Neulich im #RE5 nach Koblenz, wir stehen noch im #bonnhbf und es kommt die Durchsage: »Meine Damen und Herren, wir stehen wieder vor der roten Lichterkette des Wahnsinns« :D Anscheinend ist schon den ganzen Tag ein technischer Defekt zwischen #bonnhbf und #badgodesberg, schön dass man das auch mal erfährt, bei allen Infokanälen hab ich davon noch nix gelesen :( Danke an das tolle Zug-Team!

Wiederanschluss an den Fernverkehr

Bonn Hbf., 25.11.-2.12. 3 h – Wundersame Bahn CLXXI

Die FAZ meldet es (mit Safari Paywall, mit Firefox war es paywallfrei). Wie in der guten alten Zeit vor 2002 wird Bonn Hbf. eine Woche lang an den DB-Fernverkehr angeschlossen. Wie zu der Zeit, als ich das Berufspendeln zwischen Bonn und Düsseldorf noch genossen habe.

Damals gab es – nahezu im 20-Minuten-Takt – drei Fernverkehrsverbindungen in der Stunde, zwei ICs, ein Interregio. 2002 war die erste ICE-Schnellstrecke Köln-Frankfurt fertiggestellt. Für ICEs wurde und wird ein höherer Tarif verlangt, der in weiten Teilen NRWs bis heute nicht durch Verkehrsleistung berechtigt ist. Die ICEs fahren wie ICs – nur teurer. Ausser auf dieser teuren neuen Strecke. Die ist praktischerweise für andere Zugtypen, Güterzüge gar, technisch unbenutzbar. Ihr Gefälle ist nur von ICEs überwindbar. Nun soll sie saniert werden.

Private Bahnbetreiber, die in o.g. FAZ-Bericht zitiert werden, bezweifeln, dass die Bahn das in einer Woche schafft. Mmh, ich neige aus Erfahrung zu ähnlichen Zweifeln. Andererseits ist der DB für ihren teuren ICE nichts zu teuer. Das bleibt also spannend.

Ebenso darf bezweifelt werden, dass die sowieso schon vielgenutzte Rheintalstrecke den Zusatzverkehr dieser ICEs überhaupt aufnehmen kann. Wie ich die DB kenne, werden andere Zugtypen zurückstehen müssen – dort, wo es überhaupt noch eins der wenigen Überholgleise gibt. Es sind also wir, die Nahverkehrs- und 49-€-Ticket-Kund*inn*en, die vorsorglich viel Lesestoff mit sich führen sollten, damit wir uns nicht so viel mit Ärgern beschäftigen.

Statt Ärgern: Good News von Cosmo

Als ich mich heute morgen über das DLF-Programm ärgerte, entdeckte ich diese Alternative zum Ärgern: Daily Good News – Rechtspopulismus, Naturkatastrophen, Terrorismus: Bad News sind gut für das Geschäft. Deswegen schätzen wir die Weltlage oft düsterer ein, als sie wirklich ist. Die COSMO Daily Good News legen den Fokus auf die guten Nachrichten. Denn die Welt ist besser, als die meisten Menschen denken.” Geht doch.

Wiederanschluss an Fernverkehr - Beueler-Extradienst Beuel & Umland

Bonn Hbf., 25.11.-2.12. 3 h – Wundersame Bahn CLXXI Die FAZ meldet es (mit Safari Paywall, mit Firefox war es paywallfrai). Wie in der guten alten Zeit vor 2002 wird Bonn Hbf. eine Woche lang an den DB-Fernverkehr angeschlossen. Wie zu der Zeit, als ich das Berufspendeln zwischen Bonn und Düsseldorf noch genossen habe. Damals gab es – nahezu im 20-Minuten-Takt – drei Fernverkehrsverbindungen in der Stunde, zwei ICs, ein Interregio. 2002 war die erste […]

Beueler-Extradienst

Klimanlage funktionierte!

Wundersame Bahn CLVIII – Entspannt im ICE
Das erste Ferienwochenende in NRW – da ist im Verkehr immer das Schlimmste zu befürchten. So entschloss ich mich zum Verzicht auf das 49-€-Ticket und kaufte mir mit meiner Bahncard 50 am Bahnhof Beuel – bei einem richtigen Menschen, dieses Mal allerdings eine Urlaubsvertretung – ein […]

https://extradienst.net/2023/06/26/klimanlage-funktionierte/

Klimanlage funktionierte!

