Wer ohne Fahrschein U-Bahn oder Bus fährt, gefährdet niemanden. Wer mit dem Auto auf dem Radweg hält, um "nur mal eben Brötchen zu holen" nimmt Tote in Kauf. Statt Schwarzfahrer Radwegparker* in den Knast zu sperren, wäre ein erster Schritt zu mehr Gerechtigkeit.

*) und Gehwegparker usw.

@sixtus
Weder sollten Schwarzfahrer noch Gehwegparker ins Loch müssen,ob man jemanden die Fahrerlaubnis entzieht der mit seinem permanenten Style dritte gefährdet ist eine andere Frage.
Knast mit allem drumrum ist ein teures"vergnügen"
der in den Knast bringer hat eine Verantwortung für den Knacki, die ja heute schon oft versagt,damit werden Kapazitäten vergeudet.
@osterhase @sixtus Sieht aber nicht jeder so, dass Knast eher zu teuer ist.
Kommentar in dem Blatt mit B und den großen Buchstaben: "das ist so typisch deutsch. Da könnte man den Fahrschein ja gleich ganz abschaffen."
Neeee, der Kommentar ist
#typischDeutsch
@osterhase @sixtus und im übrigen bin ich der Meinung, dass Schwarzfahren keine Straftat mehr sein sollte und die Ersatzfreiheitsstrafe abgeschafft gehört. Das erhöhte Beförderungsentgelt darf bleiben - gleichzeitig aber das D-Ticket sozialverträglich ausbauen... sprich Sozialtarif und Jugendkarte einführen, und Reduktion des aktuellen Preises wieder auf 49€. Das wäre mal verträglich statt weglassen der CO2 Steuer oder erhöhen der Pendlerpauschale.
@sixtus Wenn Falschparken und Schwarzfahren gleich geahndet würden, wäre Schwarzfahren längst kein Straftatbestand mehr und außerdem billiger als ein regulärer Fahrschein.
@i3ke Schwarzfahren hat in der Regel ein erhöhtes Beförderungsentgelt zur Folge, Falschgeld ein Bußgeld. Zahlt man das eine oder das andere nicht, hat dies weitere Konsequenzen.
@MrGR @i3ke wenn man Falschparken nicht zahlt hat das aber nicht zur Folge, dass man in den Knast kommt. Bei Schwarzfahren letztendlich schon
Strafzettel für fast 50.000 Euro und 100 Haftbefehle: Parksünder muss ins Gefängnis

Ein Mann aus Erfurt parkt immer wieder falsch, zahlt aber seine Knöllchen dafür nicht. Das hat jetzt schwerwiegende Konsequenzen für den 56-Jährigen. Er muss ins Gefängnis.

MDR
Strafzettel für fast 50.000 Euro und 100 Haftbefehle: Parksünder muss ins Gefängnis

Ein Mann aus Erfurt parkt immer wieder falsch, zahlt aber seine Knöllchen dafür nicht. Das hat jetzt schwerwiegende Konsequenzen für den 56-Jährigen. Er muss ins Gefängnis.

MDR
Es gibt durchaus Vergehen, die nicht zu Personengefährdungen führen und richtigerweise strafbewährt sind (Diebstahl, Betrug, Urkundenfälschung, Strafvereitelung etc.). Insofern ist die Logik von @sixtus abwegig.
Die Frage ist doch die: kann der Staat ein Ordnungsgeld zwangsweise eintreiben? Ich denke, das geht nur in wenigen Fällen und dann wären die zahlenden Kunden die Dummen. Die Tarife würde dann steigen für die, die zahlen 🤔
@geraldschreyer @sixtus
Warum muss eine Öpnv Bude anders gestellt werden wie ein x beliebiger Gläubiger auch z.b. EVUs können säumige Zahler nur auf eigene Rechnung ins Loch werfen,was bestimmt nicht auf Zustimmung des Finanzgewaltigen trifft.

@osterhase @sixtus

Die Anteilseigner, die hinter den ÖPNV-Firmen stecken sind in den wenigsten Fällen Privatunternehmen. In der Metropolregion Rhein-Neckar (RNV) beispielsweise sind dies die Landkreise und die kreisfreie Städte. Um ein anderes Beispiel zu geben: in Berlin sind dies die Länder Berlin und Brandenburg
https://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsverbund_Berlin-Brandenburg

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg – Wikipedia

@geraldschreyer @sixtus
EVUs sind in der Regel auch der Kommune und bringen dort die Kohle die der ÖPNV nicht erwirtschaftet(macht ja auch Sinn)
@osterhase @sixtus
..und auch hier wäre ich dafür, dass die Erschleichung von Leistungen (z.B. Manipulation des Gaszählers, Überbrücken des Stromzählers) ein strafbewährtes Delikt ist und bleibt. Und das unabhängig davon, ob der EVU gemeinnützig ist oder nicht (es gibt für beides Fälle).
@geraldschreyer @sixtus
Das ist schon so,allerdings sind für solche Werktätigen uneinbringliche Forderungen uneinbringlich&fertig,für Haftstrafen & der brimbamborium drum rum in Vorleistung zu gehen ist Quatsch,30 Jahre könnte man ihm ja hinterherlaufen,oder die Forderung verkaufen.

