Johannes Rotter – „Wir sind die Rosinskis“ (2016)

Ich liebe sie einfach, die Thalbachs! Alle! Katharina kommt mir im Alter am nächsten. Und sie ist die größte von allen. Was ich hier so enthusiastisch über den George geschrieben habe, verdient sie wohl mindestens zweimal. Ganz wie der, hat sie eigentlich auch ihr eigenes Genre geprägt. „Ein Film mit Katharina Thalbach“, mehr Grund brauche ich nicht zum Einschalten. (ARD, Wh.)

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Axel Ranisch – „Familie Lotzmann auf den Barrikaden“ (2018)

Hier musste ich erst mal nachschlagen ob diese ziemlich einmalige Produktion (2018) tatsächlich aus dem (deutschen) ARD-Degeto Haus stammt und nicht etwa von Helmut Zenker und Peter Patzak aus dem glücklichen Nachbarland Österreich. Glücklich sind die Menschen dort, weil brillante TV-Satire zwischen Wien, Salzburg und Innsbruck einfach die größere Tradition hat, als etwa ausgerechnet in Wolfsburg, Niedersachsen. (ARD, Wh.)

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Bartosz Werner – „Anderst Schön“ (2015)

Oliver Jungen nannte den Film in der FAZ (Paywall) eine „Ostalgie-Kitschkomödie“. Damit hat er sicher nicht unrecht. Aber genau das macht Charlie Hübner hier zum Gewinner. Heimspiel, sozusagen. (ARD, Wh.)

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Kida Khodr Ramadan – „In Berlin wächst kein Orangenbaum“ (2020)

Für über 100 TV- und Kinoproduktionen hat Kida Khodr Ramadan in den letzten 20 Jahren gearbeitet – und ist damit wohl einer der fleißigsten Schauspieler in Deutschland. Sehr kleine Nebenrollen als Gangster/Türke/Araber/Immigrant vom Dienst wuchsen im Laufe der Jahre zu abendfüllenden Charakterstudien, in denen er, selbst bei untergenialen Drehbüchern, immer den maximalen Eindruck bei seinem Publikum (mir!) hinterlassen hat. (ARD, Wh.)

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Die Qualität der @tagesschau -Beiträge ist mWn in den letzten Jahren massiv gesunken*. Heutiges Beispiel: ein Bericht über #Wirtschaftsfragen und insbesondere die #Automobilindustrie als ganz großes Ding bei der #BaWü-Wahl #LTWBW26, der außer Allgemeinplätzen keinerlei Problemaufriss schafft, geschweige denn mögliche Lösungen diskutiert. Was hätte mensch da auf die tatsächlichen programmatischen Unterschiede der Kandidaten eingehen können. Was hätte man nicht alles an externer Expertise bzgl. des #Transformationsbedarf der #Autoindustrie aufgreifen können. Nix, nada, niente! So bleibt es komplett wischiwaschi - der #ÖRR wird seiner #Medienverantwortung null gerecht. ARD: "Es isch die Wirtschaft, du Seckel!"

🔗 https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/baden-wuerttemberg-landtagswahl-wirtschaft-100.html

Edit: Und ja, das gilt auch für zugelieferte und in gewisser Weise kuratierte Beiträge wie die der Programmtöcher (hier: #SWR)...

* Keine Ahnung, ob das mit der aktuellen #ARD-Programmdirektorin, der #CDU-Frau und #Schäuble-Tochter #christinestrobl zu tun hat, aber die hätte in jedem Fall bei der #degeto bleiben können, denn der #Rechtsruck des großen Senders in den letzten Jahren ist brandgefährlich.

Welches Thema den Wahlkampf in Baden-Württemberg dominiert

Jobabbau und Zukunftsängste in der Autoindustrie bestimmen den Wahlkampf in Baden-Württemberg. Wem trauen Wählerinnen und Wähler am ehesten Lösungen zu?

tagesschau.de
Lars Jessen, Jan Georg Schütte – „Micha denkt groß“ (2024)

Improvisation ist immer ein Risiko. Sie kann schiefgehen oder glücken – hier passiert beides gleichzeitig, und genau das macht seinen Reiz aus. Der Film ist ein Destillat aus sechs Drehtagen, in denen keine Zeit war für Wiederholungen, dafür umso mehr für Zwischenräume, Blicke, Geräusche, Körpersprache. Vielleicht ist das die ehrlichste Form von Schauspiel: Der Versuch, in Echtzeit zu bestehen. (ARD, Wh)

Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/huebner-schuette-jessen-micha-denkt-gross-2024/
Aron Lehmann – „Was man von hier aus sehen kann“ (2022)

Kein Film über das Sterben – sondern über das Leben im Schatten dessen, was unausweichlich ist. Und wie sehr sich dieser Schatten in Wärme verwandeln kann, wenn niemand allein gelassen wird. Ein ganzes Dorf, das längst weiß, dass das Leben nicht planbar ist, reagiert auf den Tod nicht mit Panik, sondern mit vorsichtiger Zärtlichkeit. (ARD, Wh.)

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@Reinald

Ja, das ist die spannende Frage!

A. Staatsfunk wäre zukunftssicher im Falle einer #AfD-#Machtergreifung. Also lieber nicht.

B. Reform wäre super:

1. Einkommensabhängige Gebühren ohne Deckelung (alle Einkommensarten).

2. Deckelung der Entlohnung von Intendantʔinnʔen und "Stars".

3. Ausnahmslos keine Lizenzzahlungen mehr an die #Sportmafia, Abwicklung der #Degeto.

4. Demokratisch gewählte und/oder ausgeloste Rundfunkräte.

5. Abschaffung der Werbung.

6. Mehr reine Textbeiträge im Web.

7. Alle Produktionen #publicDomain o.ä.

Leider sind solche Reformen nicht mal ansatzweise durchsetzbar, heute weniger als je zuvor.

C. Abschaffen fände ich schon aus #Nostalgie schade, aber da das #Niveau stark Richtung RTL und Bild absinkt, verlieren wir vielleicht nicht mehr viel?

Im Gegensatz zu den allermeisten in meiner #linksgrünversifft…, äh, #linksliberalen Bubble sehe ich den #ÖRR schon seit Jahrzehnten sehr kritisch.

Meine Gründe waren und sind:

1. Unsoziale Finanzierung! Wer 10 k€/a hat, zahlt das gleiche wie ein #TomBuhrow mit 450 k€/a.

2. Umverteilung von unten nach oben. Die ÖR-Stars kriegen viel zu viel Geld, z.B. #MarkusLanz 1.9 M€/a von uns "armen Schluckerʔinneʔn".

3. #BrotUndSpiele-Programm dominiert über #Information, auch finanziell. Die Kosten für #Leistungssport-Events, incl. hunderte von Millionen Lizenzgelder an die #OK (#FIFA, #IOC usw.). Dazu niveaulose #Unterhaltung von #Degeto.

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@BR24
Na, das ist doch eine tolle Nachricht für die #DeGeTo: Ihre seit Jahrzehnten praktizierte übererklärende Erzählweise setzt sich jetzt auch international durch