Ein neues Working Paper ist erschienen!đ
In der aktuellen Ausgabe "Die soziale Dynamik der Verdinglichung - Eine konstruktive Kritik" setzt sich David Winterhagen mit Axel Honneths Verdinglichungsbegriff auseinander.
Das Paper findet ihr im OpenAccess beim Verlag Barbara Budrich unter: https://doi.org/10.3224/dngps.v11i1.02
Viel SpaĂ beim Lesen! đ
In den letzten Wochen haben wir verschiedene Diskriminierungsformen im Wissenschaftsbetrieb beleuchtet. Doch: Diskriminierung wirkt selten isoliert. IntersektionalitĂ€t ist zentral, um diese VerschrĂ€nkungen zu verstehen. Es braucht Sichtbarkeit, Weiterbildung und Strukturwandel. Was ist fĂŒr euch ein SchlĂŒssel zu diskriminierungskritischer Wissenschaft?
Im Anschluss an unseren Post ĂŒber Rassismus in der Wissenschaft möchten wir euch heute kurz das kultur- und sozialwissenschaftliche Konzept des Kritischen WeiĂseins vorstellen.
Dieses befasst sich mit der Konstruktion von WeiĂsein als sozialer Norm und dessen Einfluss auf Machtstrukturen, Hierarchien, Privilegien und Rassismus.
Zentraler Ansatzpunkt ist die Sichtbarmachung und das Hinterfragen der Privilegien des WeiĂseins.
đ Wissenschaft muss rassismuskritisch sein â und sich aktiv mit eigenen Strukturen auseinandersetzen. Doch genau diese Kritik wird oft marginalisiert. Rassismus bleibt so als ideologische und institutionelle Machtstruktur bestehen.
đą FĂŒr eine diskriminierungsfreie Wissenschaft braucht es Sichtbarkeit, VerĂ€nderungswillen â und die Stimmen derjenigen, die betroffen sind.
đŹ Rassismus in der Wissenschaft:
Rassismus ist strukturell tief in wissenschaftlichen Institutionen verwurzelt. BIPoC-Forschende erleben alltĂ€gliche Diskriminierung â von der Abwertung ihrer Expertise bis hin zu fehlender Förderung und schlechteren Karrierechancen. In FĂŒhrungspositionen sind sie deutlich unterreprĂ€sentiert.
Sexismus in der Wissenschaft ist wenig erforscht und wenn, dann oft nur mit Blick auf binĂ€re Geschlechterkonstrukte (MĂ€nner/Frauen). Die wenigen existierenden Studien und Berichte zeigen: Je höher in der akademischen Karriereleiter, desto weniger sind Frauen reprĂ€sentiert. Grund sind strukturelle oder auch informelle Nachteile. Der Umgang mit sexuellen GrenzĂŒberschreitungen wird ebenfalls erschwert. In diesem Post zeigen wir diese Probleme auf und weisen auf Ansatzpunkte fĂŒr Wandel hin. (1/2)
(2/2) Das GefĂŒhl, nicht âreinzupassenâ, soziale Ausgrenzung und strukturelle Barrieren belasten die mentale Gesundheit. LGBTQIA*-Personen denken signifikant hĂ€ufiger daran, ihre akademische Laufbahn aufzugeben. Was muss sich Ă€ndern? Mehr Sichtbarkeit, gezielte Förderprogramme und echte gelebte DiversitĂ€t! Kennt ihr inspirierende queere Forschende? Teilt sie mit uns!
(1/2) đ Queer in der Wissenschaft: Unsichtbar, unterschĂ€tzt, unter Druck? Wissenschaft lebt von Vielfalt â doch fĂŒr viele LGBTQIA*-Personen ist der akademische Weg voller HĂŒrden. Studien zeigen: Queere Forschende erleben hĂ€ufiger Diskriminierung und mĂŒssen oft höhere Standards erfĂŒllen, um anerkannt zu werden. Viele bleiben aus Angst unsichtbar â ein Teufelskreis, der Sichtbarkeit massiv einschrĂ€nkt.