Wundersame Bahn CLVIII - Entspannt im ICE Das erste Ferienwochenende in NRW - da ist im Verkehr immer das Schlimmste zu befürchten. So entschloss ich mich zum Verzicht auf das 49-€-Ticket und kaufte mir mit meiner Bahncard 50 am Bahnhof Beuel - bei einem richtigen Menschen, dieses Mal allerdings...

Beueler-Extradienst

Vor dem nächsten Ticket

Die Freuden des Nahverkehrs in der Wundersamen Bahn CXXXIII

Das 9-Euro-Ticket ist vorbei. Das 49-Euro-Ticket steht bevor – ob und wann es tatsächlich kommt, wer weiss das? Dazwischen fährt die Bahn im Normalbetrieb. Die Spannung vor und für den Weihnachts-/Neujahrsverkehr, traditionell eine Hochsaison, wie sonst nur die Freitagnachmittage, steigt. Dafür waren meine gestrigen Erfahrungen in ihrer Ambivalenz vielsagend. Es ging mal wieder nur bis Ehrenfeld.

Hinfahrt über Bonn Hbf. bis Köln-West. Zeitig am Hbf., Zubringerdienst der Bonner Linie 62 perfekt, trotz Rushhour ist nichts überfüllt, auch nicht auf dem Bahnsteig. Ein IC nach Berlin-Ostkreuz “fällt aus” wg. Streckensperrung zwischen Berlin und Hannover. Warum bedient der Fernzug NRW und Niedersachsen nicht bis Hannover? Ein Geheimnis der Bahn. Auf dem gesperrten Streckenabschnitt würde er sowieso nirgends halten. Wolfsburg? Bekanntlich nur manchmal …

Darüber nachdenkend ein Schock. Ein Güterzug brettert ohne Vorwarnung (Bahnsteiganzeige, Lautsprecherdurchsage) mit Höchstgeschwindigkeit durch den Bahnsteig von Süd nach Nord. Aus Moers nichts gelernt? Der Bruder eines alten Friedensbewegungs- und Journalismusfreundes ist seit den 70er Jahren schwerbehindert, weil ihm damals auf diesem Bahnsteig 1 eine fliegende Eisenstange in seinen Rücken donnerte. Ich war nicht dabei, aber allein diese Geschichte hat mich traumatisiert, dass ich bei jeder Durchfahrt im Bonner Hbf. in Deckung flüchte und genau hinsehe.

Dann erscheint der “National Express” nach Köln pünktlich. Darin meine charmante Abendbegleitung, die einen Sitzplatz freihält. Vom Bahnsteig bringe ich einen alten WG-Genossen mit, den ich dort zufällig traf. Er ist Pensionär und macht Vaterschaftsvertretung für einen jüngeren Kollegen – Teilzeitberufspendler. Angenehm störungsfreie und entspannte Fahrt nach Köln-West. Danach Spaziergang durch den früh dämmernden Abend zum Aperitif.

Die Rückfahrt

Eine Fahrt von Köln-Ehrenfeld nach Bonn-Beuel sollte für die Bahn keine Überforderung sein. Denkt der Laie. In der heimelig-gemütlichen Bahnsteigunterführung Ehrenfelds, nächtlich regelmässig von Notleidenden bewohnt, der Versuch am Automaten ein Ticket zu ziehen. Die KVB zwingt auch bei hohem Verbundsfahrpreis zur Münzzahlung – für die DB zu absurd? Nein, nicht wirklich. Der Schlitz für Geldscheine ist an beiden Automaten verklebt. Sabotage? Absicht? Funktioniert jedenfalls nicht. Ich erklimme den Bahnsteig, um in der Unterführung am anderen Ende mein Glück zu versuchen.

