Der amerikanische Medientheoretiker Douglas Rushkoff heute im Interview mit der #NZZ:

„Wenn ein Kind Chat-GPT benutzt, um eine Hausarbeit zu schreiben, ist das nicht die Schuld der #KI, sondern die Schuld der #Schule. Was für ein #Bildungssystem fördert die Leistungsbewertung anstelle des tatsächlichen Lernens? Wie haben wir eine Kultur geschaffen, in der ein Kind lieber schummelt, um eine gute Note zu bekommen, als ein Buch zu lesen? Bücher wurden ursprünglich als Unterhaltungsform erfunden, die Menschen lasen sie aus Freude. Wir haben die #Bildung in einen kompetitiven, ergebnisorientierten und kennzahlengetriebenen Fleischwolf verwandelt.“

https://www.nzz.ch/feuilleton/fuer-die-tech-milliardaere-ist-ein-feudaler-palast-der-ultimative-beweis-dafuer-dass-man-gewonnen-hat-waehrend-alle-anderen-leiden-ld.10010220 ($)

#FediLZ

KI zeige die Schwächen unserer Institutionen auf, sagt Douglas Rushkoff

Der amerikanische Medientheoretiker Douglas Rushkoff über den dystopischen Weltgeist des Silicon Valley und das drohende Ende der westlichen Zivilisation.

Neue Zürcher Zeitung
@gisiger wenn in der Schule das Kompetenzmodell als innovativ verkauft wurde und Schülern praktisch beigebracht wird, immer nur bis zur nächsten Lernstandskontrolle zu lernen und dann alles auszukotzen, was man bis dahin gehört hat, sollte man sich jetzt nicht darüber wundern, dass die selben Schüler das dahinter stehende Modell verinnerlicht haben. Im #fedilz wird das leider von einigen in Bezug auf KI noch weiter auf die Spitze getrieben.
@TobiWu Der von Rushkoff erwähnte „kompetitive, ergebnisorientierte und kennzahlengetriebene Fleischwolf“ ist nicht das Kompetenzmodell an sich, sondern die damit einhergehende Prüfungskultur.
@gisiger Du kannst mMn das eine nicht ohne das andere haben: Kompetenzen zu entwickeln erfordert das regelmäßige Überprüfen des Stands und daraufhin angepasste Lernformen und Inhalte. Das klingt in der Theorie ganz toll, weil man dann empirisch gestützt auf jeden individuell eingehen und ihn/sie bestmöglich fördern kann. Praktisch bedeutet das aber, alle vier Tage Überprüfungen zu machen und für die Schüler, immer nur von Test zu Test zu lernen.