind. Das finde ich sehr schön und denke auch, dass das die Qualität der Veranstaltung sehr steigern kann.

    In diesem Sinne: Ich bin gespannt auf die Veranstaltung und freue ich auch aufs eigene Weiterlernen!

    Das Beitragsbild ist die Bewerbung der Klassik Stiftung Weimar und steht nicht unter einer offenen Lizenz.

    #OnlineLernen

    Selbstbestimmtes Lernen in der Praxis

    Mit der Europäischen Plattform für Erwachsenenbildung in Europa (EPALE) habe ich in den vergangenen vier Wochen (= im Mai und Juni 2025) ein Experiment für ein sehr selbstbestimmtes Lernen gestartet. Es handelte sich um die EPALE Akademie. Das ist ein offenes und freiwilliges Lernangebot, das sich an interessierte Menschen aus der Erwachsenenbildung richtet und regelmäßig zu unterschiedlichen Themen und in unterschiedlichen Formaten stattfindet. Unser Thema war Twin Transition, also die verschränkte Betrachtung der Transformationsprozesse von Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Erwachsenenbildung.

    Für mich war es das erste, längere Lernangebot, bei dem ich sehr konsequent und bewusst auf klassischen Input vollständig verzichtet habe und Lernende stattdessen dazu angeregt habe, sich das für sie relevante Wissen zu dem Themengebiet selbstständig, unter Nutzung von KI-Technologie und im Austausch miteinander zu erschließen und zu entwickeln.

    In diesem Blogbeitrag teile ich meine Konzeption des Lernangebots sowie meine Reflexion dazu. Vielleicht kannst du das eine oder andere davon in deiner pädagogischen Praxis weiternutzen.

    Meine Perspektive auf Twin Transition in der Bildung

    Wie oben beschrieben meint Twin Transition die verschränkende Betrachtung der beiden großen Transformationsprozesse von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. In der Bildung blicke ich auf Twin Transition weniger als ein Lernen über Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Wichtiger finde ich es, Lernende zu gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu befähigen und sie dazu ermutigen, für eine nachhaltige Entwicklung zu wirken.

    Einstiegsfolie im Lernangebot zu Twin Transition in der Bildung

    Hier gibt es einen 3-Minuten-Podcast von mir zu Twin Transition, den ich auch im Rahmen des Lernangebots verwendet habe.

    Konsequenzen für die pädagogische Konzeption

    Dieser inhaltlich-strategische Blick auf Twin Transition hatte direkte Konsequenzen für die pädagogische Konzeption. Denn ich wollte vor diesem Hintergrund einen pädagogischen Doppeldecker gestalten:

  • Lernenden ermöglichen, relevantes Wissen und Ideen zu erhalten, wie sie Twin Transition in ihrer jeweiligen pädagogischen Praxis umsetzen können.
  • Lernenden ermöglichen, eine veränderte Art von Lernen praktisch zu erleben, so dass sie das dann auch in ihrer pädagogischen Praxis umsetzen können.
  • Umgesetzt habe ich das, indem ich erstens konsequent vom Lernen ausgegangen bin. Das bedeutet, dass immer an den Vorerfahrungen und Fragen der Lernenden angesetzt wurde und sie dabei unterstützt wurden, ihre Lernprozesse selbst zu gestalten und zu reflektieren. Zweitens kam KI-Technologie im Sinne einer LernAssistenz zum Einsatz. Drittens sorgte ich für einen guten, möglichst prägnant erklärbaren Rahmenbau, der vor allem auch Austausch mit Peers sicherstellte. Und viertens konnten Lernende flexibel und freiwillig entscheiden, was sie wann und wie lernen wollten.

    Übersicht zur Konzeption

    Grundsätzlicher Aufbau

    Das Lernangebot lief über vier Wochen mit einem kurzen, 30minütigen Auftakt zum Onboarding und anschließenden, wöchentlichen Lernimpulsen. Zum Abschluss trafen wir uns für zwei Stunden für eine gemeinsame Auswertung.

    Die Lernimpulse wurden über die Website Twin-Transition-Lernen.de zur Verfügung gestellt. Zusätzlich gab es eine eingerichtete Messenger-Gruppe über Signal.