Oben bemerke ich, dass ein Zug nach Beuel bereits einfährt. Nicht der, den ich angepeilt habe, sondern der davor – mit 45 Minuten Verspätung. Der DB-Navigator hatte nichts davon angezeigt. Ich riskiere es und steige ohne Ticket ein. Meine Ehrenfelder Freundin bot sich mir als Zeugin für die Automatenstörung an. Die eigentliche Störung, vom DB-Navigator auch angekündigt, stand für den Zug erst noch bevor: Umleitung über Köln-Süd und Südbrücke auf die andere Rheinseite. Nebeneffekt: freie Platzwahl im Zug. Zugbegleitung zum Ticketerwerb und zur Automatenstörungs-Meldung Fehlanzeige. Wir dürfen wohl froh sein, dass sich überhaupt jemand zur Steuerung des Zuges gefunden hat.

Die Verspätung vergrössert sich trotz langsamer Fahrt bis Beuel nicht. Ich komme beinahe an, wie geplant – nur mit dem früheren Zug. Der DB-Navigator zeigte mir mittlerweile den Ausfall späterer Züge an. Und die Fahrt war faktisch und ohne meine Absicht nicht nur die Letzte dieses Abends auf dieser Strecke, sondern faktisch auch kostenfrei. Das war knapp. Ich bin ein Sonntagskind.

Idyllisches Vogelgezwitscher noch vor der Morgendämmerung weckte mich aus meinen Träumen (Steirer Vermuth, Weissburgunder, Spätburgunder, Dessertwein) und liess mich diese Geschichte aufschreiben. Jetzt lege ich mich wieder hin, und schlafe das Versäumte nach. Wir haben es gut im Rheinland.

Vor dem nächsten Ticket

Die Freuden des Nahverkehrs in der Wundersamen Bahn CXXXIII Das 9-Euro-Ticket ist vorbei. Das 49-Euro-Ticket steht bevor - ob und wann es tatsächlich kommt, wer weiss das? Dazwischen fährt die Bahn im Normalbetrieb.

Beueler-Extradienst

Das übliche Chaos

Wundersame Bahn CXXXII Das kennen Sie sicher. Wenn Sie das Schlimmste erwarten, kann es nicht mehr schlimm kommen. Wer sich am 11.11. in die Bahn begibt – im Rheinland! – weiss, was er tut. So geschah es. Am Hauptbahnhof teilte mir die Anzeigetafel mit: “Der Zug fällt aus”. Normal. Automatische Reaktion des Nervensystems: was steht gerade auf Bahnsteig 1 Richtung Norden? Oh, nichts. Aber ein RE5 nach Wesel steht auf Gleis 2, also Tempo! Sicher, […]

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Wundersame Bahn CV

Ganz oben – und ganz unten

Anlässlich eines zu besuchenden 90. Geburtstages, und weil die Bahn mir für die Sommerferien eine “Schnupperbahncard” für Updates in die 1. Klasse schenkte – mann gönnt sich ja sonst nichts – schenkte ich mir heute eine 1.-Klasse-Bahnreise. Ich fasse den Schluss zusammen. Es lief gut. Lag aber nicht daran.

Erstes Ferienwochenende. Der Medienberichterstattung zufolge brach an Deutschlands Flughäfen, mindestens an dem in Düsseldorf, alles wesentliche zusammen. Wie sah es auf den Autobahnen aus? Weit weniger Medienlärm. Wahrscheinlich wie immer. Da Ferienbeginn war, war bei der Bahn mutmasslich Freitag/Samstag der schwierigere Teil. Heute fuhr ich auf geratewohl zum Bonner Hbf., um, wie früher in der guten alten Pendelzeit (1990-2002), einfach den nächsten Zug zu nehmen, der kam. Es war ein verspäteter ICE nach Berlin. Selbst die 1. Klasse war fast komplett reserviert. Ich erwischte einen Doppelsitz, der erst ab Gütersloh belegt war. Gütersloh? Seit wann halten da ICEs? Hat das Bertelsmann bestellt? Auch bezahlt? Für meine Reise nach Essen wars egal. Keine Zwischenfälle. Alles zügig.

