Die Liste aller ggü. dem EBA meldepflichtigen Ereignisse aus dem Jahr 2025 ist online (https://fragdenstaat.de/a/369429).
Nachfolgend eine Auswahl, so wie ich gerade lese. PUs ausgenommen.
Die Liste aller ggü. dem EBA meldepflichtigen Ereignisse aus dem Jahr 2025 ist online (https://fragdenstaat.de/a/369429).
Nachfolgend eine Auswahl, so wie ich gerade lese. PUs ausgenommen.
„Am 04.01.2025 um 09:26 Uhr kollidierte DPN-G bei der Einfahrt nach Gleis 1 im Bahnhof Schiltach in km 14,100 mit dem Bahnsteig.“
Deutschland, deine Bahninfrastruktur.
Der Wagen, der sich der Spurführung gleich zweifach widersetzt hat:
„Die Zugfahrt DbZ 47111 (München-Riem Ubf – München Nord Rbf E) entgleiste bei der Ausfahrt aus dem Bft München-Riem Ubf im km 7,25 mit dem Abschleppgerät.
Infolge der Entgleisung sprang das beschädigte Drehgestell des Schadwagens vom Abschleppgerät.
Bei dem Schadwagen handelte es sich um das Fahrzeug, bei dem am 20.12.2024 bei der Fahrt von München-Riem Ubf nach Kufstein auf Höhe des Bf Zorneding eine Radscheibe gebrochen ist (20241220 Bf Zorneding, Zugentgleisung).“
In dieser Betriebsstelle sind gefährliche Ereignisse stets kleidsam:
„DPN 74719 befuhr in UBK das im Rahmen der Betra 430122 abgeschaltete Gleis 2 mit gehobenem Stromabnehmer. Der Zug kam am Bahnsteig zum Halten.“
Das Burgundy war wohl nicht elektrisierend genug. Schade aber auch.
In Hannover-Hainholz Mitte Januar:
„Beim Aufrüsten einer abgestellten ICE-Einheit ist der Park in Gleis 818 mit einer stehenden Einheit kollidiert.“
Wie passiert das denn beim *aufrüsten*?!
Der Funk funktionierte nicht und der Fdl wusste nicht, wie Güterzüge funktionieren. Was eine Kombi …
„Am 25.01.2025 gegen 16:36 Uhr erhielt der Triebfahrzeugführer (Tf) des DGS 41896 am fahrtzeigenden Zwischensignal (Zsig) U13 in km 104,7 eine PZB-Zwangsbremsung. Das Signal zeigte "Langsamfahrt" (Hp2) und in Kombination mit dem angebrachten Vorsignal "Langsamfahrt erwarten" (Vr2).
Der Tf versuchte über die Fdl-Taste seines GSMR-Geräts den zuständigen Fahrdienstleiter Ludwigshafen (Rhein) Hbf zu erreichen. Dieser Versuch war erfolglos. Auch der Rückruf seitens des Fdl funktionierte nicht. Erst beim dritten Versuch wurde eine erfolgreiche Verbindung aufgebaut.
Während dem Gespräch mit dem Fdl bewegte sich der Tf vermeintlich ohne Zustimmung des Fdl weiter. Der Fdl bemerkte die vermeintliche Fahrzeugbewegung, da sich das Ereignis direkt vor dem Stellwerk zutrug. Der Tf versuchte zu erklären, dass sich der Wagenpark lediglich streckte und dieser keineswegs ohne Zustimmung des Fdl weiterfahren wollte.
Anschließend forderte der Fdl den Tf umgehend auf die Zugfahrt zu stoppen und untersagte die Weiterfahrt. Es wurden keine anderen Fahrten gefährdet. Der Fdl verständigte die Notfallleitstelle (NFLS) Karlsruhe. […]“
Rückmeldung nach dem Motto „basst scho'“ und (vermutlich) keine erschwerte Achszählergrundsstellung -> Betriebsgefahr.