    Für das Gelingen des Lernangebots finde ich vor allem drei Aspekte der Konzeption wichtig:

    1. Strukturierter Fragen-Rahmen

    Ich wollte erreichen, dass Lernende sich das Thema Twin Transition für ihre pädagogische Praxis erschließen konnten. Aufgrund der Vielfalt der Hintergründe der Teilnehmenden brauchte es hierfür einen gemeinsamen Rahmen, der erstens offen genug war, um allen ihren Lernweg zu ermöglichen. Zweitens sollte darin sowohl die Erschließung von bestehendem Wissen, als auch die Entwicklung eigener Ideen möglich sein. Drittens musste vor dem Hintergrund des Selbstlernens auch der Aspekt der Motivation und der Entwicklung eines eigenen Anliegens berücksichtigt werden.

    Um das zu erreichen kombinierte ich den so genannten ‚Golden Circle‘ mit der Aufforderung immer erst mit dem ‚Warum?‘ zu beginnen, mit der ‚What? So what? Now what?‘ Methode der Liberating Structures.

    Daraus ergaben sich (sehr passend für die vier Wochen Lernzeit) vier Lerneinheiten:

  • Warum ist Twin Transition für dich ein relevantes Thema?
  • Was genau ist mit Twin Transition gemeint?
  • Welche Schlussfolgerungen ziehst du daraus?
  • Wie willst du Twin Transition in deiner pädagogischen Praxis angehen?
  • Folie zur Vorstellung der vier Lerneinheiten beim Onboarding-Treffen

    Ich habe mich darum bemüht, jede dieser Lerneinheiten ähnlich aufzubauen:

    • mit einer Erläuterung der Frage
    • mit einem Impuls (als Audio oder Video) von mir zur Beschreibung des vorgeschlagenen Vorgehens beim Lernen
    • mit einer konkreten ‚Anleitung‘
    • mit einer Einladung zur Reflexion

    Besonders stimmig fand ich Lerneinheit 2: Hier ist es – zumindest meiner Einschätzung nach – sehr gut gelungen, dass ich nicht Input, sondern Navigationsunterstützung vorgab. Du kannst dir die Einheit hier ansehen.

    2. Austausch-Räume

    In keinem Fall wollte ich ein Lernangebot, bei dem alle nur für sich selbst lernen. Vor diesem Hintergrund habe ich erstens direkt in das Lernangebot Austauschräume vorgesehen:

    • Wir hatten eine gemeinsame Signal-Gruppe, die jetzt auch nach dem Lernangebot bestehen bleibt und aus der sich im besten Fall eine Community of Practice entwickeln kann.
    • Für jede Woche konnte man sich für einen Lernbuddy-Austausch anmelden. Aus allen Anmeldungen habe ich dann immer per Zufall Paare gebildet, die ihre Kontaktdaten gegenseitig erhielten und sich dann eigenständig verabreden konnten.
    Formular zur Anmeldung am Lernbuddy-Austausch

    Zweitens habe ich immer wieder dazu eingeladen, auch das eigene Netzwerk für Resonanz zu nutzen. Etwa durch die Einladung via Social Media Reflexionen zum eigenen Lernen zu veröffentlichen, ein Lerntagebuch im eigenen Blog zu schreiben oder auch einfach mit Kolleg*innen in den direkten Austausch dazu zu gehen.

    Schließlich gab es drittens auch noch das bereits erwähnte Onboarding und das Abschlusstreffen.

    3. Scaffolding-Prinzip

    Für das selbstbestimmte Lernen haben wir vor allem auf KI-Technologie im Sinne einer LernAssistenz gesetzt. Ich habe hier in den Lernimpulsen das Prinzip des Scaffoldings genutzt:

    • Ich habe zunächst einen sehr klaren, weiternutzbares Prompt zum Erkunden angeboten und genau beschrieben, wie sich dieser nutzen lässt.
    • Anschließend folgte die Ermutigung, auf Basis dieser ersten Erkundung zu einer eigenen Formulierung und selbst gestalteten Nutzung zu kommen.

    Dieses Prinzip finde ich gerade im Kontext einer noch relativ neuen Technologie sehr zielführend.

    Zum Scaffolding gehört für mich auch, dass bei Bedarf immer direkte Hilfe und Unterstützung zur Verfügung steht. Hierzu hatten wir einen prominenten ‚Hilfe‘-Button auf der Website, über den man direkt eine Frage stellen konnte.

    Hilfe-Seite auf der Website

    Nachteilig kann an dieser Gestaltung sein, dass das Erkunden der Technologie wichtiger wird, als die eigentliche Erschließung der Inhalte. Das wurde so auch als eine Beobachtung im Abschlusstreffen geteilt. Optimal wäre es wahrscheinlich, jetzt auf Basis der erreichten Learnings noch einmal ein ähnliches Lernangebot zu machen und da dann den Fokus auf die Inhalte legen zu können.

