@irom Ein Mann wurde von einem Räuber überfallen, der auf den Mann einschlug, doch dieser wehrte sich, weshalb der Räuber die Flucht ergriff.
Zwei Männer auf der Straße prügelten sich und schlugen aufeinander ein. Ein Mann war dabei unterlegen und ergriff die Flucht.
Letzteres ist puristisches "sagen was ist" (also eine Tatsachenbehauptung) - ersteres ist einordnende Berichterstattung, die ich von Qualitätsmedien erwarte.
"Ein Räuber" ist objektiv nur belegbar, wenn es genug rechtskräftige Verurteilungen gibt. "Überfallen" wiederum ist einfacher zu belegen. Das sollte für die meisten Beobachter klar erkennbar sein.
Ich sehe drei Kategorien:
- falsche Neutralität (solange Details weglassen, bis nichts fassbares bleibt)
- Einordnung (belegte Details verbinden, Schlüsse ziehen)
- Polemik (Vermutungen, persönliche Vorlieben und Meinungen auf den Rang von Tatsachen heben)
Das erstere versteckt Probleme, das letztere kann welche erfinden. Jemanden einen "Räuber" zu nennen ist ganz klar Polemik. "Tatsachenbehauptungen" sind auch problematisch. Nachrichten sollten niemals blos behaupten, sondern Quellen nennen und verifizieren. Sonst sind sie von Fiktion nicht zu unterscheiden.
@Thomas_Wuest
.. im Falle der Ukraine ist völlig klar, dass Putin eine Invasion gestartet hat, und zwar nach Jahren, in denen die russische Armee "Unabhängigkeitskämpfer" in die Ukraine schickte. Das schien mir eigentlich auch immer deutlich genug dargestellt zu sein.
...was mich viel mehr nervt, ist wie sie noch immer tun, als ob Trump irgendetwas ernst meinte, wie sie offensichtlich verfassungsfeindliche Äußerungen der AfD kommentarlos wiedergeben, und seit Jahrzehnten widerlegte Behauptungen von Politikern ("Datenschutz vs. Sicherheit" - kompletter Unsinn), die das Verfassungsgericht regelmäßig beschäftigen, einfach übernehmen...
Wie Demokratie funktioniert ist lange bekannt, und wir sehen grad gut, wie sie sich selber abschaffen kann.
@irom
@mmol
Also, ich hatte mal nen Chef, der enorm kritish mit seinen Leuten umging. Ich bin echt froh, da weg zu sein.
*Den* würde ich echt gerne mal als Moderator in einem Interview mit so AFD-Leuten sehen. Der hat ein gutes Gespür, welche Fragen am meisten weh tun und keine Angst, die auch zu stellen und nachzuhaken. Alles was aus der AFD kommt (und inzwischen auch vieles von der CDU) ist auf impliziten Annahmen aufgebaut, die sie lieber nicht laut aussprechen. Das Gestotter, wenn die mal ganz deutlich angesprochen werden, würd ich mir gern mal anhören...
@Thomas_Wuest @irom
Die feigen #afd ler würden vermutlich in so einer Sendung gar nicht erst auftauchen.