Was soll eine Spielleitung machen, wenn die Spieler Schabernack ohne Ende betreiben und sich nicht mehr an den Plot halten?

#KleineHelden #Cartoon #pnpde #Fantasy #Rollenspiel

@kleine_helden Versuchen herauszufinden, woran es liegt?

Passt der Plot nicht? ⇒ Robin’s Laws lesen.¹
Sind die Charaktere zu spannend? ⇒ TPK und zufällig auswürfeln ☺

Allgemein: nachfragen. Auch offen sagen, dass es der Spielleitung wichtig ist, den Plot zu spielen.

(letzteres bitte nicht!)

¹ immernoch die beste Resource.

@kleine_helden Dass die Spielenden "sich an einen Plot halten" sollen, ist ein irgendwie immer merkwürdiger anmutendes Konzept.. 🤔

Wir hatten selbst in Cthulhu schon Abende, die absolut nichts mit dem Plot zu tun hatten, in einer nicht vom Plot beschriebenen Stadt stattfanden und hatten da jede Menge Spaß! (Auch ich als SL)

@grischa @kleine_helden

naja, das kommt darauf an was die Gruppe will.

Wenn die SL für die Gruppe die Sieben Gezeichneten Kampagne von DSA vorbereiten soll, steckt da viel Arbeit drin und man hat einen fixen Plot. Da finde ich es ziemlich unverschämt wenn die SpielerInnen das sabotieren.

Wenn ich nen losen Plot hab und ne flexible Gruppe und der Plot anpassbar dann ändert man den Plot halt. Aber bei Gruppenspielen gehört da m.E. eine gewisse Absprache dazu, spielen ja alle in der Runde

@TheOneSwit Bei meiner Cthulhu Anekdote ging es um Nyarlatothep.. Kampagne mit 3 Büchern mit einem relativ straffen Zeitplan im Plot. Glaub mir, ich muss da extrem viel Zeit in Vorbereitung stecken..
Und trotzdem kann man da einiges machen als SL, wenn die Spielenden das wünschen.
Im Endeffekt geht es ja darum, dass die Menschen am Tisch Spaß haben, warum das unterbinden?

Ich glaube, wenn die Spieler "das Spiel sabotieren" oder die SL das Gefühl hat, dass das so ist, passen sie im Endeffekt ziemlich sicher nicht zusammen..

Ich habe btw mittlerweile (hauptsächlich durch osr) gelernt, dass ich keine Lust mehr auf (von der SL an den Tisch gebrachten) Plot getriebenes Spiel habe.. Ich habe dafür einfach keine Zeit mehr, und was wir uns zusammen ausdenken ist meist sowieso besser.

@kleine_helden

@grischa @kleine_helden

vorgefertigte Abenteuer sind immer schwierig, vor allem wenn Figuren auftauchen denen nichts passieren darf.

Hab schon recht früh aufgegeben als SL eigene Abenteuer zu kaufen und vorzubereiten. Ich klär da im Vorfeld was die Gruppe haben will und wenn ein Buchabenteuer gewählt wird dann kläre ich auch zuvor dass sich die Gruppe auf den Plot einstellen muss und sie mitarbeiten. Freie Plots sind da einfacher aber brauchen auch erfahrenere SpielerInnen.

@kleine_helden

Den Plot streichen und die "Helden" auflaufen lassen.

Hatte das einmal das die Gruppe nur unsinn gemacht hat, dann hat sich der Auftraggeber ne andere Gruppe gesucht und die Helden stehen lassen. Plot war zu Ende und die Spieler schauten doof als sie Freizeit in einer Stadt als restabenteuer hatten und nichts zu tun.

@TheOneSwit Oh wow.. Eine SL, die versucht, mich meta zu erziehen oder gar zu bestrafen, wäre sehr schnell nicht mehr meine SL ehrlich gesagt.
Ich finde es völlig okay, dass die Welt auf die Spielenden angemessen reagiert, Dorfbewohner zB schreiend wegrennen, wenn die Murder Hobo Gruppe eintrifft und so..
😄
Aber bitte nicht mit dieser Motivation im Hintergrund. :)
Wenn das für Deine Spielenden okay ist, zum "richtigen" Spiel von Dir erzogen zu werden, dann ist das natürlich okay. Erwartungen bespricht man am besten vorher. :)
@kleine_helden
@TheOneSwit P.S. Orkenspalter haben da ein echt gutes Video zu, wie man gut mit diesen Problemen umgeht. Das "Murder Hobo" Beispiel kommt da auch her.. ☺️
@kleine_helden

@grischa @kleine_helden

Mit erziehen hat das wenig zu tun. Ich werde nicht bezahlt und bin kein alleinunterhalter.
Wenn die Gruppe mich als SL vorführen will dann beende ich das Abenteuer, bin nicht der Depp.

Wenn ihnen mein Plot und das Abenteuer nicht gefällt, ok. So be it. Dann zwinge ich niemanden mitzuspielen, dann fliegt der Plot raus und die SpielerInnen können ihren eigenen Plot vorantreiben. Ich hab aber nichts mehr vorbereitet also 🤷

@grischa @kleine_helden

Im speziellen Fall ging es um ein Dsa Abenteuer im Al'Anfa eine Stadt mit sehr viel Sklavenhandel.

Die Helden sollten einen Auftraggeber treffen entschieden sich dann auf dem Sklavenmarkt jedoch einen Aufstand anzetteln zu wollen, Sklaven zu befreien und Adlige anzupöbeln.

Sie landeten dann im Kerker, der Auftraggeber musste andere leute nehmen und das Abenteuer war schon am Anfang zu Ende.

Sie durften dann ihren Ausbruch und die Flucht aus Al'Anfa planen.

