Doreen Fräßdorf

@artensterben
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Über 60 % aller Arten leben ganz oder teilweise im Boden.
Eine Analyse von IUCN & Conservation International hat systematisch erfasst, welche bodenabhängigen Arten in der IUCN Red List geführt werden.

Das Ergebnis: Rund jede 5. Art ist gefährdet. Gleichzeitig bestehen große Wissenslücken – v.a. bei Wirbellosen & Pilzen, die bislang kaum erforscht sind. Die tatsächliche Zahl gefährdeter Bodenarten dürfte daher höher sein.

Mehr im Blog: https://www.artensterben.de/iucn-rote-liste-bodenabhaengige-arten

Quelle: Cox et al. (2026), Oryx

Die IUCN hat die Rote Liste der Süßwasserfische Europas aktualisiert: Mehr als 60 % der Arten stehen unter Druck oder sind bereits verschwunden. Besonders betroffen sind Wanderfische & spezialisierte Arten kleiner, isolierter Lebensräume (z.B. Höhlen oder Bäche).

Hauptursachen sind Flussverbauung, Verschmutzung, invasive Arten & #Klimawandel. Viele Arten kommen nur hier vor – ihr Verlust ist global.

Mehr dazu: https://www.artensterben.de/iucn-rote-liste-2025-europas-suesswasserfische

Quelle: IUCN (2025), European Red List of Freshwater Fishes

@Tuckerkiste97 Das Buch fand ich auch toll 😊 und mit dem anderen hast du auch recht

Der #Klimawandel verändert das Südpolarmeer schneller, als sich viele Arten anpassen können.

Neue Einschätzungen der IUCN zeigen: Kaiserpinguin, Antarktischer Seebär & Südlicher See-Elefant gelten nun als stark gefährdet bzw. gefährdet (zuvor: potenziell & nicht gefährdet).
Kaiserpinguin: -10% (2009–2018)
Seebär: Population halbiert seit 1999
See-Elefant: 90% der Jungtiere sterben

Ursachen sind u.a. schwindendes Meereis, veränderte Nahrungsnetze & Krankheiten.

Mehr: https://www.artensterben.de/iucn-klimawandel-antarktis-arten-bedroht

Einige Tierarten existieren heute mit weniger als 100 Individuen weltweit. In solchen Populationen kann jedes Ereignis – Lebensraumverlust, Krankheiten oder invasive Arten – das Aus bedeuten.

Schutzmaßnahmen wie Schutzgebiete, Zugangsbeschränkungen oder die Kontrolle invasiver Arten sind oft der einzige Grund, warum diese Arten noch existieren.

Beispiel: Der Teufelskärpfling lebt nur in einem einzigen Wasserbecken in Nevada. (Stand 2025: ~38 Tiere)

Mehr dazu im Blog: https://www.artensterben.de/welche-tiere-sind-vom-aussterben-bedroht

Über 150 Jahre galt Anolis laevis als verschollen – bekannt nur durch ein einziges männliches Exemplar.

Heute zeigt sich: Die Echse hat überlebt, wurde aber lange übersehen. Selten, schwer zugänglich & erst seit 2003 gezielt gesucht. Zudem besitzen nur Männchen einen Nasenfortsatz, Weibchen sehen völlig anders aus.

Die Wiederentdeckung ist das Ergebnis gezielter Feldarbeit. Nur was wir kennen, können wir schützen.

Blog: https://www.artensterben.de/wiederentdeckung-anolis-laevis-nach-150-jahren

Quelle: Ayala-Varela et al. (2026), Zootaxa

Wandernde Tierarten verbinden Kontinente, doch ihre Wege werden immer gefährlicher.

Ein neuer UN-Bericht zeigt: 49% der Arten nehmen ab, 24% sind bedroht. Besonders betroffen sind Zugvögel, Wanderfische sowie Haie & Rochen.

Und manchmal kommt Schutz zu spät – wie beim Dünnschnabel-Brachvogel, der 2025 für ausgestorben erklärt wurde.

Naturschutz wirkt nur, wenn er entlang ganzer Wanderrouten gedacht wird.

Blog: https://www.artensterben.de/wandernde-tierarten-in-der-krise-bericht-2026

Quelle: State of the World’s Migratory Species 2026

Fast 20 Jahre galt der Sulu-Raupenfänger als verschollen – 2025 wurde er im Sulu-Archipel auf der Insel Tawi-Tawi wieder dokumentiert.
Entdeckt wurde er zufällig bei der Suche nach dem extrem seltenen Suluhornvogel (<20 Brutpaare).
Auf Tawi-Tawi war Forschung lange kaum möglich – u. a. wegen bewaffneter Konflikte.
Der Fall zeigt: Fehlende Nachweise bedeuten nicht automatisch Aussterben.
Gleichzeitig bedrohen Abholzung und Landwirtschaft die letzten Wälder.

Mehr im Blog: https://www.artensterben.de/verschollener-sulu-raupenfaenger-nachgewiesen

Über 150 Jahre galt die Floreana-Riesenschildkröte als ausgestorben – ausgerottet durch Bejagung, eingeschleppte Tiere & zerstörte Lebensräume.

Doch ihre Gene haben überlebt, verborgen in einer hybriden Population auf der Insel Isabela. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass noch nahezu reinerbige Tiere existieren.

Heute werden ihre Nachfahren gezielt gezüchtet & nach Floreana zurückgebracht, um dort verlorene ökologische Prozesse wiederherzustellen.

Mehr dazu im Blog: https://www.artensterben.de/floreana-riesenschildkroete

Mein Buch „ARTENSTERBEN – Ausgestorbene Säugetiere seit 1500“ dokumentiert Aussterben der Neuzeit.

💚 Mehr Infos:
https://www.artensterben.de/landingpage/

#Artensterben #Buch #Nature #Books