Die Berichterstattung in der #tagesschau über den russischen Angriffskrieg gegen die #Ukraine jagt mir regelmäßig den Schauer über den Rücken: auch heute wurde wieder von „gegenseitigen Drohnenangriffen“ gesprochen,dabei gibt es in dem Krieg nur einen Angreifer und die Ukraine,die sich verteidigt.😖
@Thomas_Wuest Die Kritik versteh ich nicht. In einem Krieg greifen sich beide Parteien gegenseitig an. Das ändert doch nichts an der Völkerrechtlichen Einordnung des Kriegs und ist nicht als umdeutung gemeint, sondern einfach eine Tatsachenbeschreibung.

@irom Ein Mann wurde von einem Räuber überfallen, der auf den Mann einschlug, doch dieser wehrte sich, weshalb der Räuber die Flucht ergriff.

Zwei Männer auf der Straße prügelten sich und schlugen aufeinander ein. Ein Mann war dabei unterlegen und ergriff die Flucht.

Letzteres ist puristisches "sagen was ist" (also eine Tatsachenbehauptung) - ersteres ist einordnende Berichterstattung, die ich von Qualitätsmedien erwarte.

@Thomas_Wuest @irom
"Hilf dir selbst, denn sonst hilft dir niemand. "

@Thomas_Wuest

"Ein Räuber" ist objektiv nur belegbar, wenn es genug rechtskräftige Verurteilungen gibt. "Überfallen" wiederum ist einfacher zu belegen. Das sollte für die meisten Beobachter klar erkennbar sein.

Ich sehe drei Kategorien:

- falsche Neutralität (solange Details weglassen, bis nichts fassbares bleibt)

- Einordnung (belegte Details verbinden, Schlüsse ziehen)

- Polemik (Vermutungen, persönliche Vorlieben und Meinungen auf den Rang von Tatsachen heben)

Das erstere versteckt Probleme, das letztere kann welche erfinden. Jemanden einen "Räuber" zu nennen ist ganz klar Polemik. "Tatsachenbehauptungen" sind auch problematisch. Nachrichten sollten niemals blos behaupten, sondern Quellen nennen und verifizieren. Sonst sind sie von Fiktion nicht zu unterscheiden.

@irom

@Thomas_Wuest
.. im Falle der Ukraine ist völlig klar, dass Putin eine Invasion gestartet hat, und zwar nach Jahren, in denen die russische Armee "Unabhängigkeitskämpfer" in die Ukraine schickte. Das schien mir eigentlich auch immer deutlich genug dargestellt zu sein.

...was mich viel mehr nervt, ist wie sie noch immer tun, als ob Trump irgendetwas ernst meinte, wie sie offensichtlich verfassungsfeindliche Äußerungen der AfD kommentarlos wiederheben, und seit Jahrzehnten widerlegte Behauptungen von Politikern ("Datenschutz vs. Sicherheit" - kompletter Unsinn), die das Verfassungsgericht regelmäßig beschäftigen, einfach übernehmen...

Wie Demokratie funktioniert ist lange bekannt, und wir sehen grad gut, wie sie sich selber abschffen kann.
@irom

@Mr_Teatime @irom Fragen sie mal bei der Aktenzeichen XY-Redaktion nach, was die von Ihrer These halten, dass schon jemanden als Räuber zu bezeichnen „polemisch“ wäre…ich kann schon deshalb ihren Ausführungen überhaupt nicht folgen. Also gar nicht.

@Thomas_Wuest
"Rãuber" ist eine Identität, Raub ist eine Tat. Noch deutlicher: "Trinker" und "hatte mal'n Bierchen" sind nicht dasselbe.

Jemanden ohne Tatbeweis "Räuber" zu nennen ist falsch. Fragen Sie mal bei einem beliebigen Gericht nach.

Seriöse Nachrichten dürfen niemals Meinungen als Tatsachen verbreiten.
Ich darf Putin einen eiskalt kalkulierenden Psychokiller nennen, aber die Tagesschau darf nur von völkerrechtswidriger Invasion sprechen, oder einem Eroberungsfeldzug.

Das ist der feine Unterschied zwischen bewiesenen, plausiblen, vermuteten, spekulativen oder frei erfundenen Tatsachen, und Dingen, die eben keine Tatsachen sind sondern persönliche Vorlieben (Trump sieht beschissen aus. Ich bestehe drauf aber die Tagesschau darf es nicht sagen)

@irom