Mann ohne Land: Kurt Vonnegut
Gelesen von Harry Rowohlt
Wie alle Moralisten ist Kurt Vonnegut zuerst einmal Pessimist. Er liebt die Menschen genug, um sie lächerlich zu finden, und er liebt das Leben genug, um sich gut gelaunt nach dem Tod zu sehnen. „Falls ich je sterben sollte“, schrieb Vonnegut einmal, „soll dies der Spruch auf meinem Grabstein sein: Der einzige Beweis, den er für die Existenz Gottes brauchte, war Musik.“ Musik ist Vonneguts Lebenselixier, vor allem der Blues. „Durch Musik mag praktisch jeder das Leben lieber als ohne sie.“
Als „Mann ohne Land“ präsentiert sich Vonnegut, weil ihm die damalige US-Regierung wie eine Besatzung des guten, alten Amerika vorkommt. Bush sei durch einen „Mickey-Mouse-Putsch“ an die Macht gekommen und benehme sich nun wie ein machtbesoffener Schimpanse und antidemokratischer Rüpel.
Nach vielen Jahren legte Kurt Vonnegut, einem alten weisen Mann mit Narrenfreiheit ähnlich, ein Buch über sein Land und zugleich einen wunderbaren Blick auf das Leben vor, der Autobiographisches und politische Analyse verbindet: schonungslos und kritisch, zugleich melancholisch und voller Humor und Wärme.
„Mann ohne Land“ ist ein lebenskluges und zugleich eminent politisches Buch.
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