Wer sich über den Leo-Baeck-Preis für Dieter Nuhr aufregt, hat bereits vergessen: Mathias Döpfner hat ihn auch schon bekommen.
@GaborPaal Das macht es aber nicht besser.
@Carita_Sommer aber es mindert die Überraschung.
@GaborPaal Das mag sein. Aber das Entsetzen bleibt.

@Carita_Sommer @GaborPaal

Kannte den Preis bisher nicht. Wenn ich mir so die Liste der Preisträger angucke, wow, Springer, Burda, Kohl, ..... da schrillen die Alarmglocken. Wusste gar nicht, dass der Zentralrat der Juden so klar politisch orientiert ist.

@mmol @Carita_Sommer @GaborPaal Tatsächlich sind das Namen, die ich immer mit klarer Abgrenzung zu Antisemitismus verbinde. Und das ist anzuerkennen, auch wenn etliche der genannten - und auch Dieter Nuhr - aus anderen Gründen nicht mein Gefallen finden. Aber mit dieser Begründung: „Zentralrats-Präsident Schuster betonte, mit seinen Beiträgen setze Nuhr einen Kontrapunkt zu antisemitischen Narrativen in der deutschen Medienlandschaft und positioniere sich klar an der Seite jüdischen Lebens. Dabei lege er konsequent „Doppelstandards“ in der deutschen Debatte um Israel offen“ hat er den Preis offenbar verdient. Und ja, es ist traurig, dass sich anscheinend keine verdienteren Preisträger gefunden haben.
@mmol @GaborPaal
Die Entscheidung des Zentralrats ist zu akzeptieren. Kritikwürdig ist sie allemal, da die Begründung mMn auf Nuhr nicht in dem Maß zutrifft. Einen Shitstorm gegen sich als humanen Pogrom zu bezeichnen, seine Nähe zu Lisa Eckhardt, die mit antisemitischen Witzen provoziert etc. , das passt einfach nicht.
Ich hätte zB Karoline Preisler wesentlich preiswürdiger gefunden.
https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/lisa-eckhart-und-die-judenwitze/
Lisa Eckhart und die Judenwitze

Warum es unerträglich ist, dass die antisemitischen Pointen der Kabarettistin als hintergründige Satire bezeichnet werden

Jüdische Allgemeine