"Jugendstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten. Zudem wird dem Heranwachsenden seine Fahrerlaubnis entzogen.
Der 18-Jährige handelte der Anklage zufolge aus Wut und Rache. Er habe den Jungen mit seinem Wagen verfolgt, angefahren und mehr als 20 Meter mitgeschleift."

spiegel.de/panorama/justiz/niedernhall-kind-auf-parkplatz-ueberfahren-18-jaehriger-wegen-mordes-verurteilt-a-9360ad99-efbb-4d75-83e1-40a954d67da4

#Autoterror #MotorisierteGewalt #Autowahnsinn #Autoland #Verkehrswende #VisionZero
Prozess in Baden-Württemberg: Kind auf Parkplatz überfahren, 18-Jähriger wegen Mordes verurteilt

Ein Zwölfjähriger wurde auf dem Parkplatz eines Supermarkts getötet. Im Prozess spricht die Verteidigung von einem Fahrfehler des Angeklagten. Doch für das Gericht war es Mord.

DER SPIEGEL

@bdm

Wirksam verhindert hätte diese Tötung eine automatische Tempodrosseln oder ein Bremsautomat.

Warum soll eine so tödliche Waffe wie ein M1-Kfz im 21. Jahrhundert auf einem Parkplatz schneller als 15 km/h fahren können?

Wieso ist es eine Herausforderung für eine 30k€-Maschine einen Menschen zu dedektieren und zu bremsen statt ihn mitzuschleifen.

Wer mir dafür plausible statt kriminelle Gründe nennt, bekommt von mir 1000€ Preisgeld.

#auto #autokorrektur #verkehrswende #gebtsmühle

@dezeti @bdm Du kannst eine Person, die zu Fuß geht, auch locker mit 15 km/h überfahren und töten. Und es gibt eine Grenze bezüglich dessen, was Assistenzsysteme leisten können. Selbst false-positives im Promillebereich würden ausreichen, um ggf. mehr Unfälle zu erzeugen, statt zu verhindern.

Ich bin definitiv für Dinge wie allgemeine Leistungsgewichtbegrenzungen, ggf. abhängig vom Alter und der Dauer des Führerscheins. Aber Technik kann nicht alles lösen.

@heluecht @bdm

O.k. dann nehmen wir 7,5 km/h, ist mir auch recht. Halbe Geschwindigkeit heißt ein 16tel Tötungsrisiko. Das ist Physik und Physiologie. Das ändert aber doch nichts an der Wirksamkeit einer automatischen Tempodrossel, die ohne hoch kriminelles GPS-Spoofing zu 99% akkurat arbeitet.

Was den Bremsautomat betrifft. Auch Menschen bremsen mal ohne Grund. Auffahrunfälle sind daher durch Einhalten des Sicherheits-Abstands zu vermeiden! Falsch positiv ist hier viel harmloser als negativ.

@dezeti @bdm Wie erkennt das System, dass es sich auf einem Parkplatz befindet?

@heluecht @bdm

Am besten wäre eine Kombination (siehe 4.2.2) aus 2 Positionierungsmethoden:
1. Fahrhistorie (Lenkeinschlag, Kompass, Geschwindigkeit, Kamera)
2. Differential GPS

https://www.dlg.org/mediacenter/dlg-merkblaetter/dlg-merkblatt-388-satellitenortungssysteme-gnss-in-der-landwirtschaft

DLG-Merkblatt 388: Satellitenortungssysteme (GNSS) in der Landwirtschaft

Die Bedeutung von Satellitenortungssystemen für die Landwirtschaft hat in den letzten 20 Jahren stark zugenommen. Die Möglichkeit, Fahrzeuge zu orten und zu navigieren, Ausbringmengen zu regeln und Prozessdaten (Ertrag, Verbrauch, Mengen) zu dokumentieren, bietet einen großen Spielraum dafür, die landwirtschaftliche Produktion betriebswirtschaftlich und pflanzenbaulich zu optimieren. Es ist davon auszugehen, dass hierbei noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

DLG e.V.

@dezeti @bdm Solche Systeme müssten nicht zu 99% funktionieren und auch nicht zu 99,9%. Selbst bei nur einem Promille false-positives würde es bei 70 Millionen Autofahrten pro Tag zu 70.000 Fällen kommen, wo ein Auto auf der Hauptstraße auf einmal auf Schrittgeschwindigkeit abbremst, weil das GPS leicht ungenau ist, weil die Kameras durch Gegenlicht gestört sind, ...

Bei 70.000 Vollbremsungen am Tag würde es mit Sicherheit zu hunderten von Auffahrunfällen pro Tag kommen.

BTW: Schau mal in dem von Dir verlinkten Dokument in das Kapitel "3.2.2 Genauigkeit".