Zur Rückfahrt erreichte ich einen IC mit geringfügiger Verspätung (5 min). Ein 6er-Abteil – ja, die gibts noch – für mich alleine. Seit hundert gefühlten Jahren funktioniert der Lautstärkeregler für den Abteillautsprecher nicht. Das war schon immer so. Leider sind, anders als in den früheren D-Zügen mit den bordeauxroten Kunstledersitzen. die Sitze nicht mehr zu einer kompakten Liegefläche ausziehbar. Nachteilig verändert: die Toilette. In früheren ICs bin ich gerne vom Speisewagen aus in ein 1.-Klasse-Klo gegangen. Sie waren mit schwarzmarmorigen Plastikwänden designt, grosszügige Spiegel, und vor allem grosszügiger Platz. Heute war das eine Zelle wie in der 2. Klasse.

Ab Leverkusen-Küppersteg wurde Schritt gefahren, bis Köln die Verspätung auf 15 Minuten ausgebaut. Baustellenaktivitäten waren zu erkennen, am Sonntag! Wenn es für den RRX ist – gerne. Wird langsam Zeit, dass was passiert. Leider heute keine Umleitung über Deutz/tief direkt nach Beuel. Bereits in Köln-Süd wurde die Mittelrheinbahn zur Überholung angehalten. Hätte es nicht auch für eine Überholung in Sechtem gereicht? In dieser Regionalbahn sitze ich gewöhnlich und ärgere mich. Zu ihrer planmässigen Ankunftszeit erreichten wir mit dem IC Bonn. War das nun den Aufpreis wert? Entscheiden Sie selbst.

Wundersame Bahn ganz unten

Um Berlin rum gibt es einen Speckgürtel und dann gaaaanz lange (fast) nichts. Die Bahnen, die dort noch fahren, will die Landesregierung von Brandenburg, so heisst die – zugegeben bisweilen recht hübsche – Einöde, überwiegend dichtmachen. Die ist “rot-schwarz-grün” – und handelt auch so, wie es ihre Wähler*innen, viele sind es nicht (knapp 1,3 Mio.), dummerweise bestellt haben.

ICEs und ICs rasen mehrheitlich durch. Es bereitet während der Fahrt Mühe, in dem Tempo die Schilder zu lesen, welcher Bahnhof, bzw. sein Überrest, gerade durchfahren wird. Wie teuer oder billig mag dort das Wohnen sein? Nunja, auch riesige landwirtschaftliche Flächen, die prächtig von grossindustriellen Maschinenparks bearbeitbar sind, werden gerne von Investmentfonds aufgekauft und ihre Preise für Bäuerinnen und Bauern in unerreichbare Höhen aufgeblasen. Wer mag da noch anhalten?

Wenn Sie wissen wollen, wo es schön ist, lesen Sie Tucholsky. Damals fuhr die Bahn noch.

Wundersame Bahn CV

Ganz oben - und ganz unten Anlässlich eines zu besuchenden 90. Geburtstages, und weil die Bahn mir für die Sommerferien eine Schnupperbahncard für Updates in die 1. Klasse schenkte - mann gönnt sich ja sonst nichts - schenkte ich mir heute eine 1.-Klasse-Bahnreise.

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Durchgefallen

Wundersame Bahn C

Mein gestriger Test des “9-Euro-Tickets” zwischen Bonn und Köln-Ehrenfeld ergab für den Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und die Deutsche Bahn Regio ein, auch für mich erfahrenen Bahn-Hasen,  überraschend eindeutiges “Durchgefallen”. Und das kam so.

Hinfahrt von Bonn Hbf. nach Köln-Süd: volle aber nicht überfüllte 62 zum Hbf., kein Problem. Am Hbf. wurde die Mittelrheinbahn mit 30 Min. Verspätung gemeldet, ebenfalls kein Problem. Ich war im RE5 dahinter verabredet, der mit nur 6 Min. Abstand folgen sollte, so dass die langsamere Mittelrheinbahn, die immerhin drei- statt zweiteilig fuhr, die Bahnsteige für ihn leerräumte. Dennoch waren auch seine Stehplätze gut gefüllt. Mir hatte eine am UN-Campus zugestiegene Freundin einen Sitzplatz freigehalten. Super. Wir amüsierten uns über die Display-Informationen, die uns empfahlen, uns “nicht nebeneinander” zu setzen, und “Abstand” zu halten. Hahaha.

