Wir haben unendlich viele Beispiele, uns über Stadtplanung aufzuregen.

Ich frage mich: "Wie wollen wir leben?".

Eigentlich möchte ich mich hier auf die Lebensweise fokussieren, wie wir leben möchten und mit Beispielen die Sehnsucht nach Veränderung wecken. Nach meinen Eindrücken aus Straßburg, wo das Auto einen veränderten Stellenwert bekommen hat, muss ich diesen Einschub machen, um zu erinnern:

Tag 31: #Antriebswende ist noch nicht #Verkehrswende

Mehr Inspirationen: #WieWollenWirLeben

@realSiegfried
Neben Förderung der Öffis im Verkehr wäre auch zu überlegen, notwendige Wege zu verkürzen, z.B. mehr Bürgerbüros, mehr Kitas und längere Betreuungszeiten (auch in den Schulen), mehr öffentlich zugängliche WC und und und
Fußwege ohne Stolperfallen, welche auch mit Gehhilfen wie Stöckchen, Rollatoren und Rollstühlen gut zu nutzen sind, wären auch hilfreich. Bis heute werden Einfahrten und anderes allerdings mit Holperpflaster gebaut und die Höhe der Bordsteinkanten ist oft zu hoch
@Rundkuchenbrot Super! Gute Vorschläge. Maßnahmen, die heute bekannt und verfügbar sind, kurzfristig realisieren.

@Rundkuchenbrot
Oder anders ausgedrückt: #15MinutenStadt

Werkswohnungen! Warum gibt es die nicht oder kaum mehr?

@realSiegfried

@misanthropholes @realSiegfried
Eine Werkswohnung würde ich nicht haben wollen, da diese ein zusätzliches Druckmittel des Arbeitgebers sein könnte
Mehr kommunale Wohnungen mit Tauschmöglichkeiten, wo nicht bei jedem Mieterwechsel die Mieten exorbitant explodieren, aber anscheinend funktioniert das leider nicht so wirklich.

Nachtrag:
Hier bei Muttern brauche ich 15 - 20 Minuten zum nächsten Öffi, dabei Kopfsteinpflaster, schiefe Bordsteinkanten und andere Abenteuer

@misanthropholes @Rundkuchenbrot Zur 15-Minuten-Stadt: Schaut bitte noch mal auf Tag 11, Limmerick und Pontevedra:
https://troet.cafe/@realSiegfried/116288830980284104
Siegfried. (@[email protected])

Attached: 2 images Wir haben unendlich viele Beispiele, uns über Stadtplanung aufzuregen. Das verärgert und entmutigt mich. Ich frage mich, "Wie wollen wir leben?". Jeden Tag möchte ich ein Beispiel für Veränderung zeigen und damit die Sehnsucht nach lebenswerteren Städten wecken. Heute kein Vorher-Nachher-Bild. Wie wäre es, wenn wir jeden Ort auch in der fremden Stadt zielgerichtet zu Fuß erreichen könnten? Tag 11, Limmerick, Irland, und Pontevedra, Spanien: #WieWollenWirLeben

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@realSiegfried

Keines von allem. Weil Schienen auf der Straße auch keine gute Lösung sind, gerade für Rad- und auch Rollstuhlfahrer.
Allerdings wäre es mit elektrischen Fahrzeugen möglich unter oder über die Häuser zu fahren. Das könnte in den Städten deutlich die Fläche reduzieren.

Letzteres ist schon jetzt ein massives Problem: unser Flächenverbrauch. Das setzt sich ebenso in den Fahrzeugen fort. Hier braucht es andere Konzepte und auch Anreize.

@JamesBont Eben. Es braucht Anreize und andere Konzepe!

Was könnte die Wirtschaft in Deutschland brummen, wenn wir heute die Technologie der Mobilität von morgen schaffen würden?! Statt dessen wird immer nur davon geredet, wie unsere Verbrenner durch E-Autos ersetzt werden können.

Ich wünsche mir neue, innovative und inklusive Mobilität! Mobilität auch für Kinder, Alte, körperlich Eingeschränkte, kurz: für alle, die kein eigenes Auto fahren können.

@realSiegfried Was mich immer wieder irritiert ist die völlige Ignoranz gegenüber dem Verlangen nach individuellen Mobilität.

Nein ich möchte nicht 3 Stunden mit dem Rad zur Arbeit fahren - und auch nicht 90 Minuten mit der Bahn, wenn ich in 30 Minuten mit dem Auto schaffe. Man wird auch wenige davon überzeugt bekommen das zu tun. Egal was für Bildchen man dazu erstellt.

Wer glaub man könne eine Verkehrswende machen, wo wir alle nur noch mit Fahrrad und den Öffis fahren, unterliegt einem Irrglauben.

@jamesbond ich möchte nicht vorschreiben, wie du mobil bist. Ich möchte mit meiner Reihe anregen, dass wir formulieren, wie wir leben wollen. Dazu gehört auch Mobilität. Wie möchtest du mobil sein?

Ich wünsche mir nicht nur Antriebswende, sondern neue, innovative Mobilität. Ich wünsche mir, dass auch Kinder, Alte, körperlich Eingeschränkte selbstbestimmt mobil sein können. Also auch diejenigen, die kein eigenes Auto fahren können.

