@dgfeist

Ich will, dass Forschung im RCPcollapse Szenario gemacht wird. Steile Thesen sollen Widerspruch auslösen. Honeypot. Das verursacht eine emotionale Reaktion. Das ist wichtig, damit die Idee im Kopf bleibt und ggf später in stiller Stunde im Herzen bewegt wird.

RCPcollapse research soll rausfinden, was in den Weltregionen mit dem Klima und den Ökosystemen passiert, wenn die Tech-Zivilisation abrupt endet und CO2zero erreicht wird.

Die Info vorab wird für Überlebende von Bedeutung sein, und kann auch zu ihrer besseren Vorbereitung dienen.

Außerdem gibt es in meinem Projektplan noch ein winziges Zeitfenster, in dem der Kollaps verhindert werden kann.
Wenn Forschung nun RCPcollapse als neues Emissionsszenario etabliert, ist das noch mal ein Weckruf für die Weltgemeinschaft, endlich das Richtige zu tun.

Zum 1610-event:
Earth system impacts of the European arrival and Great Dying in the Americas after 1492, #AlexanderKoch et al 2019. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0277379118307261
Das hab ich aber erst später gezeigt bekommen, als meine Theorie und mein Plot schon fertig war.
Zum WW2-Event gibt es auch Paper. Va. deshalb, weil die Modelle den CO2-Schwund nicht richtig abbilden können und irgendwelche Einflussfaktoren fehlen müssen. Da wird auch spekuliert, dass es die toten Europäer und Chinesen waren, deren Heizen und Kochen mit Holz abrupt endete.

Earth system impacts of the European arrival and Great Dying in the Americas after 1492

Human impacts prior to the Industrial Revolution are not well constrained. We investigate whether the decline in global atmospheric CO2 concentration …

@ArneBab @glitzersachen @Geigerulrich @rahmstorf

Das mit den Amerikanischen Urwäldern im 1610 event waren -7ppm = netto 54Gt CO2 in 60 Jahren. Brutto mehr, mglw. 100Gt, weil ppm in der Atmo tatsächlich sank und das ja Ausgasung hervorruft, im oben schon verlinkten Zickfeld-Modell 50% Ausgasung pro t CO2. https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/10/9/094013/meta Ohne Ausgasung wären die 7ppm vll 14 geworden.

Beim WW2-event sank trotz steigender fossilen Emissionen das year-on-year Wachstum der Atmo-Konzentration auf nahe 0. Der Renaturierungseffekt der bis zu 80mio toten Europäer nur von 1940-1945 war gleich den fossilen Emissionen in den 5 Jahren: 25Gt https://ourworldindata.org/explorers/co2?time=1928..1947&facet=none&hideControls=false&Gas+or+Warming=CO%E2%82%82&Accounting=Territorial&Fuel+or+Land+Use+Change=All+fossil+emissions&Count=Cumulative&country=~OWID_WRL
Hier 25Gt brutto wie netto, denn ppm nahm nicht ab. Dass bis zu 80mio tote Europäer nur 25Gt "schafften", die 50mio toten Amerikaner aber 50 bis 100Gt, könnte man einmal dem anderen Biom zuschreiben. Subtropischer und tropischer Wald in den Amerikas schafft halt mehr als was in Europa so wächst. Und natürlich 5Jahre vs 60 Jahre Wirk- und Betrachtunszeitraum. Außerdem fiel die Landnutzung ja nicht ganz weg wie in den Amerikas um 1600.
Richtige RCPcollapse-Forschung muss das korrekt quantifizieren.

Im oder um den 1610-Event herum änderte sich auch das Klima global, was auch Auswirkung auf Kohlenstoffsenken hatte. Gilt auch für den der WW2-Event. Dem gingen zudem mehrere besonders warme Jahre voraus, in denen AMOC zb auch stieg - (ähnliche AMOC-Spitze in 1578, gefolgt von 40 Jahren Talfahrt) - was bedeuten könnte, dass der WW2-event bloß internal variability war. Gilt auch für den 1610-event. Allerdings gibts da ja #AlexanderKoch et al von 2019, das die Landnutzung der ausgelöschten Völker in CO2 übersetzte und die -7ppm der Depopulation zuschrieb: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0277379118307261

@maugendre @anthropocene @technique @[email protected] @[email protected]

I found this most fascinating "Earth system impacts of the European arrival and Great Dying in the Americas after 1492" https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0277379118307261 #AlexanderKoch et al 2019
The paper attributes a 7ppm drop in CO2 around AD1600 to a population decline of 50 million people in the Americas following the arrival of Europeans. Not mentioned in the paper: the drop also coincides with the up to then-lowest AMOC value as per Rahmstorf et al 2015.

