Die "Zeit der Mutigen" von Dinev beendet. Und es hat sich bewahrheitet, was ich insgeheim befürchtet hatte: Dinev schafft es nicht wirklich, all die zahlreichen Erzählfäden gegen Ende zu verbinden, es bleibt disparat und die letzten 100 Seiten stehen unter dem Motto "fertig werden". Das ist so offenkundig wie - traurig. Trotzdem empfehlenswert, eine sehr eindrucksvolle Chronologie des 20. Jahrhunderts aus der Sicht eines Ost-Mitteleuropäers. 1/2

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Dinevs "Zeit der Mutigen": Nach 850 Seiten kann ich eine Leseempfehlung aussprechen. Es gibt immer wieder großartige Teile, wunderbare Geschichten, wobei gerade dieser Geschichtenreichtum auch zu einem Problem wird. Denn nicht immer fügt sich alles zu einer Einheit, manches wirkt ein wenig disparat. Zu den eindrucksvollsten Passagen gehören jene, die das Lebensgefühl im kommunistischen Bulgarien widerspiegeln, den Überwachungsstaat beschreiben, 1/2

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Weiter im Dinev: Allein das Kapitel über das Lager Belene macht dieses Buch schon zu einer Empfehlung. Ilja Trojanow hat einen Film darüber gemacht (leider nicht mehr verfügbar). Deshalb nochmal diese Hörempfehlung (recht klug, wenn auch die Einleitung ein bisschen melodramatisch ausfällt). Das, was die Qualität des Kapitels ausmacht, ist die politische Klugheit, ein wenig an M. Sperber erinnernd.

https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2019/11/05/das_erbe_von_belene_bulgariens_verdraengte_vergangenheit_dlf_20191105_1915_fbe6e7df.mp3

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Nochmal Belene: Es ist - wenn man sich mit solchen Dingen zu beschäftigen beginnt - stets schlimmer als vermutet. So gut wie alle dieser Verbrecher gingen straflos aus, sie profitieren noch heute von den Gräueltaten. Das offizielle Bulgarien changiert zwischen Verleugnung und Verklärung, Geschichtsunterricht über die kommunistischen Lager, die Verbrechen zwischen 1944 - 1989 gibt es nicht. 1/2

https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2019/11/05/das_erbe_von_belene_bulgariens_verdraengte_vergangenheit_dlf_20191105_1915_fbe6e7df.mp3

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Dinevs "Zeit der Mutigen": Ein langes, nur schwer erträgliches Kapitel über das kommunistische KZ Belene, in dem nach dem 2. Weltkrieg Tausende Menschen an Erschöpfung starben oder einfach ermordet wurden. Mit dem Wissen um die grausame Realität dieses Lagers musste ich bei der Lektüre immer wieder mal pausieren. Eigentlich mag ich so was nicht mehr lesen, die Welt ist beschissen genug ...

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Weiter in Dinevs "Zeit der Mutigen": Nach 200 Seiten (bleiben noch knapp 1000) hab ich mich mit Stil und Erzählweise besser angefreundet. Viele Stränge (nicht verwunderlich bei dem Umfang), viele kleinere Geschichten in der Geschichte. Leider muss ich wegen der Augenprobleme die Lesezeit immer noch beschränken, gerade in so umfangreiche Romane versinke ich gern für längere Zeit. Aber - ich mag den Roman lieber als zu Beginn. Gutes Zeichen.

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Mal wieder einen umfangreicheren Roman begonnen: Dimitré Dinevs "Zeit der Mutigen". Nach wenigen Seiten lässt sich wenig sagen, aber noch hat mich das Buch nicht wirklich in seinen Bann gezogen. Ein bisschen schwerfällig, "hölzern" wäre übertrieben, dennoch irgendwie mühsam. Umfang, Aufbau erinnern mich an Nino Haratischwili ("Das achte Leben. Für Brilka"), von dem ich hingegen sofort hin- und mitgerissen war.

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Dimitré Dinev: "Das Wort Migrationsliteratur ist eine der größten Demütigungen"

Der Gewinner des Österreichischen Buchpreises im Gespräch über Verzweiflung als Antrieb, das Schreibhandwerk, dicke Bücher und rechte Lügen

DER STANDARD

https://oe1.orf.at/artikel/723995/Oesterreichischer-Buchpreis-an-Dimitre-Dinev

Kennt jemand das Buch bzw die "Engelszungen", Dinevs bisher bekanntestes Werk? Würde mich mindestens so sehr reizen wie der neue ungarische Nobelpreisträger.

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Österreichischer Buchpreis an Dimitre Dinev

Der Österreichische Buchpreis 2025 geht an Dimitre Dinev für seinen 1150-Seiten-Roman "Zeit der Mutigen", ein Opus magnum über Gewalt und Unterdrückung, Liebe und Magie, Tod und Leben. Miriam Unter...

oe1.orf.at
Das #Technikmuseum #Berlin hat vom #DINeV eine Materialsammlung zur Geschichte der Normung in Deutschland übernommen. Einen kurzen Überblick über den Bestand und darin enthaltener Archivalien gibt folgender Blogbeitrag: https://magazin.technikmuseum.berlin/2024/06/07/genormte-menschen-und-andere-normen/
Genormte Menschen und andere Normen | Mensch Technik!