@TheOneSwit @grischa @kleine_helden Aber das ist doch „der Klassiker“: eine Gruppe, die sich selbst als „gut“ definiert und mit den Gegebenheiten vor Ort unzufrieden ist. Dann wäre mein Ansatz gewesen, das schön auszuspielen und der Auftraggeber hätte die ja auch z.B. aus dem Gefängnis freikaufen können (dann schulden ihm die Helden einen Gefallen usw.). Bietet viel Platz zum Rollenspiel imo.

@Levold @grischa @kleine_helden

Wir haben das ausgespielt, die Heldin durfte einen hohen Granden ohrfeigen und durfte dann die Wachen kennenlernen. Ich sah keinen Grund warum der Auftraggeber irgendwelche schwerverletzten verbrecher aus dem Gefängnis freikaufen sollte. Es gab nur einen Aushang auf den sie sich melden wollten. Da haben sich dann halt andere gemeldet.

Den Abenteuerband hab ich zugeschlagen und weggelegt, das wollten sie ja offensichtlich nicht.

@TheOneSwit @grischa @kleine_helden No offence: so hätte ich es eben nicht gelöst. Ad hoc fallen mir mindestens zwei Varianten ein, in denen das Abenteuer dennoch hätte stattfinden können.
Das mit dem „die Gruppe wollte das eben nicht“ finde ich schwierig. Meistens weiß die Gruppe ja nicht, was von ihnen erwartet wird.
@TheOneSwit @grischa @kleine_helden Ich erinnere mich an Diskussionen von vor 15 Jahren (und länger): sollte ein Abenteuer „lead by the nose“ sein oder eben eine komplett offene Welt. Ändert eben auch die Rolle des DM.

@Levold @grischa @kleine_helden

Ad hoc, gibts unzählige wege. Rondra hätte ihre Blitze schleudern können.

Aber ich finde dass Aktionen der SpielerInnen auch konsequenzen brauchen. Ansonsten mache ich die Spielwelt lächerlich und das Spiel macht keinen Sinn. Aber wie du schon sagst, muss man sich als Gruppe auch vorab absprechen ob man jetzt Bock hat auf ein Railroad Abenteuer oder ein Sandbox oder was auch immer hat
Hab mit der Runde über 20 Jahre gespielt, da gab es mehrere Diskussionen😉

@Levold @grischa @kleine_helden

Das ist dann ja auch was ich mit den Spielern gemacht hab. Entweder wir spielen dieses Buchabenteuer mit dem dazugehörigen Plot und einer gewissen ernsthaftigkeit die der Welt und den Figuren gerecht wird. (eher cineastisch) oder wir machen Blödsinn aber dann brauch ich ja nicht das Abenteuer durchdrücken. Dann gibt's halt alternativplot. 🤷

Die Spieler hatten sich danach überlegt was sie wollen und waren dann ganz einverstanden mit der Alternative.

@kleine_helden kommt drauf an:
SL hat Bock drauf -> mitblödeln
SL hat keinen Bock drauf -> die Spieler:innen fragen ob man das gleiche Spiel spielt
@kleine_helden erkennen, dass die Spielenden Spaß haben, mitmachen und unterstützen wo sie kann
@kleine_helden Das kommt sehr stark auf den Plot drauf an. Wenn es ein Plot ist der ein zeitkritisches Element hat, z.B. ein Ritual das zu einem festen Termin (magische Konstelation, besonderes Tagesherrscher, etc.) ausgeführt werden soll und die Helden auf diesen Termin deutlich hingewiesen wurden und ihn trotzdem verstreichen lassen dann müssen sie mit den Konsequenzen leben. Entweder die Ausführung der Rituals und was auch immer es ergeben hat oder das ein anderes Heldenteam erfolgreich war.

@kleine_helden Das ist in meinen Augen auch keine Erziehung der Gruppe sondern einfach nur ein vernünftiges Ausspielen der Spielwelt und der Konsequenzen Ihrer Handlungen. Sie sind immerhin in einer lebendigen Welt in der sich nicht alles nur um sie dreht wie in einem PC-RPG wo man einfach mal eine dringende Sidequest 4 ingame Spieljahre liegenlassen kann und nichts passiert.

Davon abgesehen das so ein "Failstate" ja auch auch wieder ganz eigene Möglichkeiten für das weitere Abenteuer ergibt.

@kleine_helden Als Meister hast Du ein komplettes Universum als Werkzeug. Wenn Du die Helden unbedingt zu was kriegen willst kannst Du sie locken, verführen, bestechen, zwingen oder alles zusammen ... was halt für gute Laune sorgt.
@kleine_helden Laufen lassen, wenn es den Spielleiter nicht stört. Ansonsten: Mit der Gruppe reden oder die Gruppe verlassen, da es halt einfach nicht passt.
@kleine_helden Hatte ich auch in der #Aborea Kampagne, da sind die Spielenden vom Plot davongelaufen weil ihnen keiner der zwei Gruppierungen geheuer war um mit dem Artefakt umzugehen; was sie nicht wussten, nur einer in der Gruppe konnte das Artefakt aktivieren 😋
Daraufhin haben wir 2-3 Jahre in einem anderen Gebiet gespielt bis sie der Plot eingeholt hat.

@kleine_helden

Ich finde, es gibt sehr unterschiedliche Art, beim Spielen albern zu sein. Manchmal passt es einfach zu Charakteren, manchmal braucht die Gruppe das mal zwischendurch und manchmal ist es Ausdruck von Langeweile/Unzufriedenheit. (Und vermutlich noch andere Szenarien.)
Mich nerven Albernheiten nur, wenn sie die Tiefe des Spiels stören.