Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie Deutschland eine Marktwirtschaft hat, das Auto aber eher kommunistische Planwirtschaft ist: Straßen bezahlt der Staat, Kraftstoffpreise werden politisch gesteuert, die Industrie wird vom der Politik eng begleitet und vor dem Markt beschützt.

Warum vertraut man nicht dem Markt als effizienteste Methode Ressourcen zu allokieren? Hat die CDU etwa Angst vor der unsichtbaren Hand des Marktes?

@martin_ueding Die CDU war in der Breite nie eine originär marktwirtschaftliche Partei. Die CDU will den Status Quo behalten - oder was sie dafür halten- , inkl. Macht- und Ressourcenverteilung. Das machen sie mit oder gegen den Markt, das ist ihnen relativ egal. Der Rest ist Rhetorik.
@martin_ueding
Gedankenspiele:
Der Markt ist die demokratische Macht des kleinen Mannes (Frau/Person).
Meine Auswahl bestimmt über Gewinn und Verlust, Bestehen oder Bankrott.
Philipp :geeko: (@[email protected])

@[email protected] @[email protected] Wie macht man aus einem FDPler in fünfzehn Minuten einen überzeugten Sozialisten? Marktgerechte Bepreisung von Parkraum … 😇

digitalcourage.social
@martin_ueding der Markt wird in existent wenn er keiner mehr ist. So wie schon im Einzelhandel wo es nur noch 4 große Firmen gibt, Mineralöl Konzerne Liste ist sicher erweiterbar. Dort gibt es dann keinen Markt der regelt sondern es wird dann sogar von "to big to fail" gesprochen.
@martin_ueding Abhängigkeit. Wenn Autobauer Werke schließen, ist das eine soziale und politische Katastrophe. Da kriegt die CDU shaky hands und wirft sich in den Staub, statt politische Lösungen zu erarbeiten.
@martin_ueding Spritpreise sind ein heiliges Sakrament und werden größer verkündet auf Riesentafeln als alle anderen Preise, auch als solche, die viel wichtiger sind. Hohe Spritpreise verderben den Wert von Angeber-Karossen und nagen so am Selbstwertgefühl der FahrerInnen, die gerne auch mal den Versprechen von Rechtspopulisten auf eine Reise in die romantisch verklärte Jugend der Babyboomer ihre Kreuzchen auf dem Wahlzettel geben.

@rainerku @martin_ueding Das Auto ist das heilige Sakrileg, der hohe Spritpreis verteuert gerade die Nutzung des Autos enorm.
Der ÖPNV und Fernverkehr könnte mit höheren Preisen leben, weil sie es auf mehr Personen verteilen kann und Alternativen wie #Elektromobilität einsetzen kann.

In Deutschland har sich eine irrationale Liebe zum Brummbrumm festgesetzt, die auch der heimischen Autoindustrie schadet.
Letztlich muss die Autoindustrie dem widerstehen und sich international ausrichten.

@martin_ueding

Nicht nur die CDU. Sie haben alle Angst vor dem bevorstehenden Strukturwandel. Die Verbrennertechnologie ist extrem aufwändig mit vielen spezialisierten Zulieferinnen. Das wird ein größeres Ding als der Kohlebergbau. Und: keine Konzepte. De-Industrialisierung wird als Desaster angesehen nicht als Chance. Nicht einmal die Grünen trauen sich.

@martin_ueding

Lasst uns alle am 18.4. und 24.4.26 für die Energiewende auf die Straße gehen

@martin_ueding Das ist eine rhetorische Frage, oder?
@martin_ueding Das ist kein Widerspruch, sondern Systemlogik. Straßen sind Basisinfrastruktur für Wirtschaft, ÖPNV, Feuerwehr, Rettung und Lieferketten. Der Staat finanziert sie, weil sie als öffentliches Gut für alle funktionieren müssen. Gleichzeitig läuft die Autoindustrie marktwirtschaftlich. Regulierung gleicht externe Effekte wie Sicherheit, Umwelt und Versorgung aus. Ohne diesen Mix würde das System ineffizient und instabil werden.