@geraldschreyer @osterhase @sixtus die Kommunen sind aber auch die Betreiber der öffentlichen Parkplätze - und damit die Geschädigten beim Schwarzparken.

Ich sehe wirklich keinerlei haltbares Argument, Begörderungserschleichung und Parkplatzerschleichung ungleich zu behandeln (außer vielleicht die Höhe des Schadens, die beim Schwarzparken i.d.R. höher ist).

@sixtus

Da bin ich bei dir aber auch mehr und härter Strafen gegen Fahrradfahrer die bei rot über Ampeln fahren oder über Fußgängerüberwege fahren.
Auf beiden Seiten gibt es Idioten.

Ich sehe es ganz oft vor der Schule meines Kindes das Eltern in der Bushaltestelle parken. Wenn ich die Erzieher darauf ansprechen sagen die "Was sollen wir da machen?"
Bei jeden Elternabend wird erfolglos darauf hingewiesen.

@sixtus Nur schade, dass es keine Fahrrad-Lobby gibt, die unsere Politiker schmieren könnte. Die Autohersteller haben da die Nase weit vorne und unsere Politik hechelt wie in braves Schoßhündchen, das auf sein Leckerli wartet.
@sixtus sorry, nein. Niemand nimmt Tote in Kauf, wenn man auf dem Radweg parkt und allein wegen Schwarzfahrens kommt auch niemand in den Knast.
@MrGR @sixtus niemand nimmt wissentlich Tote in Kauf. Aber Falschparker sind oft eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer (siehe https://www.berliner-zeitung.de/news/polizeibericht-berlin/unfall-in-berlin-radfahrerin-stirbt-auf-frankfurter-allee-li.161468)
Schwarzfahren ist eine Erschleichung §265a StGB und damit mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe belegbar oder einer Geldstrafe. Während Falschparken nur als Ordnungswidrigkeit zählt und damit nur mit einem Bußgeld belegt wird. Nicht gezahlte Geldstrafen werden mit Ersatzhaft verbüßt, was tausendfach geschieht (siehe https://freiheitsfonds.de/)
Unfall in Berlin: Radfahrerin stirbt auf der Frankfurter Allee

Die Frau soll von einem Lastwagen erfasst worden sein, sagen Zeugen. Offenbar hatte sie versucht, einem parkenden Transporter auszuweichen.

Berliner Zeitung

@sixtus

Für mich werden hier Äpfel mit Birnen verglichen.

Wer "schnell" auf dem Gehweg parkt, verhält sich egoistisch, genau so wie der Schwarzfahrer (besonders, wenn er dies öfter tut), weil er sich damit eine Dienstleistung erschleicht, die ihm eigentlich nicht zusteht.

Wobei Fahrscheine günstiger werden sollten. Mehr Sozialtickets etc.

@wortsalatfinchen Ich denke, gefährdendes Falschparken und Öffis fahren ohne zu bezahlen kann man sehr gut miteinander vergleichen. Das kann man super gegenüberstellen. Wie viele Menschen sind durch sog. Schwarzfahren gestorben, wie viele wegen gefährdenden Falschparkern, wie viele sind jeweils wegen der einen oder anderen Sache verletzt worden, welche Sachschäden sind dadurch jeweils entstanden, wie wirkt sich das jeweils auf den gesellschaftlichen Frieden aus, etc. Und darauf basierend fällt mir persönlich die Meinungsbildung nicht schwer, ob sog. Erschleichen von Mobilität strafbar sein sollte, während mutwillige Gefährdung von schwächeren Verkehrteilnehmenden es gleichzeitig nicht ist.

Ich vergleiche aber auch versch. Kernobst (z.B. Äpfel und Birnen) miteinander. (scnr)

@sixtus

@sixtus Ironie AN

Ick hab aber für meinen Stadtgeländewagen aus Wolfsburg 50.000 € bezahlt, die Wirtschaft angekurbelt und damit was für den Standort Deutschland gemacht, das ist viel mehr wert als ein Radfahrender je machen kann.

Und diese Nichtskönner von Schwarzfahrer, machen noch weniger als nichts, selbst Knast ist für die noch zu viel.

Ironie AUS.

@sixtus
Übrigens. Wenn das Gesetz so bleibt
Wäre das nicht mal eine "Aktion" zum Winter?
Stelle mir gerade vor wie 1000e (!) Wohnungslose auf einmal ÖPNV fahren und sich dann verhaften lassen - um ev. ein paar Wochen im Warmen und mit Essen versorgt im Knast zu schlafen.
Nicht auf Dauer, eher als politische Aktion.🤔

Und ja, Knast ist kein Urlaub oder überhaupt "zu empfehlen".