Superman

Immer wenn es in der Vergangenheit um Superheldencomics ging, wurde ich nicht müde zu betonen, dass ich die Geschichten und Figuren aus dem Hause #Marvel jenen des Mitbewerbers #DC ein wenig vorzöge – mit der einzigen Ausnahme #Batman, der ja generell der coolste sei. #Superman hingegen erklärte ich in seiner klassischen Version stets für langweilig und bevorzugte ihn in einer „umgedrehten“ Variante wie beispielsweise in der Injustice-Reihe1 – oder wenn er aus welchen Gründen auch immer von Batman auf die Mütze bekam.

Das hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt.

Die sind beide gut

Inzwischen will ich Marvel und DC gar nicht mehr gegeneinander aufwiegen.2 In beiden Universen gibt es spannende Figuren und in beiden können wunderbare Geschichten erzählt werden – manchmal sogar in beiden zusammen.

Insgesamt habe ich halt deutlich mehr aus dem Haus der Ideen gelesen und kenne mich dort ein wenig besser aus. Bei DC habe ich mich aber auch schon immer wohlgefühlt und das ausdrücklich nicht nur beim dunklen Ritter und seiner Bat-Familie. Und in letzter Zeit reizen mich eben zunehmend die ganz klassischen Geschichten des Kryptoniers und seiner Anverwandten.

Der Martha-Zwischenfall

Irgendwann hatte ich von all der Düsternis schlicht die Nase voll. Spätestens 2016, als das Batman-verkloppt-Superman-Motiv in der unsäglichen „Martha-Szene“ aus Batman v Superman seinen Tiefpunkt erreichte, war das Thema für mich ausgelutscht.

Ich konnte dem DCEU und dem Snyderverse durchaus hier und da was abgewinnen – aber ab da stand mir wieder mehr der Sinn nach Optimismus, Zuversicht und Hoffnung. Also legte ich Injustice und Co. beiseite und wandte mich dem guten alten Big Blue Boyscout in seiner ursprünglichen Form zu.

Mehr Hoffnung wagen

Daher kam mir die filmische Neuauflage von James Gunn im letzten Jahr auch sehr gelegen. Diese durchweg positive und idealistische – und von mir aus auch ein wenig naive – Interpretation des idealtypischen Helden hat mir ausnehmend gut gefallen. Und natürlich rettet er das Eichhörnchen!

Nennt mich altersmilde, aber das sind genau die Geschichten, die ich gerade lesen will. Von jemandem, der mit Güte, Hoffnung und Zuversicht den Übeln dieser Welt begegnet und dabei all seine absurd große Macht so behutsam und dosiert wie möglich einsetzt, weil der Zweck eben nicht die Mittel rechtfertigt. Womöglich habe ich die Figur des Superman in den Jahrzehnten zuvor auch einfach nicht richtig verstanden – wobei ich mich erinnere, dass ich ihn als ganz kleiner Junge auch immer cool fand.

So oder so, ich erinnere mich in diesen Tagen wieder gern an jene #Comics, die diesen guten alten Superman in Szene setzen und führe mir all jene zu Gemüte, die mir noch fehlen könnten.

Gelesen und für gut befunden

Schon vor vielen Jahren habe ich mit großem Genuss den Klassiker aus dem Jahr 2003 Superman: Red Son beziehungsweise Genosse Superman von Mark Millar verschlungen, in dem die Geschichte einer Parallelwelt erzählt wird, in der die Raumkapsel mit dem kleinen Kal-El nicht in Kansas, sondern in der frühen Sowjetunion landet. Ein bisschen geht das natürlich auch in Richtung „böser Superman“ – aber eben nicht ganz. Denn auch in dieser Variante ist er im Grunde seines Herzens rechtschaffen, was sich spätestens am Ende der Geschichte offenbart.

Ähnlich lange her ist meine Lektüre von Kingdom Come aus dem Jahr 1996 mit den beeindruckenden fotorealistischen Zeichnungen von Alex Ross. Inzwischen mag ich den sehr textlastigen Stil nicht mehr allzu gern, aber der Epos über die gealterten DC-Heldinnen und Helden, die sich einer neuen Generation gnadenloser Superhelden stellen muss, zählt natürlich ebenso zu den Klassikern.