    Meine Reflexion und Learnings

    Wir haben das Lernangebot beim Abschlusstreffen gemeinsam ausgewertet. Alle Beteiligten gaben hier an, dass sie sich solch ein Lernen auf jeden Fall auch zukünftig vorstellen können. Dieses Ergebnis muss man aber mit Vorsicht betrachten. Denn für das Lernangebot hatten sich gut 50 Personen angemeldet. Zum Auftakttreffen waren rund 40 Personen da; beim Abschlusstreffen dann nur noch knapp 20 Personen. Das bedeutet also: die, die dabei blieben, wollen solch ein Lernen auch zukünftig für sich wahrnehmen. Von denjenigen, die abgesprungen sind, weiß ich das nicht.

    Der ‚Schwund‘ an Teilnehmenden wirkt hier auf den ersten Blick recht dramatisch. Auf der anderen Seite finde ich es insgesamt einen großen Erfolg, dass fast die Hälfte bei solch einem Lern-Experiment dabei blieb. Hinzu kommt, dass ich im Online-Kontext immer sehr viel Abspringen erlebe. Auch ich selbst mache das oft so, dass ich mich zu etwas anmelde, aber dann doch nur kurz reinschnuppern, aber nicht ‚richtig‘ mitlernen kann. Von denen die dabei blieben, wurde in jedem Fall die fehlende Zeit und an zweiter Stelle die Herausforderung der Selbstdisziplin beim Lernen genannt – weniger aber fehlender Austausch oder Überforderung mit den Aufgaben.

    Auswertung beim Abschlusstreffen

    Das bringt mich auch direkt zu der für mich wichtigsten Schlussfolgerung: Wir müssen Lernen sichtbarer machen! Das bedeutet: Zu Lernangeboten wird es zukünftig unbedingt dazu gehören, sich über das Lernen selbst (nicht nur über die jeweils konkreten Inhalte) auszutauschen und dazu Räume zur Verfügung zu stellen. Die Herausforderung ist für mich hier insbesondere, auch diejenigen, die noch eher unerfahren sind, zur offenen Reflexion zu ermutigen. Das ist doppelt herausfordernd, weil erstens fehlt es in diesen Fällen oft an ‚eigenen Kanälen‘, wie einer Social Media Präsenz oder einer eigenen Website, was ich versucht hatte, durch Kommentierungsmöglichkeit auf der Website und auch durch das Angebot der Signal-Gruppe abzuschwächen. Zweitens gibt es oft noch eine größere Unsicherheit beim Lernen. (Einige erwähnten im Abschlusstreffen zum Beispiel, dass sie vom Teilen eigener Learnings abeschreckt wurden, weil andere – aus ihrer Sicht – so super professionelle Sachen geteilt hatten). An dieser Herausforderung möchte ich sehr gerne weiterdenken!

    Weiternutzung & Feedback

    Ich habe die Website mit den Lernimpulsen minimal überarbeitet, so dass keine direkten Links zu Formularen oder der Signal-Gruppe mehr vorhanden sind. Du kannst die Website gerne nutzen, um die Lernimpulse jetzt im Alleingang oder mit Kolleg*innen zum Lernen aufzugreifen. Außerdem können die Inhalte – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit – gerne weiter genutzt werden.

    Zur Website

    Ich wünsche viel Freude dabei und bin immer neugierig auf Feedback und weitere Ideen!

    Danke an EPALE für das gemeinsame Experimentieren und an alle Teilnehmenden, die sich darauf eingelassen haben. 🙂

    #Lernkulturveränderung #MethodenLernformate #Nachhaltigkeit #OnlineLernen

    Theaterwissenschaft als Fernstudium: Fernstudium Infomaterial stellt aktuelle Studiengänge 2025 vor. Von Bachelor bis Master, mit Infos zu Kosten, Dauer und Berufsaussichten. Studieren Sie flexibel von zu Hause aus und vertiefen Sie Ihr Wissen in Theatergeschichte, Regie und Dramaturgie. Auch berufsbegleitend möglich! #FernstudiumInfomaterial #Theaterwissenschaft #OnlineLernen https://fernstudium-infomaterial.de/fernstudium/theaterwissenschaft/
    Fernstudium Theaterwissenschaft: Studiengänge 2025 & Ratgeber

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