@hallunke23
Also ich bin kein Jude, aber mir stellt sich die Situation so dar: Es gibt drei Arten, wie man jüdisch bzw. antisemitsich sein kann:
1) religiös
2) kulturell
3) per Abstammung (nach „Rasse“)
Streng genommen ist man nur dann Jude, wenn die Mutter Jüdin war bzw. ist (Mama's baby, papa's maybe).
Religion war das Opium des Volkes und nicht gern gesehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Opium_des_Volkes
Die Christen wurden aber gegängelt, die Juden soweit ich weiß nicht. Kinder mussten in den Schulklassen aufstehen, wenn sie christlich waren.
Kulturell: Es wurden sogar die #Chanukkia-Leuchter in VEBs hergestellt.
https://fewfee.bookfocus.surf/index.php?main_page=product_info&products_id=1482266
Material war knapp. Produktion staatlich gelenkt, die jüdische Minderheit extrem klein. Dennoch wurden entsprechende Produkte hergestellt.
Soweit ich weiß, gab es innerhalb des natürlich beschränkten Rahmens der DDR (war für alle beschränkt), keine speziellen Einschränkungen für Juden.
Es gab auch Kinderferienlager (Golzow) für jüdische Kinder, in denen sie lernten, wie man Schabbat feiert:
https://www.mdr.de/religion/juedisches-leben/juden-in-der-ddr-renate-aris-herbert-lappe100.html
3) Das gab es höchstens noch in den Köpfen von ein paar übrig gebliebenen Nazis, aber ganz sicher nicht von offizieller Seite. Im Prinzip war es egal. Von den Sängern von City und Stern Meißen wusste ich nicht, dass es Juden waren. Das habe ich erst voriges Jahr in einer Ausstellung über jüdisches Leben erfahren.
#DDR #Juden #Antisemitismus