Als 2011 das komplette DC-Universum unter dem Titel #New52 – mal wieder – resettet wurde, habe ich eine ganze Menge der damals gestarteten Serien an- oder sogar durchgelesen. Darunter auch die diversen Superman-Reihen. Besonders interessant fand ich den Anfang von Action Comics, in dem die ersten Gehversuche des jungen Clark Kent in Metropolis beschrieben wurden.

In den letzten Monaten habe ich dann einen ganzen Schwung älterer und neuerer Supes-Stories durchgeschmökert und zwar: Superman for All Seasons beziehungsweise Superman: Ein Held fürs ganze Jahr von Jeph Loeb aus dem Jahr 1998, All-Star Superman von Grant Morrison aus den 2000er Jahren, Superman Up in the Sky beziehungsweise Superman: Jenseits der Erde von Tom King aus dem Jahr 2020, Superman: The World von 2025 mit Geschichten von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt, darunter auch unser Flix und schließlich Supergirl: Woman of Tomorrow beziehungsweise Supergirl: Die Frau von morgen von Tom King, was ja die Vorlage des gleichnamigen Films werden soll.

Haben mir allesamt viel Spaß gemacht und sind unbedingt zu empfehlen.

Weiterlesen – mit Bitte um Empfehlungen

Aber dabei will ich es nicht belassen. Ich brauche mehr. Die einschlägigen Listen der „besten Superman Comics“ führen neben den oben genannten noch folgende auf:

Superman Unchained aus der New52-Ära, Trinity mit Batsie und Wonder Woman von Matt Wagner,  Was wurde aus dem Mann von Morgen? beziehungsweise Whatever Happened to the Man of Tomorrow? und/oder For the Man Who Has Everything von Allan Moore, Superman: Erde Eins von JMS oder What’s so Funny about Truth, Justice & the American Way?

Was meint ihr? Können die was? Was fehlt noch auf der Liste? Von Allan Moore mal abgesehen, will ich eigentlich auch nicht über die 90er hinaus gehen. Und was ist mit ganz neuen Ansätzen wie Absolute Superman? Oder geht das nicht wieder in die olle Grimmig-und-Düster-Richtung?

Bin gespannt auf eure Tipps.

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  • Basierend auf einem Videospiel wird in den begleitenden Comics die Geschichte eines Superman erzählt, der nach einem schweren Schicksalsschlag zum bösen Diktator der Erde wird.[↑]
  • Immerhin habe ich auch immer problemlos mit Playmobil UND Lego gespielt.[↑]
  • #Batman #Comics #DC #Marvel #New52 #Superman
    Lesetagebuch: DC vs. Marvel / Access von Amalgam-Comics | nerdlicht.net

    Die Superheldinnen und Helden von Marvel und DC gemeinsam in einem Comicheft? Das ist tatsächlich schon öfter vorgekommen, zuletzt Ende der 90er Jahre.

    nerdlicht.net | Eskapistisches Egozine seit 2007
    #Art #SuperWoman #CrimeSyndicate #LoisLane #Earth3 #New52 #DC #DCComics #DCUniverse
    #TheCrimeSyndicate #TheCrimeSyndicateOfAmerica #CrimeSyndicateOfAmerica
    An old drawing, drawn sometime in the late 2010s. I have some new drawings, but I don't have time to publish them.
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    An old drawing, drawn sometime in the late 2010s. I have some new drawings, but I don't have time to publish them.

    Time to restart the #DCAMU - the series of 16 animated films, largely inspired by DC's #New52 comic book era

    I only own 11 of the films on Blu-Ray (though I swear I have copies of #JusticeLeagueWar and #WonderWomanBloodlines somewhere)

    For the missing gaps I'll hunt around the streaming services on my Firestick. Here we go!!

    #DC #DCAnimated #DCUniverse #Batman #Superman #TheFlash #WonderWoman #Aquaman #Constantine #GreenLantern #SuicideSquad #JusticeLeague #JayOliva #SamLiu #JustinCopeland

    Das Große Nerdlicht-Abecedarium: B

    Ein #Abecedarium ist eine muntere alphabetisch sortierte Auflistung von Begriffen – im Grunde ein kleines Lexikon, das sich nicht allzu ernst nehmen muss. Wie geschaffen für eine #Blog-Rubrik. Lest und bestaunt also das Große Nerdlicht-Abecedarium!

