Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie Deutschland eine Marktwirtschaft hat, das Auto aber eher kommunistische Planwirtschaft ist: Straßen bezahlt der Staat, Kraftstoffpreise werden politisch gesteuert, die Industrie wird vom der Politik eng begleitet und vor dem Markt beschützt.

Warum vertraut man nicht dem Markt als effizienteste Methode Ressourcen zu allokieren? Hat die CDU etwa Angst vor der unsichtbaren Hand des Marktes?

@martin_ueding Das ist kein Widerspruch, sondern Systemlogik. Straßen sind Basisinfrastruktur für Wirtschaft, ÖPNV, Feuerwehr, Rettung und Lieferketten. Der Staat finanziert sie, weil sie als öffentliches Gut für alle funktionieren müssen. Gleichzeitig läuft die Autoindustrie marktwirtschaftlich. Regulierung gleicht externe Effekte wie Sicherheit, Umwelt und Versorgung aus. Ohne diesen Mix würde das System ineffizient und instabil werden.