Koch et al has >500 citations so it's probably a widely accepted explanation for the CO2 drop.
But.
The population decline in the Americas was more than balanced by population growth in Europe and Asia. In the century in question global population grew by 19million, IIRC.
This supports your statement that it's not humans per se that cause #climatechange but human activities.
The manner of landuse in the Americas – eg, agriculture without a plough requiring ever more forests to be felled– was a highly climate-changing activity.

Earth system impacts of the European arrival and Great Dying in the Americas after 1492

Human impacts prior to the Industrial Revolution are not well constrained. We investigate whether the decline in global atmospheric CO2 concentration …

@walsonde @ErikUden

Illustration:
als die Amerikanische Urbevölkerung nach 1492 dezimiert wurde, so die allgemein akzeptierte Auffassung, siehe hier die hohe Zahl von 550 Citations des Papers https://scholar.google.de/scholar?hl=en&as_sdt=0%2C5&q=Earth+system+impacts+of+the+European+arrival+and+Great+Dying+in+the+Americas+after+1492&btnG=
"Earth system impacts of the European arrival and Great Dying in the Americas after 1492" von #AlexanderKoch etal 2019 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0277379118307261
sank deshalb die CO2-Konzentration um 6-10ppm, je nach Eisbohrkern.
Aber wie man in meinem Chart sieht, stieg die Gesamtbevölkerung in Pink in der Zeit weiter, obwohl diejenige der Amerikas in Dunkellila von 61mio auf 10mio sank, was eben den Drawdown von 6-10ppm CO2 durch Pflanzenwuchs verursachte.
Die Gesamtbevölkerung war in der Zeit 10mal so viel wie die in den Amerikas. Aber ihre Agrar-Technik, also die Art des LandUse zur Versorgung war eine andere, oder das Biom, in dem sie sich versorgten, funktionierte anders als dasjenige in den Amerikas.

Nebenbei ist diese Sicht auf den "1610-Event", wie das abrupte Sinken von CO2 (und von Methan) auch genannt wird, ein weiterer Punkt um das tumbe Argument "Überbevölkerung" zu disqualifizieren. Es liegt eben an der Art der Landnutzung, ob planetare Grenzen gesprengt oder eingehalten werden, nicht zuvörderst an der Bevölkerungsgröße.

Google Scholar

@christianschwaegerl
"Die 1610-Hypothese wurde hinterfragt"
Cool. Damit meinst Du dieses paper? https://www.nature.com/articles/s41467-024-45894-9
"Reconciling ice core CO2 and land-use change following New World-Old World contact" #AmyKing et al 2024

Darin steht aber nur, dass der CO2-Schwund, den auch ihr Bohrkern aufzeigt, nicht von 1 Jahr aufs andere passierte, sondern über mehrere Jahrzehnte. Und zusammengenommen dann ebenfalls so viel war und somit zum Ansatz in diesem Paper passt: "Earth system impacts of the European arrival and Great Dying in the Americas after 1492" , #AlexanderKoch et al 2019 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0277379118307261

Ich schwöre, ich hab das Paper erst heute zum ersten mal gelesen, weil's mir in einer anderen Conver gezeigt wurde! Bin verdattert, weil ich mir so viel Durchblick gar nich zugetraut hatte.. und etwas enttäuscht, weil das Paper auch Ansätze durchkalkuliert, die noch auf meiner spannenden ToDo-Liste standen. Muss ich also jetzt nich mehr machen. Menno.

@masterhajoda @riffreporter

Reconciling ice core CO2 and land-use change following New World-Old World contact - Nature Communications

Ice core records of gradually declining atmospheric carbon dioxide (CO2) for the period 1450–1700 CE support modelled scenarios of large-scale reorganisation of land use in the Americas following New World-Old World contact.

Nature