@heluecht @bdm
O.k. ein Notbremsautomat sollte nicht anhand von GPS-Daten entscheiden, ob er eine Notbremsung macht, sondern anhand von Kamera-Daten. Die GPS-Positionsbestimmung ist dazu da, die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu ermitteln und den Motor abzuregeln z.B. auf einem Parkplatz oder beim Abbiegen. Der Notbremsautomat kann dann bei geringer Geschwindigkeit bremsen, wenn ein Mensch getroffen werden könnte. Bei Schrittgeschwindigkeit und in #Tempo30 Städten ist das völlig problemlos.
@dezeti @bdm Du hast über automatische Geschwindigkeitsreduzierungen auf Parkplätzen geschrieben. Darauf habe ich mich bezogen.
@heluecht @bdm
Aber ja doch. Auf Parkplätzen und in Fußis reicht Schritttempo. Die entsprechende Drosselung ist ein Kinderspiel. Auch das Erkennen eines Hindernisses ist bei dieser Geschwindigkeit wegen der Latenzen sehr leicht. Das programmiert dir ein 10-jähriger mit nem 30€-Roboterkit.
Die kranken Visionen vom autonomen Fahren als einer Technologie, "die sich immer an die Regeln hält" (einstimmige Meinung im BT) lenkt davon ab, dass die #visionzero technisch bereits keine Vision mehr ist.
@dezeti @bdm Wie soll das System erkennen, dass sich das Fahrzeug auf einem Parkplatz befindet?

RE: https://norden.social/@dezeti/116635592343237330

@heluecht @bdm

Hattest du schon mal ein Navigationsgerät?

@dezeti @bdm Du weichst aus. Schau Dir an, was ich Dir auf diesen Post geantwortet hatte. Und lese Dir Deine angegebene Quelle selber durch, insbesondere das Kapitel "3.2.2 Genauigkeit".

BTW: Du weißt, wie "Differential GPS" funktioniert?

@heluecht @bdm

Aber die braucht man gar nicht. Eine Fahrzeuglänge, d.h. 5m Genauigkeit reichen, um zu entscheiden, ob du auf einem Weihnachtsmarkt, in einer Fußi oder auf einem Parkplatz bist. Und unter den Anliegern, die ein vitales Interesse daran haben, dass der Nachwuchs in ihren Quartieren nicht Opfer von #Autoidioten wird, gibt es sicher Bereitschaft, die Behörden über Abweichungen der amtlichen Karten mit den Grenzen der Tempolimits zu informieren.

@dezeti @bdm 5 Meter sind der Unterschied zwischen Hauptstraße und Parkplatz. Und wenn Du Dir die "Tabelle 1: Fehlerquellen bei der Laufzeitmessung" ansiehst, stellst Du fest, dass es auch durchaus noch heftigere Schwankungen geben kann.

In dem verlinkten Dokument wird ja auch deswegen darauf Bezug genommen, dass die relativen Werte für die Spurtreue verwendet werden.

Und bezüglich DPGS: Die gleichen sich mit einem in der Nähe befindlichen stationären und genau vermessenen Empfänger ab. Das kann man machen, wenn man einen Acker besitzt. Aber man kann schlecht Deutschland damit pflastern. Noch dazu sind DPGS-Systeme Speziallösungen. Normale GPS-Empfänger können das nicht. Und ja, man könnte jetzt natürlich SAPOS für alle Menschen nutzbar machen und fordern, dass Kfz-Hersteller dies implementieren. Aber der Aufwand wäre enorm.

@heluecht

Meine Erfahrungen mit einem 20 Jahre alten Navi von Garmin, der damals 100€ kostete, ist, dass die Ermittlung des zulässigen Tempos funktioniert. Wenn mal nicht, lag es nur an nicht gepflegten Tempolimit-Daten. Bei Störungen kann mit andere Sensordaten kombiniert werden (siehe meinen Post dazu).
Und es gibt auch ein Plausibilitätsargument: Bevor Autos erlaubt wird, autonom zu beschleunigen und zu lenken, sollten sie erstmal lernen, das Tempo zu drosseln. Schau dir mal die 5 Stufen an

@dezeti Natürlich kann man die eigene Geschwindigkeit halbwegs zuverlässig bestimmen, das ist nicht der Punkt. Mir ging es um Deinen Punkt, dass die Fahrzeuge erkennen müssen, dass sie sich auf einem Parkplatz befinden.

Aber so oder so: Wir bewegen uns im Kreis. Immer wenn ich ein Argument bringe, kommst Du mit etwas, das ich gar nicht in Frage gestellt habe.

@heluecht
Ich habe z.B. nicht infrage gestellt, dass Satelliten-Navis Fehler machen, aber argumentiert, dass sich diese ausgeleichen lassen: Z.B. mit differentialGPS. Oder durch eine Kombination mit anderen Sensordaten.

Es ist für eine harmlose Drossel mit wenig technischem Aufwand möglich, sich auf einem Parkplatz zu verorten. Das ist auch daraus zu schließen, dass alle Welt glaubt, letale Maschinen von der Leine lassen zu können. Die Technik ist so weit, dass geglaubt wird, das sei möglich.