„Nach Ausfahrt der RB-G 13719 blieb eine Rotausleuchtung im Gleis 103 des Bahnhofes Bensheim zurück.
Nach Einholen der Rückmeldung von RB-G 13719 benutzt der Fahrdienstleiter Damrstadt Eberstadt die AzG-Taste und brachte das betroffene Gleis dadurch in Grundstellung.
Zugfahrt S 38639 erfolgte daraufhin mit Hauptsignal nach Gleis 103.
Der Triebfahrzeugführer der S 38639 meldete, dass in dem Gleis 103 ein Triebzug abgestellt sei. S 38639 kam noch vor dem Triebzug zum Halten.“
Ein weit von der Zugspitze entfernter PZB-Fahrzeugmagnet kann durchaus über wichtige Meter entscheiden:
„Die automatische Zuglenkung reagierte nicht, als Zug 23403 den Blockabschnitt 56 geräumt hatte und infolgedessen lief keine Fahrstraße für die Ausfahrt des Zuges 85421 nach TESU ein.
Der Tf 85421 bemerkte nicht, dass das Asig 16P42 noch Halt zeigte und fuhr los.
Der PZB-Fahrzeugmagnet, der 15m hinter der Zugspitze angebracht ist, brachte das Fahrzeug ca. 3m vor dem offenen RÜ 111,383 zum Halten. Das Signal 16P42 wurde ca. 27m überfahren.
Der Fdl bemerkte den Vorfall erst, nachdem sich der Tf bei ihm gemeldet hatte.“
Prost, wir trinken!
„Tfzf (D) 93707 (Oldenburg (Oldb) - Brake (Unterweser)) fuhr bei der Einfahrt in den Bf Brake in ein besetztes Gleis.
Der Zug Tfzf (D) 93707 wurde vom Fdl Elsfleth darüber verständigt, dass aufgrund von besetzten Gleisen im Bf Brake er auf Abruf noch im Bf Hammelwarden warten müsse. Das Tfz sollte nach Brake um dort den Zug 41485 zu Bespannen.
Nach ca. 30 Minuten ließ der Fdl Brake das Triebfahrzeug dann vorkommen bis zum Einfahrsignal (Esig) A des Bahnhofs Brake. Dort angekommen gab der Fdl Brake die mündliche Zustimmung als Rangierfahrt in den Bf Brake hineinzufahren.
Dies lehnte der Triebfahrzeugführer (Tf) des 93707 ab, da er ja eine Zugfahrt sei.
Der Fdl Brake wollte dann dem Tf die Zustimmung am Esig A mit dem Signalbild Zs 1 erteilen.
Da dieses aber nicht funktionierte, wurde vom Tf auf die Zustimmung der Fahrt mit Befehl hingewiesen. Der Fdl diktierte darauf hin dem Tf einen Befehl.
Nach ausfüllen des Befehlskopf, begann er dem Tf den Befehl 1 zu diktieren.
Der Tf wies darauf hin, das dies nicht korrekt sei und er den Befehl 2 bräuchte.
Nun erhielt er den Befehl 2 für die Vorbeifahrt am Esig A.
Ein Befehl 12 für die Einfahrt in ein besetztes Gleis (hier stand ein Triebfahrzeug) erteilte der Fdl nicht.
Den Hinweis, dass das Einfahrgleis evtl. noch besetzt sei, hatte der Fdl dem Tf vorher im Gespräch mündlich mitgeteilt.“
… und sind jetzt sturzbesoffen.
Ein Zug fährt durch die Gegend und hat eine offensichtliche Unregelmäßigkeit (Funkenflug). Wie viele Kilometer bleibt das unentdeckt?
a) 12 km
b) 103 km
c) 28 km
d) 507 km
Und ob ihr wirklich richtig liegt …
„EZ 51843 entgleiste mit dem 24. Wagen auf der Fahrt von Halle (Saale) ZBA Süd nach Mannheim Rbf Gr K während der Durchfahrt im Gleis 2 des Bf Hedemünden.