Es folgte ein entspannender Spaziergang durch Kölns Grünanlagen mit einem lustvollen abschliessenden Abendessen. Ich strebte in Köln-Ehrenfeld den – sicherheitshalber! – drittletzten Zug nach Bonn-Beuel an. In der Wartezeit informierte eine Angabe an der Bahnsteiganzeige und eine Lautsprecherdurchsage, dass die Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Menden wegen eines Feuerwehreinsatzes gesperrt sei, und von Troisdorf bis Linz ein Schienenersatzverkehr per Bus eingerichtet sei. Blödes Pech dachte ich, und kalkulierte im Kopf, ob ich ab Köln Hbf. nicht eine linksrheinische Verbindung bevorzugen sollte.

In der Wartezeit verliessen zwei S-Bahnen Köln-Ehrenfeld Richtung Siegburg, wo theoretisch eine Stadtbahnlinie 66 Richtung Beuel erreichbar gewesen wäre. Nachdem die S-Bahnen weg waren, erklärte die Ansage, dass meine Regionalbahn (und auch die zwei fahrplanmässig folgenden) komplett ausfalle. Theoretisch verkehrt die ab Mönchengladbach – und warum nicht bis Troisdorf? Noch nicht einmal bis Köln Hbf. Was das mit der Feuerwehr in Menden zu tun haben sollte, blieb unklar.

Immerhin erschien in Ehrenfeld ein verspäteter RE1 aus Aachen, der mich zum Hbf. brachte. Theoretisch hätte ich dann noch die Rücklichter der Mittelrheinbahn nach Bonn Hbf. gesehen. Aber auf manche Dinge ist doch Verlass: sie hatte angekündigte 20 Min. Verspätung. Mit 30 Min. Verspätung erschien sie dann, und nur einteilig, also gut voll mit Passagieren und Fahrrädern, und so kaum in der Lage, Verspätung wieder aufzuholen.

In einem “Verkehrsverbund” denkt der Laie, würden die Verkehrsmittel aufeinander abgestimmt. Wenn eine volle Bahn aus Köln Bonner*innen spätnachts nachhause bringt, dann warten halt die “Anschlüsse”, bis sie da ist. Hahaha, wie naiv manche Leute doch sind.

Mein Durchgang durch den U-Bahnhof ergab, dass die nächste 66 nach Beuel “in 38 Min.” fahre. Oben an der Thomas-Mann-Str. sah es mit den Nachtbusverbindungen ganz ähnlich aus. Bewegung soll ja sehr gesund sein. Ob es nach Mitternacht Bonuspunkte vom Hausarzt gibt? Ich ging zu Fuss zum Adenauerplatz und wurde tatsächlich von keinem ÖPNV-Verkehrsmittel überholt. Nachts um 1 ist Bonn “geschlossen”, die Bürgersteige hochgeklappt. Immerhin: eine Feiergesellschaft am Brückenforum liess sich davon nicht irritieren.

Fazit: von Tür (in Ehrenfeld) zu Tür (zuhause in Beuel): 2 Stunden. Früher schaffte ich in dieser Zeit Münster-Bonn. Da “wir” ja Autarkie von allen “Bösen” in der Welt anstreben, war das vielleicht ein alltagskultureller Vorgeschmack, was das praktisch bedeutet. Mann lernt nie aus.

Was kann ich Ihnen fürs kommende lange Pfingstwochenende raten? Halten Sie sich von allen Verkehrsmitteln fern! Vor allem am Freitag und Montag. Machen Sie was Schönes zuhause, oder in fussläufiger Umgebung. Es soll sowieso Gewitter geben. Das würde passen.

Durchgefallen

Wundersame Bahn C Mein gestriger Test des 9-Euro-Tickets zwischen Bonn und Köln-Ehrenfeld ergab für den Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und die Deutsche Bahn Regio ein, auch für mich erfahrenen Bahn-Hasen,  überraschend eindeutiges Durchgefallen. Und das kam so. Hinfahrt von Bonn Hbf.

Beueler-Extradienst
RT @regio_NRW
#RE8, #Koblenz(14:45) > #Mönchengladbach(17:20) wird ab Koblenz bis #Köln-#Messe-#Deutz(16:18) über #BonnHbf umgeleitet. Grund: Notarzteinsatz am Gleis