Dominik Piétron

@p_tron
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works on the political economy of #digitalcapitalism @Goethe-Uni Frankfurt
Texte: https://www.fb03.uni-frankfurt.de/181439863/Dr__Dominik_Pi%C3%A9tron

hatte mich schon gefragt, woher die kleine Stadt Lützen das Geld für die monumentale Gedenkstätte beim Tierpark nimmt. Dass da ne Briefkastenfirma der Deutschen Bank dahinter steckt, hätte ich aber nicht gedacht… 🤯

gut, dass der Gewerbesteuersatz demnächst angehoben wird. zweifelhaft aber, ob das reicht, um den unsolidarischen Unterbietungswettbewerb zu beenden
👉 https://www.youtube.com/watch?v=m4F26kfvW7o

Tochterfirmen der Deutschen Bank sparen mit Sitz in Lützen Millionen an Steuern | Umschau | MDR

📺 "MDR Umschau" in der ARD Mediathek: https://www.mdr.de/s/umschaua...

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RE: https://indieweb.social/@alineblankertz/116614125678192957

Danke, Aline. Ist mir eine Ehre, dass du dabei bist!

📍 Campus Westend, PEG 1.G 135 | Goethe-Universität Frankfurt a.M.
💻 Online via Zoom: https://uni-frankfurt.zoom.us/j/5382214261#success
📖 Buch & Open-Access-Download: https://www.transcript-open.de/isbn/11194
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Buchvorstellung & Diskussion

Am 26. Mai, 16.15–17.45 Uhr stelle ich meine Dissertation »Digitale Privatisierung. Konflikte um Daten und Plattformen in der öffentlichen Daseinsvorsorge« vor. Und ihr könnt live dabei sein!

-> Wie verändern digitale Plattformen die öffentliche Daseinsvorsorge – und welche Gegenstrategien gibt es?

Ich freue mich besonders, dass @alineblankertz, Prof. Philipp Staab und Dr. Jens Libbe vom Difu mitdiskutieren werden 🤩

Dabei sind im Kleinen auch erste Gegenstrategien sichtbar: Öffentliche Akteure gerade auf kommunaler Ebene bündeln Ressourcen, kooperieren mit der Zivilgesellschaft und kämpfen um Zugang zu Plattformdaten, um digitale Steuerungspotenziale zurückgewinnen. Es bleibt spannend!
Gleichzeitig reagieren viele Kommunen mit eigenen Plattformlösungen, die jedoch häufig als Public-Private-Partnerships realisiert werden und so neue technologische Abhängigkeiten und Folgekosten erzeugen — das, was ich als „doppelte Privatisierung" der digitalen Daseinsvorsorge beschreibe.
Das Buch zeigt: Private Tech-Konzerne etablieren sich zunehmend als digitale Verteilungsinfrastrukturen für öffentliche Grundgüter und monopolisieren dabei Daten, die eigentlich im Dienst des Gemeinwohls stehen sollten. Das wird gerade am Mobilitäts- und Wohnungssektor deutlich.

Meine Diss ist jetzt ein Buch! 🎉
„Digitale Privatisierung" ab sofort Open Access beim transcript Verlag: https://www.transcript-publishing.com/978-3-8376-8193-2/digitale-privatisierung/

Ich freue mich mega und danke allen, die dieses Projekt über die Jahre begleitet und unterstützt haben!

Das Wichtigste hier kurz gebündelt👇

FAZ: Großstadt-Mieten binnen zehn Jahren um 43 Prozent gestiegen https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien-wohnen/grossstadt-mieten-binnen-zehn-jahren-um-43-prozent-gestiegen-accg-200704003.html
Berlin sogar +69% (trotz Mietpreisbremse). Und ihr könnt nicht auf E-Wohnen umsteigen. Und der Preis sinkt nicht nach Kriegsende wieder. Aber da kann man leider nix machen, das wäre Planwirtschaft. Eure #CDU
Großstadt-Mieten binnen zehn Jahren um 43 Prozent gestiegen

Wer in Metropolen eine neue Bleibe sucht, muss tief in die Tasche greifen. Das belegen auch neue Zahlen des Bauministeriums, die die Linke abgefragt hat.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Du hast deine Identität bei LinkedIn verifizieren lassen für ein blaues Häkchen? Tut mir leid für dich.

Dein Pass, ID und biometrische Daten schlummern jetzt bei Peter Thiels finanziertem "Persona Identitites" wurde schon mit etlichen staatlichen Datenbanken der USA abgeglichen. Wird nach Belieben an alle US-Behörden weitergegeben.

Aus dem hervorragenden Text bei golem.de (eines der besten Tech-Magazine zurzeit), der eine Übersetzung von der Analyse aus dem Blog "Local Stack":

"Und wer führt die "Datenerhebung und -analyse" durch? Anthropic, OpenAI und Groqcloud. Drei KI-Unternehmen verarbeiten unsere Reisepass- und Selfiedaten. Mein von der Regierung ausgestelltes Ausweisdokument wird den Unternehmen zugeführt, die große Sprachmodelle und KI-Systeme entwickeln.

AWS übernimmt die "Bildverarbeitung". Das bedeutet, dass mein Gesicht durch die Infrastruktur von Amazon geleitet wird. Die "Geräteauswertung" übernimmt Fingerprint JS – ein Unternehmen, dessen Name buchstäblich auf das verweist, was es tut. Es erstellt einen Fingerabdruck meines Geräts, während Persona einen Fingerabdruck meines Gesichts erstellt.

In den Richtlinien von Persona heißt es, diese Scandaten würden "nach Abschluss der Verifizierung oder innerhalb von sechs Monaten nach Ihrer letzten Interaktion" vernichtet. Gut.

Aber es gibt eine Ausnahme: "... es sei denn, Persona ist gesetzlich oder aufgrund eines Rechtsverfahrens anderweitig verpflichtet, die Daten aufzubewahren".

"Der Verifizierungsprozess hat nur drei Minuten gedauert: Scan, Selfie, fertig. Zu verstehen, womit ich mich tatsächlich einverstanden erklärt habe, hat dagegen ein ganzes Wochenende in Anspruch genommen und die Lektüre von 34 Seiten juristischer Dokumente erfordert.

Ich habe einem US-Unternehmen meinen Reisepass, mein Gesicht und die mathematische Geometrie meines Schädels übergeben. Es hat mich mit Kreditauskunfteien und staatlichen Datenbanken abgeglichen und wird meine Daten nutzen, um KI zu trainieren. Und wenn die US-Regierung anklopft, wird es alles herausgeben, selbst, wenn die Daten in Europa gespeichert sind und ich Europäer bin – möglicherweise, ohne mir jemals davon zu erzählen.

Und das alles für ein kleines blaues Häkchen auf irgendeinem beruflichen Netzwerk. Ich will niemandem vorschreiben, die Verifizierung zu überspringen. Aber jeder sollte wissen, was er sich einhandelt. Persona weiß es. Linkedin weiß es. Der Einzige, der im Dunkeln tappt, ist derjenige, der seinen Reisepass vor die Kamera hält."

https://www.golem.de/news/linkedin-persona-in-drei-minuten-in-den-datenschutz-wahnsinn-2603-206707.html

Linkedin & Persona: In drei Minuten in den Datenschutz-Wahnsinn - Golem.de

Ich habe meine Identität auf Linkedin verifiziert. Hier erzähle ich, was ich preisgegeben habe, nur um ein blaues Häkchen zu bekommen.

Golem.de