Der Wagen gleiste sich nach ca. 200 m auf dem nachfolgenden Bahnübergang wieder ein und über-pufferte dabei.
Aufgrund von festgestelltem Funkenflug wurde der Zug nach weiteren 103 km Fahrt im Bf Neustadt (Kreis Marburg) gestellt.“

Der 4.2er witterte anscheinend die Möglichkeit lukrativer Nebentätigkeiten, meldete die Arbeiten nicht an und stahl Schrankenbäume:
„Am 26.02.2025 gegen 12:50 Uhr wird dem Fdl MFE gemeldet, dass bei den nicht angemeldeten Arbeiten nach Betra 72304225 am gesperrten BÜ in km 18,568 die Straßenabsperrung von der Baufirma entfernt wurde und der BÜ von mehreren Zugfahrten befahren wurde.“
Eine Vorbeifahrt am Haltbegriff (!!) ohne Ablösung des Tf (!!!) innerhalb von 122 Minuten abzuschließen (Zug fuhr auf Befehl weiter) geht aber auch wirklich nur, wenn alle Beteiligten wollen …
„Auf der Fahrt im Regelgleis Bernau – Üst Röntgental fuhr DGS 95093 ohne Zustimmung am Halt zeigende SBK 9204 vorbei, da der Tf das SBK gedanklich einem Signal im Bereich der parallel laufenden S-Bahn innerhalb des Bf Zepernick zuordnete.
Beim Erkennen des Irrtums leitete der Tf eine Schnellbremsung ein, kam aber erst 140 m hinter dem Signal zum Halten.
Nach Eintreffen des Nmg bewertete dieser die Situation anhand eines Auswertungsgesprächs mit dem Tf, eines örtlichen Begangs sowie Rücksprache mit dem zuständigen EBL und stimmte der Weiterfahrt unter der Auflage zu, dass der Tf in einer Simulatorübung eine betriebsähnliche Situation nochmals trainiert.
Die Fahrt wurde dann nach Erhalt eines Befehls um 22.20 Uhr fortgesetzt.“
Das hier ist dann aus der Kategorie „einfach nur merkwürdig“:
„Als Zug RB-G 10443 (KKDZ-KEU) am Bahnsteig des Gleises 7 stand, kam ein KIN zu dem Triebfahrzeugführer (Tf) und gab ihm den Auftrag die Türen zu schließen.
Dem Tf kam der Auftrag komisch vor, da er noch keinen Fahrtbegriff am Ausfahrsignal oder einen Abfahrauftrag ZP9 erhalten hatte.
Als er den KIN darauf ansprach, sagte dieser ihm, dass er eine Anweisung über sein Headset erhalten habe und er dem Auftrag die Türen zu schließen nachkommen solle.
Weinige [sic!] Sekunden nach dem Gespräch kam das Ausfahrsignal in die Fahrtstellung. Der KIN gab dem Tf den Auftrag abzufahren. Dieser ging irrtümlich davon aus, dass der KIN in Kontakt mit der örtlichen Aufsicht (öA) stand.
Nachdem der Tf abgefahren war bekam er einen Anruf der öA Köln Hbf. Diese Fragte ihn warum er ohne Abfahrauftrag ZP9 aus Gleis 7 abgefahren sei.
Zug RB-G 10443 wurde in Hürth-Kalscheuren gestellt. Der hinzugezogene Notfallmanager (Nmg) nahm kontakt zu dem Tf auf und bat um Klärung des Sachverhalts.
Nachdem der Nmg mit allen Beteiligten gesprochen hatte, durfte Zug RB-G 10443 die Fahrt fortsetzten. Der KIN bestätigte die Hergangsbeschreibung des Tf und gab an, einen Fehler gemacht zu haben. Der Abfertigungshelfer hat keine Befugnisse einen Abfahrauftrag zu erteilen.
