Bei den #PhantastikPrompts geht es heute um #Ambiete. Was ist zu viel, was zu wenig? 🤔

Eine Testleserin meines WIP #georgeunddeborah sagte mir neulich, sie sei froh, dass es KEINE seitenlangen Ortbeschreibungen gäbe, sondern dass die Geschichte kontinuierlich vorangetrieben wird.

Beschreibungen kommen bei mir erst im Lauf des Schreibprozesses. Ähnlich wie ein bildender Künstler schreibe ich erst eine Skizze, die dann mit jedem Durchgang mit mehr Details gefüllt wird. Ich gehe eher öfter durch meine Texte - zwischen 5x und 20x war bisher alles dabei, nach oben gibt es eigentlich keine Grenze.

Ich halte mich im ersten Entwurf ehrlicherweise nie mit Ortsbeschreibungen auf. Es passiert, dass ich sowas in den Rohtext einfüge: [Beschreibung/Atmo Wohnzimmer: düster, melancholisch].

In der Slide ist ein Ergebnis eines solchen Prozesses aus meinem Debüt zu lesen, das ich im September ins #Lektorat gebe. Ob dieser #Textauszug also final ist, weiß ich noch nicht.

Es handelt sich um eine #Geburtsszene, die in einer #Friedhofskapelle stattfindet, was an sich schon für eine gewisse #Atmosphäre sorgt. Die Kargheit und die Art der Location vor dem Hintergrund einer sehr persönlichen, intimen und intensiven Szene stellt einen Kontrast zum Geschehen da: eine einsame Geburt in einer Friedhofskapelle.

Natürlich bietet das Ganze auch eine religiöse Deutungsmöglichkeit. Es mag sein, dass christliche Fanatiker mir #Blasphemie vorwerfen werden; das bleibt abzuwarten.

So oder so ähnlich gehe ich bei den meisten meiner Beschreibungen vor, wobei ich auch blumig und detaillierter kann - je nachdem, was die Szene erfordert. Ich habe opulente Locations, Endzeit-artige, verlassene Lagerhallen und Keller, magische Wälder und phantastische Millionenstädte.

Das Buch wird derzeit testgelesen und überarbeitet und wird voraussichtlich 2026 im #HybridVerlag erscheinen.

Danke @[email protected] für das schöne Thema! 😉