Fassen wir zusammen:
- Fahrplan für Leerpark eine Stunde vor Abfahrt nur bis Lampertheim vorhanden (Grenze Bereich Süd/West und Mitte), obwohl es kein Ah-Hoc Fahrplan ist und die Planung schon seit mehreren Tagen besteht, also die Chance dass sich da in den nächsten zwei Stunden ohne mein Zutun noch was tut, bei nahezu 0 liegt
- Fahrplan weicht von den Zeiten im Dienstplan ab. Triebzug soll den 1670 geben. Abfahrt Frankfurt 10:27 Uhr, Ankunft des Leerparks planmäßig aber erst um 10:42 Uhr.
- Bremse Aus, also noch Fahrplanmitteilung für die Folgeleistung bestellen müssen
- Das Stellwerksteam in Frankfurt weiß nix von davon dass der Leerpark den 1670 gibt. Der Leerpark soll außerdem planmäßig auf der Nordseite ankommen, von welcher man nur aus sehr wenigen Gleisen Richtung Main-Weser Bahn ausfahren kann, welche um diese Uhrzeit ebenfalls belegt waren. Also Umleitung ab Stadion über Forsthaus (glücklicherweise als Alternative Laufweg im Fahrplan vorhanden) und Einfahrt ins richtige Gleis organisiert, weil man ansonsten nochmal umsetzen hätte dürfen
- Meine Folgeleistung hatte bereits um 10:50 Uhr Abfahrt, also durfte nun die Bereitschaft den zweiten Teil meiner Schicht übernehmen, weil ich erst gegen 10:40 in FF ankam und das auch nur weil ich halbwegs gut über die Riedbahn kam, was man davor nicht weiß.
-1670 Abfahrt +27, Umleitung zur Verspätungskürzung übers Kinzigtal mit Haltausfall Gießen, Marburg, Treysa und Wabern
Ich liebe ja den Job, aber es ist soooooo unfassbar ermüdend dass man Alles selbst organisieren muss und für jeden mitdenkt, um das Chaos möglichst klein zu halten. Ich kenne immer mehr Kollegen die da aufgegeben haben und es halt darauf ankommen lassen, schlußendlich ist es nicht unser Job diese ganzen Sachen im Blick zu behalten. Von dem Faktor man abgesehen dass man das zum Teil während dem Fahren organisiert, was Sicherheitsstechnisch auch nicht… optimal ist.
Innerlich bin ich wirklich kurz davor aufzugeben und alles dem dafür bestimmten Schicksal zu überlassen, weil das alles auch eine Form von Stress ist, nur der Fakt dass wir immer noch ein Dienstleister sind und das asozial gegenüber unseren Fahrgästen ist, hält mich davon ab.
Das ist auch kein Vorwurf an einzelne Disponenten/Personen, die haben heute trotzdem geholfen wo es ging und die Fehler wurden davor schon verzapft, sondern eine grundsätzliches strukturelles Versagen in diesem Konzern