Der KIN wurde abgelöst.“
„Aufgrund von Arbeiten nach Betra F 31 5769 2025 wird die Oberleitungsschaltgruppe 1 im Bahnhof Witten elektrisch ausgeschaltet und geerdet. Es werden 10 Zugfahrten mit E-Traktion durch den ausgeschalteten Abschnitt zugelassen.“
UND DAS HAT NIEMAND GEMERKT??????
Aus der Kategorie „Man kann's ja mal versuchen“:
„Beim Versuch den RE 10840 (Koblenz - Rommerskirchen) bereitzustellen meldete der Triebfahrzeugführer eine technische Störung am Zug in Gleis 34. Der neue Triebfahrzeugführer meldete einen Aufprall auf den Prellbock.“
Das ist, unter anderem, genau betrachtet *auch* eine technische Störung am Zug, durchaus. ☝️
„Am 17.03.2025, gegen 06:33 Uhr, wurde der LPFT 22106 im Bf Hamburg Hbf; trotz der vom Stellwerk (Stw) eingestellten und gesicherten Zugstraße von Einfahrsignal GG nach Gleis 14, und Zustimmung zur Fahrt durch Hauptsignal; nach Gleis 12 geleitet.“
Welcher Lötkolben hat denn da bitte an dem schönen S60 rumgepfuscht? Und wie bitte schafft man das?!
Wenn eine 500 Hz-Beeinflussung den Stromabnehmer senkt und man angeblich deswegen ein Signal verfehlt, kann es sich nur um finalen Rettungsstuss handeln.
„Tfzf(D) 94473 (Großkorbetha - Fulda Gbf) fuhr ca. 20 Meter am Halt zeigenden F145 vorbei.
Tf gab gegenüber dem Nmg an, dass er eine 500 Hz Beeinflussung hatte, dadurch senkte sich der Stromabnehmer (Stadler Eurodual Lok).
Dadurch das der Stromabnehmer gesenkt war fiel die E-Bremse aus und mit Hilfe der Lokbremse kam die Lok nicht mehr rechtzeitig zum Halten und fuhr am Esig F154 ca. 20 Meter vorbei.“
Wenn der Ausbilder Curling-Fan ist:
„Rangierausbildung durch DB Cargo.
Rangierabteilung hält an. Der an der Spitze ungekuppelt laufende Wagen 82 80 6648 138-7 löst sich von der Einheit und bleibt ein Stück entfernt stehen.
Die Rangierabteilung beschleunigt anschließend wieder und kollidiert mit dem alleinstehenden Wagen. Dabei entgleist ein Drehgestell von 82 80 6648 138-7 mit einer Achse. Der entgleiste Wagen rollt noch ca. 70 Meter weiter.“
„Ich habe hier einen Befehl für dich; und, ach ja, da hinten bei dir brennt's.“
„EZ 51352 (KG G - HSR W) zwecks Befehlsübermittlung bzgl. SF 136 zum Halten gekommen; dabei wurde durch den Fdl eine feste Bremse am 6. Wagen (Wagen-Nr. 37 80 7838022 - 7) mit gleichzeitigem Böschungsbrand festgestellt.“
„Am 01.06.2025 gegen 00:16 Uhr kollidiert die Zugfahrt DGE 91123 (NNEH-NNT) zwischen Nürnberg-Eibach und Nürnberg-Minervabrücke in km 1,723 mit dem Evsig 2Vi der Gegenrichtung.
Bei der Zugfahrt handelt es sich um einen Trafotransport (Lü-Dora).“
Sowas von fies vom Evsig, sich dem armen Trafo so in den Weg zu werfen. Das hätte ja niemand ahnen können!
Spannend wäre jetzt natürlich, ob das Gleis in der Beförderungsanordnung stand …