Aufgrund der sagenhaft guten Migrationsmöglichkeiten innerhalb des Fediverse (Ironie), ist es derzeit nicht machbar, die fehlenden 2.2k Follower nachzuholen. Die hocken alle noch drüben; die Hälfte vermutlich nicht mehr existent, die andere Hälfte ab und an mal da...

Nur trotzdem würde ich gern selber entscheiden, ob und wie und wann ich wieder ein wenig von vorne anfange.
Die wichtigsten sind ja da - aber das ist doch alles ein großer Mist.

P.S. vllt geht ja was beim nächsten Update. Oder beim übernächsten?

#askfedi #fedigemecker

@Kaja Das hatte ich auch schon, aber noch recht früh, deshalb keine großen Verluste. Trotzdem kann ich das ewige "man kann ja einfach die Instanz wechseln" nicht mehr hören.

@nilspooker

Pipi Langstrumpf gibts überall: widewidewitt.
Und ja, alles ganz einfach, reibungslos, idealistisch.
Blabla. 2k ist nicht nichts. Auch wenn mir die Zahl wirklich wurscht ist - aber es stinkt, weil es vorne und hinten nicht zusammenpasst.

@Kaja hätte an Deiner Stelle Halsschlagader wie ein Gartenschlauch. Aber komm mal hier mit "Mastodon, you had one Job", dann ist aber großes Hallo und Stimmung in der Kommentarspalte…
@Kaja Kenne auch zwei User, die sich nach verunglückten Instanzenwechsel vergrätzt komplett zurückgezogen haben. Ich war vor dem Wechsel auf meine aktuelle Instanz auch schon mal kurz davor, bin allerdings eh nicht mehr wirklich aktiv.

@nilspooker

Du hast ja keine Ahnung...?
Ich nehme das zurück - womöglich kannst Du Dir vorstellen, wie sehr ich pumpe.
Und wie nah ich dran bin, hinzuschmeißen.

@Kaja @nilspooker
Bei meinem Wechsel auf norden.social habe ich mind. 70% meiner Follower verloren. War auch richtig gefrustet, wie schlecht solch ein Wechsel unterstützt wird. Mittlerweile habe ich aber die "üblichen Verdächtigen" wieder im Bestand.
@MEK90 ach du sch… Das hatte ich beim letzten Mal nicht, aber dafür habe ich mich stundenlang durch alle möglichen Foren, Seiten und Accounts hier wühlen müssen, um ja nicht irgendein Minihäkchen oder einen Schritt in der Abfolge zu verpeilen. Sowas kannte ich von Redaktionssystem im Webdesign, aber hier sind eben nicht nur IT-Freaks und Nerds… @Kaja
@nilspooker @Kaja ich dachte auch, dass ich mich gut vorbereitet hatte. Zumindest wurden vorher die Listen der Follower (von mir und von außen) gesichert. Mit dem automatischen Ex- und Import funktionierte es aber nur sehr schlecht.

@MEK90
Ich hab ja geschrieben, dass die wichtigsten schnell wieder da waren - aber nicht ein einzelner der verbleibenden gut 2k kam irgendwie automatisch.
Serverunterstützung, Verständnis, Toleranz - alles da, aber alles begrenzt durch die einzige Tatsache, die nur automatisch laufen kann, in der die User hilf- und machtlos sind.
Das ist das Gegenteil von 'große Freiheit im Fediverse'.
🤬

@nilspooker

@Kaja @nilspooker kann deinen Frust gut nachvollziehen. Etwas mehr "Benutzerfreundlichkeit" wäre hier schon extrem hilfreich.
@Kaja oooh schaise… nee, mach das nicht, Kaja, das wird sicher etwas dauern und vermutlich gibt's da auch ganz viele tote Accounts aus der zeit der großen Twitter-Exodus-Wellen.
Aber ich kann Dich total verstehen und auch nachvollziehen. Verstehe auch null, dass die Relevanz von solchen Migrationen total unterschätzt wird.

@nilspooker @Kaja

(CW: Satire!)

Man muss die Empörung schon verstehen. Da verliert jemand bei einer Migration zwischen zwei unterschiedlichen Open-Source-Systemen einen Teil seiner Follower, und sofort stellt sich die eigentlich viel wichtigere Frage: Warum liefern diese lichtscheuen Tastaturarchäologen aus ihren Kellern eigentlich nicht dieselbe Servicequalität wie milliardenschwere Technologiekonzerne?

#Fediverse #Mastodon #Fedigemecker #Satire

1/x

Da sitzen irgendwelche Codekobolde nachts um halb drei zwischen leergetrunkenen Kaffeetassen, Wäschebergen und halb funktionierenden Linux-Kisten, frickeln in ihrer Freizeit kostenlos an Software herum, die Menschen unabhängig von Konzernen kommunizieren lassen soll, und dann bekommen diese Pfeifen es nicht einmal hin, jede denkbare Spezialkonstellation auf Knopfdruck perfekt abzuwickeln.

Unfassbar.

2/x

Ständig dieselben Ausreden. Es sei technisch kompliziert. Es seien unterschiedliche Softwareprojekte. Es arbeiteten Freiwillige daran. Niemand werde dafür bezahlt.

Ja Himmel, dann sollen diese Flitzpiepen halt weniger schlafen und mehr programmieren. Wo ist denn das Problem?

Wenn ein Nutzer von Software A auf Software B umzieht, hat das gefälligst reibungslos zu funktionieren. Kostenlos. Sofort. Vollautomatisch.

3/x

Besonders rührend wird es immer dann, wenn jemand darauf hinweist, dass Mastodon nicht das Fediverse ist, dass verschiedene Programme unterschiedliche Funktionen haben oder dass vorher vielleicht sogar eine ganz andere Software im Spiel war.