    Diesmal zum Buchstaben B wie

    Batman

    In den großen weiten Welten der Superheldengeschichten ziehe ich in der Regel die #Comics aus dem Hause #Marvel jenen von #DC vor. Ein wenig zumindest, in Wahrheit mag ich sie alle beide.1

    Eine Sonderstellung unter den Helden über alle Verlage und Universen hinweg hatte bei mir immer #Batman. Was ihn interessant macht, ist zum einen seine Sonderstellung als einfacher Mensch, der sich trotzdem unter den gottgleichen DC-Helden behaupten – und sie im Notfall sogar besiegen – kann. Und dann war es die endgültige Entwicklung der Figur und seines Umfelds hin zu einem ernsten, brutalen und – vermeintlich – realistischen Ton in und ab den 90ern, die ich damals reizvoll fand.

    Inzwischen muss ich gestehen, dass ich viele der seither replizierten Handlungsmotive etwas über habe. Ein- vielleicht zweimal war es ja ganz witzig, dass er in einem Zweikampf gegen #Superman bestehen oder sogar gewinnen kann. Aber spätestens seit dem unsäglichen „Martha-Moment“ gehört das abgehakt.

    Ja, schlechte Verfilmungen gelten nicht und nach dem #New52-Run habe ich Batmans originäre Abenteuer auch nur noch sporadisch verfolgt. Dennoch bleibt mein Gefühl, dass die Figur inzwischen ein wenig auserzählt ist.2

    Interessanterweise gilt das weniger für das Universum, das um ihn herum gestrickt wurde. Batman-Geschichten ohne Batman haben für mich unverändert großen Reiz, seien es die Gotham-Central-Comics über den Alltag in einem „normalen“ Polizeirevier oder zuletzt die TV-Serie über den Pinguin.

    Battlestar Galactica

    Seit ich die Neuauflage des guten alten Kampfsterns Galactica mit einiger Verspätung konsumiert habe, ist #BattlestarGalactica meine liebste #ScienceFiction-Serie überhaupt. Meine diesbezügliche Begeisterung habe ich schon oft kundgetan, zunächst in einem sehr ausführlichen Bingetagebuch: Battlestar Galactica, später habe ich mich sogar zu einer Rechtfertigung des vermeintlich verkorksten Serienfinales hinreißen lassen. So say we all!

    Bingetagebuch

    Für die mehr oder weniger regelmäßigen Berichte über meinen zunehmenden Serienkonsum habe ich 2017 die Blogrubrik Bingetagebuch eingerichtet.3 Zunächst befüllte ich sie überwiegend mit Sammelartikeln über meinen aktuellen Streamingstand, ging dann aber mehr und mehr zu Einzelartikeln über konkrete Serien über. Regelmäßige vom #slbstgsprchlr inspirierte Best-of-Listen runden das Angebot ab.

    Blog

    Um gleich die wichtigste Frage zu klären: der oder das Blog? Da es sich ursprünglich um eine Abkürzung von „Weblogbuch“ handelt, tendiere ich zum sächlichen Artikel und gebe mir Mühe, diesen auch durchgehend zu verwenden. In meinem allerersten Post Anno 2007 vergleiche ich dieses Medium mit den guten alten Egozines, weswegen dieser Begriff auch unverändert seinen Platz im Untertitel meines Auftritts hat.

    Seitdem ist meine Freude ungebrochen, hier meine ungeordneten Gedanken zu allerlei Zeugs kundzutun. Dabei bin ich mir für keine vermeintlich überkommene Tradition zu schade und nehme regelmäßig diverse Aktionen, Paraden, Stöckchen und Challenges mit.

    Auch das Entdecken, Lesen und Verlinken anderer Blogs ist meine Lieblingsbeschäftigung im Netz. Auch wenn ich sonst nicht so zu übertriebener Nostalgie neige, ist mir diese traditionellere Form des Internets dann doch am liebsten.

    Blog Comment Challenge (BCC)

    Zum zehnjährigen Jubiläum meines Blogs hatte ich mir eine kleine Aktion überlegt und zwar die Blog Comment Challenge 2017 beziehungsweise #BCC17. Darin hatte ich mich selbst dazu herausgefordert, über den Zeitraum von zehn Wochen insgesamt zehn Blogs mit je zehn Kommentaren zu beglücken.