Und: https://troet.cafe/@realSiegfried/116402303431246883

Siegfried. (@[email protected])

@[email protected] Eben. Es braucht Anreize und andere Konzepe! Was könnte die Wirtschaft in Deutschland brummen, wenn wir heute die Technologie der Mobilität von morgen schaffen würden?! Statt dessen wird immer nur davon geredet, wie unsere Verbrenner durch E-Autos ersetzt werden können. Ich wünsche mir neue, innovative und inklusive Mobilität! Mobilität auch für Kinder, Alte, körperlich Eingeschränkte, kurz: für alle, die kein eigenes Auto fahren können.

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@jamesbond @realSiegfried

völlige Ignoranz gegenüber dem Verlangen nach individuellen Mobilität.


Wenn ich aus dem Haus gehe sehe ich vor allem eines: massenhaft Autos. Aufgrund der Ignoranz einer Autopriorisierenden Gesellschaft. Da draußen stehen Autos, die 70% des öffentlichen Raumes (meist stehend) okupieren, Autos die meine Gesundheit gefährden, die die Gesellschaft massiv Geld kosten, die die Klimakatastrophe beheizen, die stinken, seh laut sind und Menschenleben gefährden.

Autos, die zu groß sind, als dass man einem "Verlangen nach individueller Mobilität" weiterhin priorisieren darf. Sie ermöglichen im dicht besiedelten urbanen Stadträumen einfach auch keine "individuelle Mobilität" für alle oder wenigstens für eine Mehrheit, denn es fehlt dafür einfach der Platz und dieses Konzept vom Auto für alle hat sich schon lange als katastrophaler Irrglaube gezeigt. Das funktioniert einfach nicht.

Die Priorisierung von motorisiertem Individualverkehr ist im hohen Maße ungerecht, ungesund und extrem teuer und wird nur für wenige Privilegierte auf Kosten der Mehrheit in Städten umgesetzt.

Anschaulich ist z.B. das Beispiel meiner eigenen Wohnsituation:
In dem Haus in Berlin wo ich wohne (4 geschoßige gründerzeitliche Blockrandbebauung mit Hinterhaus im Hof, quasi der Standard hier) gibt es in Summe ~40 Wohnungen. Der straßenberandete Teil des Hauses ist ~ 25m lang. Da passen also etwa 4 Autos in Längsrichtung hintereinander.

Hätten alle 40 Wohnungsparteien (nicht mal jeder einzelne dort wohnende Mensch) "nur" 1 Auto, dann stapelten sich diese 40 Autos also theoretisch höher als das Haus hoch ist übereinander. Dass in einem gedachten Berlin mit dieser Menge an PKWs für diese Autos dann erst Recht kein Platz zum Fahren wäre erübricht sich zu sagen.

@wolf @jamesbond Ja! Und ja! Und ja! Und ja!

Und noch ein "hübsches Bildchen" dazu:

@realSiegfried @jamesbond und das sind nur die im Vorderhaus wohnenden Parteien. Dahinter gibt es etwa noch 2-3 mal so viele Wohnungen im dicht bebauten Raum.

@wolf @realSiegfried Woran machst du denn fest wer ein Auto fahren soll (darf?) und wer nicht? Autos retten jeden Tag leben. Die Priorisierung von Autos ist sicherlich gegeben, aber hat sie nicht auch eine Berechtigung?

Das es so schwarz weiss ist (Auto = böse, Fahrrad = gut) denke ich nicht. Das böse Auto ist für Menschen die nicht mehr so mobil sind ein Segen. Das fehlt mir irgendwo vollkommen in diesem komplett-Rant zu den ach-so-schlimmen Brummbrumms. Spätestens wenn der Notarzt mit dem Rad kommt, überlegt man sich vielleicht ob das wirklich ein Fortschritt ist.
Ich bin ganz beim Threadersteller - aber niemand kann ernsthaft den Nutzen von Autos abstreiten.

@jamesbond @realSiegfried Schau mal hier, da haben sich Leute gute Gededanken gemacht, wer fahren darf und wer nicht.

Spoiler: Rettungsfahrzeuge dürfen genauso fahren wie Lieferfahrzeuge und Menschen, die das Auto tatsächlich benötigen. Erstere stehen dann übrigens auch nicht mehr im Stau wegen falsch zugeparkten Straßen wenn gerade Deine Wohnung abbrennt oder Du mit Herzinfarkt auf den Notazt wartest.

Verkehrsentscheid — weniger Autos, mehr Berlin

@wolf @realSiegfried Ich wünsche ernsthaft viel Glück damit - egal was dabei raus kommt.

@jamesbond @realSiegfried

Die Priorisierung von Autos ist sicherlich gegeben, aber hat sie nicht auch eine Berechtigung?


Ich denke nein. Warum?

aber niemand kann ernsthaft den Nutzen von Autos abstreiten.


Das tut ja niemand, natürlich werden wir weiterhin Autos nutzen, aber nicht beliebig begründet mit "Verlangen nach individuellen Mobilität". Dafür haben wir nicht die Recourcen.

@wolf @realSiegfried Jut. Was sind nun die Kriterien für eine Nutzung eines Autos? Wer soll es zukünftig dürfen und wer nicht?
Lass mal hören …