Wer behauptet, kleine Schritte seien wertlos, hat nicht verstanden, wie Geschichte funktioniert. Jede große Bewegung bestand aus tausenden kleinen Erfolgen. Jeder durchbrochene Widerstand macht den nächsten Erfolg wahrscheinlicher.

#Demokratie #Fortschritt #Menschenrechte #Engagement #Gegenmacht

@Lancker Steter Tropfen hölt den Stein - leider haben das auch die Neonazis verstanden ... nun müssen wir dagegen halten.
@regineheidorn @Lancker
Ich finde, dass wir vor allem *für* etwas sein müssen. Demokratische Auswege aus dem gescheiterten System zeigen und vormachen. Beharrlich bleiben, damit auch mal wieder ein großer Schritt möglich wird. Die vielen kleinen Schritte scheinen mir nicht für alle Probleme auszureichen.
@HagenDomaschke @regineheidorn Das wäre natürlich wirklich schön. Allerdings denke ich persönlich, dass ich lieber viele kleine Schritte gehe, als "für" etwas zu sein, das ich selbst nicht beeinflussen kann.
@Lancker @HagenDomaschke Da es realistischerweise nicht so Etwas gibt wie "Das sind alle Probleme, hier ist der Masterplan und jetzt ein großer Schritt, Zack, gelöst" sehe ich persönlich zumindest nicht, daß wir überhaupt eine Auswahl hätten.
@regineheidorn @Lancker
Ich sehe da eine Sache, die wirklich einen Unterschied machen würde. Den Aufbau einer Rätedemokratie neben den bestehenden Parlamenten.
Geloste, repräsentative, moderierte Räte würden für 1 Thema 1 Lösung erarbeiten und sich wieder auflösen. Wenn sie konsensuell arbeiten, brauchen sie keine Brandmauer und es gibt keine unterlegene Minderheit. Stattdessen eine gute Lösung mit hoher Glaubwürdigkeit.
Die erarbeitete Lösung müsste natürlich Verbindlichkeit haben, also durch das Parlament "nur" noch in Gesetz überführt werden.
@HagenDomaschke @regineheidorn @Lancker Wenn sie konsensuell arbeiten, können sie von Rechten leicht gesprengt werden. Denn dann gibt es nie einen Konsens.
@atarifrosch @regineheidorn @Lancker
Das glaube ich nicht. Es sind ja geloste Räte und es wird systemisch konsensiert - das funktioniert sehr gut, denn alle fühlen sich gehört. Rechte Vorbehalte gehören natürlich dazu - sie sind ja nur die Oberfläche von grundsätzlich guten Menschen. Wichtig für die Glaubwürdigkeit ist der Prozess, der üblicherweise die meisten Vorbehalte auflöst. Deswegen ist die Moderation so wichtig und das ist auch der Hauptunterschied zur Schweizer Demokratie.
Ziel soll auch nicht Konsens sein, sondern Konsent (niemand ist gegen die Lösung).
@HagenDomaschke @regineheidorn @Lancker Ich glaube, Du unterschätzt Faschos, die Demokratie stören wollen. Die sind dann einfach grundsätzlich gegen jede Lösung – außer, es ist ihre eigene, verbunden mit Menschenverachtung, Armenhaß, Rassismus, Antisemitismus etc.
@atarifrosch @HagenDomaschke @Lancker Finde auch das hört sich sehr nach Selbst-Entzauberung des Faschismus an ... wie würde es in einem solchen System etwa ein Parteienverbot geben? Und könnte das im Konsent durchgesetzt werden? Und wie lange - bis der nächste Konsent es wieder aufhebt?
@regineheidorn @atarifrosch @Lancker
Hier möchte ich nochmal nachhaken.
1. Hat die Mehrheitsdemokratie bis heute kein AfD-Verbot auf die Reihe gekriegt, also kann es ein Rat im Konsent kaum schlechter machen.
2. Wäre ein Parteienverbot bei funktionierenden Räten nicht mehr notwendig, denn in Räten ginge es um Themen, nicht um Blocklogik.
3. Ich gehe davon aus, dass Menschen im Grunde gut sind. Wäre das nicht so, könnten wir sowieso einpacken.

@HagenDomaschke @atarifrosch @Lancker Zu 1.: wenn Leute rein sachlich ein Parlament wählen, daß ein Parteienverbot nicht hinkriegt - warum sollten sie dann nicht im Konsent für Faschismus akktiv sein?

Zu 2.: Was würde im Konsent verhindern, daß faschistische Themen durchgesetzt würden?

Zu 3.: Das wiederum ist eine allgemein humanistische Prämisse jenseits politischer Systeme.