    Hat damals ganz gut funktioniert – heute sind leider nur noch vier dieser Blogs im Netz zu finden, weswegen ich auch nur vier der entsprechenden Artikel behalten habe.

    Könnte man eigentlich mal wieder machen, oder?

    Blogger/Blogspot

    In den ersten fünf Jahren fand man dieses Blog auf Googles Plattform Blogger beziehungsweise Blogspot, wie sie ursprünglich hieß. Damals noch unter dem etwas sperrigen Titel Schreiberlings Egozine.

    Ich habe Blogger in recht guter Erinnerung – tatsächlich weiß ich aber kaum noch, wie das da funktioniert hat. Für den Einstieg und den Anfang war ein solches Rundum-Wohlfühl-Paket jedenfalls ziemlich hilfreich. Den Umzug auf den eigenen Server mit eigener #WordPress-Installation habe ich jedoch nie bereut.

    Blogroll

    Wie es sich für ein traditionsbewusstes Blog gehört, habe ich natürlich auch eine Blogroll, auf der ich jene Seiten verlinke, die ich gern regelmäßig lese. Müsste dringend mal aktualisiert und erweitert werden. Aber man kommt ja immer zu nix.

    Bluesky

    Seit meine einstige Lieblings-Social-Media-Plattform #Twitter endgültig dem Bösen anheimgefallen ist, tummele ich mich neben Mastodon gern bei #Bluesky. Der Microblogging-Hoffnungsträger scheint mir inzwischen ganz gut etabliert zu sein und macht mir zumindest einigen Spaß. Mal schauen, wie lange das hält. Auch hier heiße ich übrigens HerrKowski.

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  • Und die anderen natürlich auch: Invincible, The Boys, Umbrella Academy, die wenigen Sachen von Image, die ich kenne und so weiter und so fort[↑]
  • Was mich natürlich nicht daran hindert, immer mal wieder zu einem Batman-Sammelband zu greifen.[↑]
  • und später einige ältere Artikel zum Thema nachverschlagwortet[↑]
  • #Abecedarium #Batman #BattlestarGalactica #BCC17 #Blog #Bluesky #Comics #DC #Marvel #New52 #ScienceFiction #slbstgsprchlr #Superman #Twitter #WordPress
    Bingetagebuch: Battlestar Galactica

    Mit etlichen Jahren Verzögerung präsentiere ich hier meine ultimative Lobhudelung der besten Science-Fiction-Serie aller Zeiten.

    nerdlicht.net | Eskapistisches Egozine seit 2007

    Lesetagebuch: Urlaubslektüre Ostern 2025

    Ich bin begeistert! In den beiden Urlaubswochen rund um das höchste Fest der Christenheit habe ich Zeit und Muße für ausgiebige Lektüre gefunden. Genug Stoff also für einen kleinen Eintrag ins Lesetagebuch. Zur Sicherheit platziere ich hier eine milde

    WARNUNG VOR DEM SPOILER

    “Verlorene der Zeiten” von Max Gladstone und Amal El-Mohtar

    Auf dem Klappentext wird dieser #ScienceFiction-Roman von 2019 als “virales Twitter-Phänomen” angepriesen. Ist damals1 aber irgendwie an mir vorbeigegangen. Mir fiel er letztes Jahr in einer US-Buchhandlung in die Hände – dort natürlich unter seinem Originaltitel “This is How You Lose the Time War”. Da ich dann doch lieber digital und übersetzt lese,2 landete er erst etwas später auf meinem E-Book-Reader.

    Ich habe ja ein großes Faible für Briefromane, daher gefallen mir Aufbau und Struktur der Geschichte außerordentlich gut. Auch sonst kommt das Buch nicht gerade als klassischer SF-Roman daher.3 Die beiden Schreibenden legen zumindest mehr Wert auf Wort- und Sprachkunst, als es in den meisten Genrewerken üblich ist. Entstanden ist die Geschichte vermutlich aus einer Art koordiniertem Round-Robin-Projekt. Die abwechselnden Kapitel werden stets aus der Sicht einer der beiden Kombattantinnen des im Original titelgebenden Zeitkriegs geschildert.

