@sonjdol genau diese Entwicklung habe ich auch in den USA vor 20 Jahren erfahren....könnte auch vorher so gewesen, aber ich war dann zu jung ;)
Es sind genau die die von 'flyover country' usw. gesprochen haben (auch in meinem Umkreis), die nun so überrasched sind, wo wir inzwischen gelandet haben.
Ich stelle mir mittlerweile eher die Frage, wozu die Leute diese Art von Posts - beispielsweise über die Menschen und die AfD in Sachsen-Anhalt - schreiben.
Aus meiner Sicht völlig falsche Plattform, falscher Adressatenkreis. Ich kann immer nur annehmen, es geht nur um Selbstvergewisserung/-bestätigung. Anders kann ich mir diese Dauerwiederholung nicht erklären.
Jede Aussage ist stets auch eine Aussage über sich selbst. Wir sind hier nicht bei Insta, aber man sollte sich dessen bewusst sein, dass hier ganz vieles (auch von mir) Selbstbestätigung ist.
Traurig wird es, wenn man die dadurch erlangt, auf andere herabzusehen.
Dazu die übliche Dynamik „wir“ vs „die anderen“. Natürlich finde ich das auch alles zum Schreien und der Weglaufreflex ist auch bei mir da. Das gebiert ungute Gedanken.
Ich weiß, es ist das gute Recht von den Nutzenden, zu schreiben, was sie wollen. Dafür ist es ja da.
Wie auch an anderer Stelle geschrieben, machen mich die ewigen Wiederholungen müde/mürbe. Sollen die Leute ihre Gedanken schreiben, aber wenigstens um eine persönliche Note ergänzt...oder etwas konstruktiver.
Stattdessen schreibt man die AfD hier groß, schaut nur, was irgendeine Wurst von denen gesagt hat. Man möchte hier jedes Stöckchen mitnehmen. Aber hier sind
1/
ja die besonders politisch aufgeklärten, stabilen Leute, die sich gegenseitig das Taschentuch hinhalten und auf die Schulter klopfen..."Wir sind mehr"....
Einen Scheiß sind wir. „Mehr“ ist gar nicht definiert und von Rahmenbedingungen abhängig.
Ich bin ein fürchterlicher Duckmäuser, der nicht genug sagt. Oder auch zuviel, je nach Anspruch. Die regionalen AfD-Hochburgen sind nicht weit weg, und mit vielen von dort habe ich zwangsläufig zu tun.
Es ist ein Amoklauf.
Die Demokratie SOLL zerstört werden.
Freiheit wird gegen Hass, Hetze und Rassismus eingetauscht.
Da helfen auch 60 % Zuschauer nix.
Das ist Fakt in Sachsen-Anhalt.
Das Problem sind all die Menschen, die meinen, Rechtsextremismus wäre DIE Lösung und die der AfD hinterherhecheln. Und davon gibt es in Sachsen-Anhalt nunmal nahezu alleinregierungsfähig viele. Ich benenne das Preblem. Ich bin nicht dessen Teil.
Ich lebe in einem österreichischen Bundesland, das einen Politiker der FPÖ als Landeshauptmann hat (entspricht in Deutschland einem Ministerpräsidenten der AfD). Ich bin politisch für die Grünen aktiv.
Es zahlt sich immer aus, das zu tun. Erstens gibt es eben viele, die nicht FPÖ wählen und die Vertretung durch linke Parteien suchen. Zweitens gibt es genug Wähler*innen der FPÖ, die die Partei nur wählen, weil der Bekanntenkreis sie auch wählt. Die kennen nichts anderes. Da gibt es aber einige, die man umstimmen kann.
@sonjdol Nicht wählen ist unterstützung.
Die 90 Millionen die nicht wählen gegangen sind in den USA sind es die Trump ermöglicht haben.
@sonjdol
Ich kann Deinen Frust verstehen. Die Wahl ist gelaufen, wenn Sie gelaufen ist, nicht nach Umfragen. Die beeinflussen genau so die Wahl. Man kann das evt nutzen, um Nichtwähler zu motivieren.
Die Demokraten, die wo auch immer im schwierigen Umfeld leben und diskutieren, verdienen Respekt und Unterstützung.
Jeder muss auf sein Umfeld einwirken, auch im Westen, auch hier werden zu viel Rechte und Rechtspopulisten gewählt.
Wie könnte man im Osten sonst im Wahlkampf konkret helfen?
@sonjdol Genau deswegen wünsche ich mir für Wahlen mit dem Winner-takes-all Prinzip nicht nur positive, sondern auch/alternativ negative Stimmen vergeben zu können. Das Problem ist, dass die 60% gleichmäßiger auf die anderen Parteien verteilt werden, und dadurch die demokratische Mehrheit verwässert wird.
Wäre auch besser, wenn der erfolgreiche Kandidat dann mit seinen 7% auch sieht, dass die Wähler sich nicht für ihn, sondern gegen etwas schlimmeres entschieden haben.