Sie hatte den Riemen nicht versteckt.
Er lag offen auf dem dunklen Holz des Tisches, schmal, glatt, mit jener stillen Selbstverständlichkeit, die nur Dinge besitzen, die schon einmal benutzt worden waren. Kein Schmuck. Kein Spielzeug. Kein Zufall.
Leder, von einer Hand erwärmt, von Erinnerung weich geworden.
Er sah ihn an.
Nur kurz.
Zu kurz für ein Eingeständnis.
Zu lang für Gleichgültigkeit.
Sie bemerkte es.
Natürlich bemerkte sie es.
Der Raum war warm. Nicht überheizt, nur schwer von Abendluft, von geschlossenem Vorhang, von dem feinen Geruch nach Haut, Parfum und altem Holz. Eine Lampe brannte neben dem Bett und legte Gold auf ihre Arme.
Sie stand barfuß da.
Nicht herausgeputzt.
Nicht aufreizend.
Und gerade das machte sie gefährlich nah.
Er stand ihr gegenüber.
Nicht weit entfernt.
Nicht nah genug.
Zwischen ihnen lag kaum mehr als ein Schritt, aber dieser Schritt hatte Gewicht.
Er enthielt alles, was früher leicht gewesen war.
Das Lächeln, mit dem sie ihn zu sich gerufen hatte.
Die stille Geste ihrer Hand auf seinem Nacken.
Den Moment, in dem er sich vor ihr beugte und nicht kleiner wurde, sondern endlich aufhörte, sich verteidigen zu müssen.