    Bis auf eine handlungsrelevante Zeitschleife ist dieser Krieg jedoch kaum mehr als ein amüsantes Setting für die Romeo-und-Julia-Geschichte, die sich zwischen den beiden Hauptfiguren entwickelt. Spaß macht dieses Setting dennoch und beflügelt die Fantasie der SF-begeisterten Lesendenschaft.

    “Ich bin viele” (Bobiverse 1) von Dennis E. Taylor

    Seit ich vor etlichen Jahren in einem #Podcast – ich glaube, es war “Weltenflüstern” – davon erfahren habe, schiebe ich die Lektüre der Bobiverse-Reihe vor mir her. Dabei hat mich die Grundidee sofort fasziniert. Held der bislang vier Romane ist nämlich Bob, ein verstorbener Softwareentwickler des frühen 21. Jahrhunderts, dessen Bewusstsein 100 Jahre später aus seinem eingefrorenen Gehirn in eine KI hochgeladen wird, um Von-Neumann-Sonden zu steuern, die das Universum nach besiedelbaren Planeten durchforschen sollen. Aus dem einen Bob werden daher sehr schnell sehr viele, was den Titel des ersten Bandes erklärt.

    Ich habe selten einen Roman so schnell in einem Rutsch durchgelesen. Wie ich es erhofft hatte, wird die großartige Grundidee sehr gekonnt und spannend ausgeführt. Die Themen Raumfahrt und Erforschung des Weltalls – aber auch philosophische Gedanken zum Wesen des Bewusstseins – werden sehr detailliert und angemessen behandelt. Science-Fiction im allerbesten Sinne also.

    Einen ganz kleinen Abstrich muss ich allerdings machen – auch wenn ich dem Buch drüben bei Goodreads volle Punktzahl gegeben habe: Es ist leider ziemlich eindeutig ein Jungs-Roman. Weibliche Protagonisten4 sind äußerst dünn gesät, Bob tritt manchmal etwas zu penetrant als männlicher, weißer Gen-X-Nerd auf5 – und vor allem erinnert die Darstellung der “primitiven” Außerirdischen etwas zu sehr an den anthropologischen Forschungsstand eines Was-ist-was-Buchs der 70er Jahre.6

    Ansonsten aber großartig! Freue mich auf Teil zwei.

    Entenhausen Edition 91

    Seit etwa 20 Bänden werden in dieser Carl-Barks-Komplettausgabe die Dagobert-Duck-Geschichten aus der Feder des Meisters abgedruckt – selbstverständlich in der Übersetzung der großartigen und sprachgewaltigen Dr. Erika Fuchs. Dieses Heft enthält zu meiner Freude größtenteils Geschichten, die ich kaum mehr erinnere oder sogar noch nie gelesen habe. Darunter die zweite Begegnung mit Mac Moneysack, der hier mit herrlich durchschaubaren Tarnnamen unterwegs ist.

    Mosaik 591: “Bertha macht’s”

    Obwohl als Wessi aufgewachsen liebe ich die #Comics der Abrafaxe und feiere gerade mit ihnen ihr 50. Jubiläum. Im Jubeljahr sind Abrax, Brabax und Califax in monatlichen Einzelabenteuern unterwegs. In Heft 591 treffen sie auf Bertha Benz und begleiten sie auf ihrer legendären ersten Autofahrt. Wie immer sehr amüsant und lehrreich – und natürlich hervorragend gezeichnet.

    “Das Mündel der Drachen” (Die Vagabunden 1) von Robert Corvus

    Romanhefte sind Schnee von Gestern? Weit gefehlt! Erst kürzlich hat der Bastei-Verlag mit “Die Vagabunden” eine neue #Fantasy-Reihe aus der Feder von Robert Corvus gestartet. Sind zwar erst einmal nur zwölf Hefte – aber es zeigt: das Format ist noch lange nicht vergessen.

    Dennoch muss ich gestehen, dass die Geschichte mein Interesse erst weckte, als Band eins als kostenloses E-Book angeboten ward. Und ich muss sagen: Das ist richtig gut. Ein recht klassisches Fantasy-Setting zwar mit Orks, Drachen und Magie – aber interessant und spannend erzählt.

    Ob ich indes auch die folgenden Heftchen lese, habe ich noch nicht final entschieden.