Diese Nerd-Erklärungen sind doch bloß Nebelkerzen.

Auto ist schließlich auch Auto.

4/x

Wenn die Dieselpumpe aus dem VW nicht in den Benzin-Mazda passt, dann hat offensichtlich die gesamte Automobilindustrie versagt.

Nein, die Sache ist glasklar: Diese freiheitsliebenden Kellertechniker sollen ein freies, dezentrales Netzwerk ohne Werbung, Datenausbeutung und Konzernkontrolle bauen – und dabei selbstverständlich exakt denselben Komfort liefern wie Plattformen mit Milliardenbudget.

Kostenlos.

Faules Pack.

</satire>

5/5

@c1pher Isso. Deshalb muss man sich als Nutzer*in wirklich gut überlegen, wo man seine eigene Zeit und Energie reinstecken will. Ich arbeite als Anwender deshalb mit Apple-Rechnern und Programmen der bösen Firmen und nicht mit zusammengefrickelten Linux-Kisten (auf denen zwei Drittel meiner Programme eh nicht laufen), die aber tatsächlich für Hobby-User voll ok und mehr als ausreichend sind.

@nilspooker Die Vorstellung, macOS sei das Gegenteil von Nerd-Gefrickel, ist ungefähr so, als würde man erklären, man esse keine Tomaten, sondern ausschließlich Ketchup.

„Die Kellertechniker sollen bitte weiterhin die Fundamente bauen. Man möchte sie nur nicht sehen müssen.“

@c1pher Wenn ich mir ne Kiste zulege, will ich, dass das Daing nach spätestens zwei Stunden komplett rund läuft wie vorher. Mehr will ich seit 30 Jahren nicht, das ist keine Atomphysik oder Gehirnchirurgie. Gab aber auch da leider in den letzten 10 jahren genug Gedöns, bei dem ich im Terminal irgendwas frickeln musste, weil die es nicht auf die Kette kriegen, das mal nutzerzentriert zu implementieren, schlimm genug.
@nilspooker Da bin ich bei dir. Immerhin kann man noch selbst Einstellungen vornehmen, weil man das System noch lokal auf dem Rechner hat.

@c1pher @nilspooker @Kaja

weil sie keine werbeeinnahmen und indische angestellte haben?

@c1pher
'Einen Teil' trifft es nicht.
Bei aller Satire: mir genügte vollkommen, wenn man das hält, was man als Argument predigt.
Wenn Du da mehr erwartest, solltest Du Dich etwas erden.

@nilspooker

@Kaja @nilspooker

😂

Der Text endet sogar mit „Satire“ und „Faules Pack“; wenn Du daraus die Position des Autors ableitest, war die Überzeichnung offenbar noch nicht groß genug.

@Kaja @nilspooker Erstaunlich, wie schnell aus autonomen Nutzern verlorenes Inventar wird.

Mal ganz unabhängig davon, dass hier sogar zwischen zwei unterschiedlichen Softwareprojekten migriert wurde. Sharkey und Mastodon sprechen zwar beide ActivityPub, aber daraus folgt nicht automatisch, dass jede Komfortfunktion zwischen beiden identisch funktioniert oder überhaupt vorgesehen ist. “Follower verlustfrei von Software A nach Software B übertragen” ist schließlich kein Naturgesetz. (1/3)

Vielleicht möchten Menschen einer bestimmten Instanz bewusst nicht folgen. Vielleicht blockiert ihre Instanz die neue. Vielleicht lehnen sie deren Moderationspolitik ab. Vielleicht möchten sie schlicht selbst entscheiden, wem sie folgen und wem nicht.

Aber in der Erzählung kommen Follower oft nur als Besitzstand vor: 2.000 weg, 3.000 da, 500 verloren. Als wären das Umzugskartons und keine Menschen. (2/3)

Aber gut, ständig auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen wäre vermutlich wieder dieser furchtbare woke Gedanke, dass nicht immer alles um einen selbst kreist. (3/3)

@c1pher
Na wenigstens kreist Du ja vollständig in Deiner Weltsicht, Menschenkenntnis usw.

Die Anmaßung daran entgeht Dir vermutlich vollkommen.

@Kaja Interessanterweise besteht meine angebliche Weltsicht hier lediglich aus der Annahme, dass Follower eigenständige Menschen mit eigenen Entscheidungen sein könnten.

Falls das bereits als Anmaßung gilt, liegen unsere Auffassungen tatsächlich recht weit auseinander.

@c1pher

Wenn Du basierend auf dem Ausgangspost diese hübsche Sariregeschichte unbekannter Personen und Situation konstruieren konntest, dann fehlt es vor allem an Deiner Auslastung. Fantasie hast Du. Und den Verstand, Dir zumindest Parolen zu merken. 👍

@nilspooker

@Kaja Du beschreibst gerade ziemlich präzise, wie Satire funktioniert.

Aus öffentlich geposteten Aussagen wird eine überzeichnete Figur konstruiert, um bestimmte Gedanken oder Argumentationsmuster sichtbar zu machen.

Dass diese Figur nicht die vollständige Realität einer Person abbildet, ist keine Enthüllung, sondern ihr Wesen.

@Kaja „… fehlt es vor allem an Deiner Auslastung“.

sagte eine Person auf Social Media, während sie auf einen Social-Media-Beitrag antwortete, der wiederum auf einen Social-Media-Beitrag antwortete.

Ein faszinierendes Ökosystem.

😂

@c1pher

Mich fasziniert am meisten Deine Selbstgerechtigkeit. Du warst vermutlich einer der besten Twitterer?

Don't feed the troll.