In Ungarn wird morgen gewählt, Viktor Orbán kämpft mit allen Mitteln um den Machterhalt. Nun soll die Regierung Lizenzen für ein Programm erworben haben, das Menschen mit Daten aus der Online-Werbeindustrie überwachen kann, inklusive Handy-Ortungen.

Es wäre der erste bestätigte Kauf solcher Technik in Europa. In den USA nutzt unter anderem Trumps Abschiebemiliz ICE solche Dienste.

Überwachungsstaat und Überwachungskapitalismus wachsen zusammen. #ADINT #databrokerFiles

https://netzpolitik.org/2026/vor-schicksalswahl-orban-regierung-soll-neuartige-ueberwachungsprogramme-angeschafft-haben/

Vor Schicksalswahl: Orbán-Regierung soll neuartige Überwachungsprogramme angeschafft haben

Die US-Firma Penlink verkauft Überwachungstechnik, die auf Werbe-Tracking basiert. Nach Trumps Abschiebemiliz ICE hat offenbar auch die ungarische Regierung Lizenzen gekauft. Kurz vor der Wahl könnte sie damit gegen Opposition und Medienschaffende vorgehen.

netzpolitik.org

Fantastische Recherche von @citizenlab @wchr und Szabols Panyi / @newsroom

Zusammengefasst mit @sebmeineck für @netzpolitik_feed

Hier findet ihr den ganzen Bericht zum werbebasierten Überwachungssystem Webloc und der Herstellerfirma Penlink: https://citizenlab.ca/research/analysis-of-penlinks-ad-based-geolocation-surveillance-tech/

Zur Recherche mit Ungarn-Fokus von VSquare geht es hier: https://vsquare.org/orban-spying-toolkit-cobwebs-webloc-hungary-spyware-citizen-lab/

Uncovering Webloc: An Analysis of Penlink’s Ad-based Geolocation Surveillance Tech - The Citizen Lab

Location data collected from mobile apps and digital advertising can reveal habits, interests and almost any other aspect of someone's life. In this report, we uncover how a geolocation surveillance system called Webloc uses ad-based data to monitor hundreds of millions of people across the globe.

The Citizen Lab

Die Herstellerfirma Penlink unterhält übrigens auch ein Vertriebsbüro in Deutschland. Gehören auch deutsche Behörden zu den Kunden? Das wollte zuletzt Ende 2025 die Bundestagsabgeordnete Donata Vogtschmidt wissen. Überraschung: Die Bundesregierung verweigerte jede Auskunft:

https://netzpolitik.org/2025/sicherheitsbehoerden-und-databroker-bundesregierung-macht-datenkauf-zum-staatsgeheimnis/

Sicherheitsbehörden und Databroker: Bundesregierung macht Datenkauf zum Staatsgeheimnis

Die Bundesregierung verweigert Transparenz darüber, ob deutsche Sicherheitsbehörden bei Datenhändlern einkaufen. Die Frage ist brisant, denn für den Kauf gäbe es keine sichere Rechtsgrundlage. Das zeigen Dokumente aus dem Bundestag, die wir exklusiv vorab veröffentlichen.

netzpolitik.org
@roofjoke Das ist schon verrückt. Man weiß heute nicht mehr wo seine Daten landen. Durch KI-Agenten und KI im Allgemeinen entsteht häufig auch Software die vermutlich unsicher ist und Leaks werden wohl immer häufiger (Stichwort: Mythos). Wie schützt ihr euch als Journalisten von Netzpolitik gegen Datensammelei und Staatstrojaner? Als "normaler" Mitbürger ist bei mir vermutlich nicht viel interessantes zu holen, aber bei investigativ Journalisten doch sicher mehr.
@thopx14 @roofjoke Weißt nicht, einschüchtern zum Beispiel, wenn man auf einer Demo geht und Mensch Hausbesuch von der Polizei bekommt. 🤷‍♂️

@roofjoke @citizenlab @wchr @sebmeineck @netzpolitik_feed

Damit habe damit schon bei der ersten Amtszeit von Trump gerechnet.
(Wollte damals keiner "hören". Bis heute "Schweigen".)

@roofjoke
Ich bin aus Ungarn. Hab sogar in telex.hu nachgeschaut, aber nicht mal eine Spur gefunden. Bist sicher, diese info ist valid?