Auch kleine Handlungen können große Auswirkungen haben – kurze Einführung zu Mikroaggressionen auf knapp 2 Seiten

Saadi, Iven/Debus, Katharina (2025): Mikroaggressionen. In: Klemm, Sarah/Wittenzellner, Ulla (Hrsg.): Geschlechterreflektierte Pädagogik gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus. Berlin: Dissens – Institut für Bildung und Forschung. S. 12–13. schnig.dissens.de/handreichung
Unter diesem Link finden sich auch die anderen Texte aus den Kurzverweisen im Text und das Literaturverzeichnis der gesamten Broschüre.

Das Konzept ist aus unserer Sicht hilfreich, um

• verstehbar zu machen, wie viele kleine Handlungen zu großen Verletzungen führen können
• Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen
• eigene und anderer Menschen Reaktionen auf scheinbar kleine Handlungen einordnen zu können
• die Relevanz kleiner Verletzungen für die Bildungsteilhabe einordnen und weitervermitteln zu können

Im kurzen Artikel, der mal ein erläuternder Text-Kasten war, geben wir einen kurzen Einblick ins Konzept und in Folgen häufig erlebter Mikroaggressionen allgemein sowie für die Bildungsteilhabe.

#Diskriminierung #Antidiskriminierung #Mikroaggressionen #Bildungsteilhabe #Antidiskriminierungspädagogik #diskriminierungsreflektiertePädagogik #diskriminierungskritischeBildung #Pädagogik #pädagogikbubble #FediLZ

Schnittstelle Geschlecht: Handreichung | Schnittstelle Geschlecht

Das Projekt bietet Workshops und Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und Interessierte zum Thema geschlechterreflektierte Pädagogik als Rechtsextremismusprävention.

50 Jahre Forschung ohne Beweis: Große Worte, wacklige Fundamente – @sebtillmann.bsky.social über das Konzept #Mikroaggressionen:

Mikroaggressionen: 50 Jahre Fo...
Mikroaggressionen: 50 Jahre Forschung ohne Beweis

Große Worte, wacklige Fundamente

Nullhypothese

"In #Diversity -Trainings, universitären Leitfäden und therapeutischen Kontexten hat sich das Konzept der #Mikroaggressionen fest etabliert. [...] Nach 50 Jahren Forschung wurden die zentralen Behauptungen über Mikroaggressionen wissenschaftlich nie belegt."

https://open.substack.com/pub/nullhypothese/p/mikroaggressionen-50-jahre-forschung

Mikroaggressionen: 50 Jahre Forschung ohne Beweis

Große Worte, wacklige Fundamente

Nullhypothese
Heute früh #mdRzA auf einer kleinen Vorfahrtsstraße. Silbrig-weißes Mercedes Coupé mit zwei jüngeren Männern drin kommt von rechts und hält im letzten Moment knapp nen Meter über dem weißen Strich, gerade so, dass ich einen kleinen Schlenker fahren muss.
Es sind diese dauernden #Mikroaggressionen , die Leute aufbringen gegen alle, die „irgendwie so aussehen“.
Gefährlich.
#Radverkehr #gesellschaft #Stadtverkehr

Wieso gibt es eigentlich so viele Versionen des Genderns?
Ganz einfach! Weil jede Form etwas anderes bedeutet. Es folgen ein paar Beispiele.

"Unter uns Ärzten..." heißt "Aus unserer Sicht sind Frauen und andere Geschlechter nur etwas andere Männer. Daher erforschen wir Ovarialkrebs auch nur an Männern".

"Wir sind ein Berufsverband für Richterinnen und Richter..." bedeutet "Unter uns gibt es keine Person, die sich offen als etwas anderes als Mann oder Frau identifiziert und mit unserer Sprache schaffen wir ein entsprechendes Klima, damit das auch so bleibt".

"Frauen und Menschen anderer Geschlechter sind mitgemeint" heißt "Wir haben uns eingehend mit dem Thema befasst, wissen, dass die patriarchale deutsche Sprache voller Mikroaggressionen ist und sind uns über unseren Bildungsauftrag bewusst, aber haben uns aus reiner Boshaftigkeit dafür entschieden, das aggressive Patriarchat zu unterstützen".

"Wir Lehrenden" "haben alles bereits komplett aufgegeben. Haltet uns da bitte einfach raus!".

"Unter uns Aktivisti" "hat sich aus unbekannten Gründen diese Form durchgesetzt. Wir verwenden sie fast ausschließlich für das Wort Aktivisti und sind uns dann nie sicher, ob das die Einzahl- oder Mehrzahlform ist".

"Liebe Menschen und Menschinnen" heißt "Ich bin ein riesen Arschloch, das glaubt, sich über Menschen, die sich für ihre Rechte einsetzen, lustig machen zu müssen".

"Unter uns Journalist:innen" "hat sich, nachdem das irgendwer mal vor zehn Jahren im Darknet gelesen hat, die Meinung einzementiert, dass der Genderdoppelpunkt für Screen Reader lesbarer ist".

"Wir sind eine Gruppe von Frauen*" -> Siehe "Menschen anderer Geschlechter sind mitgemeint" mit dem Zusatz "aber nicht willkommen".

"Ich bin für ein Genderverbot" heißt "Ich bin ein nicht geouteter Nazi und verwende deshalb nicht die Formulierung >>Deutsch dem Deutschen!<<".

(Das ist so natürlich alles nicht ganz ernst gemeint und ich will auch niemenschen aufzwingen, wie mensch zu gendern hat. Je nach dem wo und von wem, bin ich auch über (fast) jede Form des Genderns froh. Nur dort, wo ich eigentlich erwarte, dass sich die Personen wirklich mit dem Gendern befasst haben und eine dieser Formulierungen verwendet wird, kommen mir manchmal diese oder ähnliche Gedanken. Und ich hab einfach noch nie ein vernünftiges Argument gegen das Gendersternchen gehört.)

#gendern #GenderGerechteSprache #MikroAggressionen #Patriarchat #GenderVerbot #mitgemeint

Sowohl in „#Behinderung und #Ableismus“ als auch in „#Behindert und stolz“ werden #Mikroaggressionen thematisiert. Kleine Handlungen gegenüber Marginalisierten, die selten absichtlich böse und oft sogar eigentlich gut gemeint sind. 1
#Mikroaggressionen - das sind subtile Demütigungen und Herabsetzungen, die Betroffene in der Summe stark belasten können. Manchmal werden sie mit Mückenstichen verglichen: Wird man einmal gestochen, juckt es nur für kurze Zeit. Bekommt man aber immer wieder an die gleiche Stelle einen Stich, verheilt er vielleicht nie. #Rassismus #Psychologie
https://www.spektrum.de/news/rassismus-sind-mikroaggressionen-real/1960354
Wie tausend kleine Mückenstiche

Erleben Menschen subtile Demütigungen und Herabsetzungen, spricht man auch von Mikroaggressionen. Das Konzept ist bis heute umstritten, die Folgen sind aber durchaus real.

Spektrum.de