Hintergrund | SWR: BASF-Nachfahrin will künftiges Millionenerbe spenden
Marlene Engelhorn (29), Nachfahrin des BASF-Gründers, will von ihrem künftigen Millionenerbe nach eigenem Bekunden mindestens 90 Prozent abgeben. "Große Erbschaften verschärfen die Ungleichheit massiv, und wenn wir eine Armutsschwelle haben, wäre es allerhöchste Zeit, dass wir eine Reichtumsschwelle einziehen", sagte Engelhorn der "Süddeutschen Zeitung". Kritisch sieht sie es, wenn Reiche mit ihren Spenden auf sich aufmerksam machten. "Der Versuch, Ungleichheit durch gönnerhaftes Charity-Wesen zu beseitigen, ist nur das Streicheln des eigenen Egos." Philanthropen täten nicht immer Gutes, sondern seien in Zielkonflikten... (
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Meine Meinung: Wenn sie das so durchzieht ist das sehr gut und auch der Gedanke einer Reichtumsschwelle ist so schlecht nicht. Wobei an sich in einem staatlichen Konstrukt eben jener Staat für die Umverteilung zuständig wäre, zuständig dafür zu sorgen das keiner arm und keiner zu reich ist, dass die berühmt berüchtigte Schere nicht zu weit auseinander geht, weder nach Unten noch nach Oben. Zu ermöglichen das jeder ein gutes Leben mit vollem Teilhabe an Gesellschaft und Kultur hat. Problem dabei ist das der Staat in Deutschland, obwohl wir da im internationalen Vergleich wohl noch recht gut dastehen, das ziemlich schlecht macht. Was wohl vor allen an der Verquickung mit Kapitalismus und dem daraus erwachsenen Neoliberalismus liegt.
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