Gut zwei Monate nach der Betriebsaufnahme (ich berichtete hier:
https://zug.network/@Schleifleistenbruch/115999641007594181), laufen auf dem RE6 Leipzig - Chemnitz inzwischen stabil zwei der vier Umläufe batterielektrisch. Heute bin ich das erste Mal selbst mitgefahren.
Kurzes Fazit:
- die Sitze sind andere, als die aus den Coradia Continental im Elektronetz Mittelsachsen (Grammer R3000 statt Fainsa Sophia), manche werden das Modell jetzt besser finden, ich fand sie zumindest bei den Klapptischen teils schlecht verarbeitet.
- die Bescheinigung ist für einen Triebwagen relativ gering. Es fühlt sich vom Beschleunigungsvermögen nur leicht besser als ein lokbespannter Zug an, eher in der Liga eines 612. Die gegenüber den früheren lokbespannten Zügen erhöhte Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h statt 140 km/h wurde teils ausgenutzt (150 km/h). Vier Minuten Verspätung wurden bis Leipzig problemlos aufgeholt. Es bleibt zu hoffen, dass die Zugkreuzung wieder von Leipzig Werkstättenstraße nach Leipzig-Volkmarsdorf verlegt wird und dadurch die Fahrzeit wieder gekürzt werden kann.
- Der Fahrgastwechsel geht durch die 8 Türen deutlich schneller als die 6 Türen in den Doppelstockwagen oder 10 Drehfalttüren in den hochflurigen Wagen.
- Die Kapazität von nur 282 Sitzplätzen in der zweiten Klasse ist äußerst grenzwertig, ebenso die nur 12 Fahrradstellplätze.