festen Regeln („Gott hat zwei Geschlechter erschaffen“), obwohl kein empirischer Zusammenhang besteht.
Warum? Weil Muster Sicherheit und Kontrolle versprechen – selbst wenn sie illusorisch sind.
➡️ Mechanismus:
Wahrgenommene Korrelation → Verstärkung (soziale Anerkennung, Tradition) → Stabilisierung des Glaubens.
Fazit:
Aberglaube und religiöser Glaube beruhen auf dem gleichen psychologischen Prinzip: Die Suche nach Sinn in Zufall.
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#Psychologie #Behaviorismus #Skinner #Aberglaube #Glauben
@bojerlanski
Ja, das ist in der Verhaltenstherapie seit Jahrzehnten bekannt.
Die „Dritte Welle der Verhaltenstherapie“ wie zb die #AcceptanceAndCommitmentTherapy setzt das seit längerem um.
Der Gegenstandsbereich ist hier aber #behaviorismus und nicht #neurowissenschaften
Das Gehirn lernt nicht, sondern ist der Ort und notwendige Bedingung der Funktionen

Die spezifische Erforschung tierischer Kognition –Ethologie – entwickelte sich als Reaktion auf die deterministisch-reduzierte Forschung des Behaviorismus, der zuvor darauf aus war, übermäßiger Anthropomorphisierung zu begegnen.

https://weltenkreuzer.de/forschung-tierischer-kognition-als-reaktion-auf-behaviorismus/

#WeltenkreuzerBloggt #Ethologie #Behaviorismus

Forschung tierischer Kognition als Reaktion auf Behaviorismus - Weltenkreuzer

Die spezifische Erforschung tierischer Kognition –Ethologie – entwickelte sich als Reaktion auf die deterministisch-reduzierte Forschung des Behaviorismus, der zuvor darauf aus war, übermäßiger Anthropomorphisierung zu begegnen.

Weltenkreuzer

Die spezifische Erforschung tierischer Kognition –Ethologie – entwickelte sich als Reaktion auf die deterministisch-reduzierte Forschung des Behaviorismus, der zuvor darauf aus war, übermäßiger Anthropomorphisierung zu begegnen.

Das Verhalten und die Intelligenz von Tieren werden seit dem 19. Jahrhundert systematisch untersucht – insb. im Anschluss an die Forschungen Charles Darwins. Dessen wissenschaftlicher Blick auf die Tiere und den Menschen erlaubte ihm eine differenzierte und fundierte Auseinandersetzung mit deren Ähnlichkeiten und Unterschieden. Sein Protegé und auch Nachfolger George Romanes nahm es mit der wissenschaftlichen Gründlichkeit und Differenzierung hingegen weniger genau und so war bei den zahlreichen Geschichten über die angebliche Intelligenz von Tieren Wahrheit bald kaum mehr von Erfindung zu unterscheiden.

Eine wichtige Gegenbewegung gegen diesen vermenschlichenden Blick auf Tiere entstand daraufhin mit dem Behaviorismus, der bis heute in erster Linie mit dem Namen B.F. Skinner verbunden ist. Im Mittelpunkt des Behaviorismus stand ein Bild der Tiere als Maschinen, die auf einen definierten Auslöser hin ein bestimmtes Verhalten zeigen. Dabei stand die Idee der Konditionierung im Mittelpunkt der Forschung, bei der ein positiver oder negativer Reiz mit einem Verhalten verknüpft wird, um dieses zu motivieren oder eben zu verhindern.

Frans de Waal schreibt in seinem Buch
Are We Smart Enough to Know How Smart Animals Are dazu:

Its focus on nothing but behavior is what gave behaviorism its name, but I had trouble with the idea that animal behavior could be reduced to a history of incentives. It presented animals as passive, whereas I view them as seeking, wanting, and striving.Dabei betont er insbesondere, dass die behavioristische Forschung den Lebenszusammenhang der Tiere, ihr übliches Umfeld und ihr artentypisches Verhalten vollkommen außer Acht lässt: Behaviorists totally overlooked these natural proclivities, forgetting that by flapping their wings, digging holes, manipulating sticks, gnawing wood, climbing trees, and so on, every species sets up its own learning opportunities.Er zeigt an zahlreichen Beispielen, dass gescheiterte Konditionierung nicht auf fehlende „Intelligenz“ zurückzuführen ist, sondern darauf, ( ... weiter lesen ... )

#WeltenkreuzerBloggt #Ethologie #Behaviorismus

Forschung tierischer Kognition als Reaktion auf Behaviorismus - Weltenkreuzer

Die spezifische Erforschung tierischer Kognition –Ethologie – entwickelte sich als Reaktion auf die deterministisch-reduzierte Forschung des Behaviorismus, der zuvor darauf aus war, übermäßiger Anthropomorphisierung zu begegnen.

Weltenkreuzer
Für den Abschluss der #Weiterbildung muss ich Lerntheorien pauken und die einzige, die mich wirklich interessiert, hat am wenigsten Relevanz.
Armer #Behaviorismus
Eine weitere sehr gute Kritik, wie ich finde, von @evawolfangel in der Zeit. Leider wieder nur gegen Kleingeld zu haben 😞.
Mich erinnert das sehr stark waren die Entstehung des #Behaviorismus als psychologische Lerntheorie, in der es auch darum geht, dass die Menschen von der #Umwelt gesteuert werden. Vor allem aber das #Reiz-Reaktions-Schema, das auch #vergangenheitsorientiert angelegt ist und nicht dazu taugt, #Kreativität anzuregen. Danke jedenfalls.
https://www.zeit.de/digital/2023-03/kuenstliche-intelligenz-fuehrungspositionen-algorithmic-netdragon-websoft-management/komplettansicht
KI in Führungspositionen: An der KI-Chefin ist nichts zukunftsweisend

Sie beschäftige eine künstliche Intelligenz als Geschäftsführerin, sagt eine chinesische Softwarefirma. Die Idee dahinter ist nicht neu – und sie bleibt gefährlich.

ZEIT ONLINE
@Hoaxmaster Hui, das klingt krass. Mit Sicherheit ist es (wie bei allen anderen Technologien) auch bei psychologischen Technologien so, dass sie ethisch eingesetzt werden müssen. Problematisch wird #Behaviorismus dann, wenn er zu einer Metaphysik erhoben wird, und dann in Form eines naturalistischen #Monismus so tut, als gäbe es Werte, Ethik und Würde nicht
S02E17 - Robert Seyfert zu algorithmischer Sozialität

Robert Seyfert entwickelt eine Soziologie algorithmischer Sozialität und untersucht mit dieser Algorithmen als aktive und vitale Mechanismen des sozialen Lebens.   Kollaborative Podcast-Transkription Wenn ihr Future Histories durch eure Mitarbeit an der ko...