    Batman: Three Jokers

    Ich habe ewig nicht mehr ausführlich in die Superhelden-Geschichten aus dem Hause #DC reingelesen und bin fast gar nicht mehr auf dem Laufenden – nicht einmal, was das Schicksal meines Lieblings #Batman angeht.7

    Der #New52-Run war der letzte Erzählstrang, den ich komplett verfolgt hatte. Nur am Rande habe ich danach aufgeschnappt, dass Batman zum Gott der Weisheit wird, es auf einmal drei Joker gibt und schließlich ein Joker-Batman-Hybrid durch die Gegend springt. Es wurde also höchste Zeit, dass ich rauskriege, was es damit auf sich hat.

    Das mit den drei Jokern hat mir recht gut gefallen. Im Grunde die Idee, dass der Joker eigentlich eine Rolle ist, die weitergegeben wird – so impliziert es ja auch die Schlussszene des unsäglichen zweiten Jokerfilms. Der Comic wirft diese Idee am Schluss jedoch wieder über den Haufen und lässt schließlich offen, ob es nicht doch immer nur einen Joker gegeben hat. Gefällt mir. Dass der dann aber durch die Hintertür noch ein Origin verpasst kriegt, entwertet die Geschichte und die Figur wieder ein wenig.

    Dark Nights Metal: Dark Knights Rising

    Und dann war The Batman Who Laughs dran. Gesehen hatte ich den schon oft in den einschlägigen Subreddits – nun weiß ich endlich, was es mit ihm auf sich hat. Gleichzeitig habe ich das negative DC-Multiversum kennengelernt, was mich ein wenig an die Incursion-Nummer bei #Marvel erinnert – und wenn ich es recht bedenke, steht der Maker als Negativversion von Mr. Fantastic womöglich auch ein wenig Modell. Aber ich schweife ab.

    Dieser Band fasst jedenfalls die Ursprungsgeschichten von insgesamt sieben negativen Batman-Varianten zusammen. Geradezu ideal, um mich auf Stand zu bringen. Somit weiß ich jetzt voll bescheid über den Joker-Batman,8 den Doomsday-Batman,9 den Flash-Batman,10 den Ares-Batman,11 den Cyborg-Batman,12 den Green-Lantern-Batman13 und die Aquawoman-Batwoman.14 Ich mag sowas.

    ––––––––––––

  • als es Twitter noch gab und es schön dort war[↑]
  • Schande über mich![↑]
  • was immer das sein mag[↑]
  • ja, neben Bob kommen noch zahlreiche andere Leute vor[↑]
  • was ich persönlich natürlich lustig finde[↑]
  • nur die Männer gehen auf die Jagd und erfinden Feuersteinäxte – das 19. Jahrhundert hat angerufen und will sein Frauenbild zurück[↑]
  • Wobei meine Begeisterung für den Dunklen Ritter über die Jahrzehnte nachgelassen hat. Vor allem dieses Batman-besiegt-Superman-Motiv ging mir zunehmend auf den Senkel.[↑]
  • der sterbende Joker infiziert den Batman dieser Welt mit einem speziellen Gift und macht ihn zu einer Kopie seiner selbst[↑]
  • um einen durchgedrehten Superman zu besiegen, infiziert sich dieser Batman mit einem Doomsday-Virus[↑]
  • dieser Batman stiehlt Flash die Speedforce und verschmilzt dabei mit ihm[↑]
  • nachdem seine geliebte Wonderwoman stirbt, setzt er den Helm von Ares auf und wird so zum Kriegsgott[↑]
  • sehr abgedreht: nach dem gewaltsamen Tod von Alfred baut Batman ein KI-Backup des Butlers, das ihn letztlich in einen Cyborg umbaut[↑]
  • direkt nach dem Tod seiner Eltern in der Crime-Alley erwählt ihn ein Ring, er dominiert ihn so stark, dass er Joe Chill damit ermorden kann und eine Art Punisher mit grünem Ring wird[↑]
  • eine genderswapped Batwoman legt sich mit den Atlantern an und wird quasi selbst zu einer[↑]
  • #Batman #Comics #DC #Fantasy #Marvel #New52 #Podcast #ScienceFiction

    Update on the tribute piece to cliff Chiang and his cover for Wonder Woman issue 1 for the new 52. #tribute #cliffchiang #cliffchiangtribute #wonderwoman #new52 #bronwyn #celtic #celticmythology #drawing #illustration #comics #drawingexercises #wip