Ich habe schon lange den Überblick verloren, welches #FOSS #Office von welchem abstammt und warum welches besser oder schlechter ist. Dass es nun auch noch einen Streit darüber gibt, dass eines kein #FOSS mehr sein soll und ein davon geforktes vielleicht widerrechtlich ist, macht die Sache nicht besser.

Und beim Thema *Cloud (#NextCloud, #OpenCloud, #ownCloud, ...) habe ich auch den Überblick verloren. 😟

@rebootdeluxe Ja. Als es nur M365 gab, was es einfacher. 😂

@kaffeeringe Nee, als es nur OpenOffice (ab 2002) und NextCloud edit: OwnCloud gab (ab 2010). 🙂

Office 365 gibt es erst seit 2011 und M365 erst seit 2017.

Ich habe das Pech der frühen Geburt. Ich habe das alles mitbekommen. 😵‍💫

@rebootdeluxe Aber ist der Sinn der Sache nicht, dass es eine Auswahl gibt?
@rebootdeluxe Man muss ja auch gar nicht alles nutzen. Du kannst immer noch OpenOffice und Nextcloud verwenden.
Ist das nicht bei jeder Software so? Es gibt nicht "die Beste Software". Man muss immer das finden, was am Besten zu einen passt. 🙂

@kaffeeringe @rebootdeluxe
@Lorker @kaffeeringe Ja!
Aber dann wird es ja schon wieder anstrengend, herauszufinden, warum etwas am Besten zu einem passt. 🙂
Ich will ungern nach x Monaten herausfinden, dass es doch viel besser gewesen wäre, die andere Software zu nehmen. Weil das bedeutet dann Mehraufwand in Form von Mental Load und Zeit.

@kaffeeringe Auswahl ist nur bedingt gut. Aber wenn man sich erst tagelang damit auseinandersetzen muss, um einen Softwareauswahlprozess umzusetzen, dann macht das mir zumindest immer weniger Spaß.
Früher™ war es einfach:
Keinen Bock auf Oracle? --> LibreOffice

Aber als es dann z. B. die Abspaltung von NextCloud von OwnCloud gab, fing es für mich schon an, unübersichtlich zu werden.

Ich bin aus dem Alter raus, wo es mir Freude bereitet, im Tages- oder Wochentakt unterschiedliche Software auszuprobieren. 🙂
Ich erwische mich immer häufiger dabei, nur noch zu schauen: Wo ist die Community größer, worüber finde ich mehr Informationen? Weil mir das dann im "Tagesgeschäft" am meisten bringt. Nicht die Frage, ob jetzt die Buttons bunter und "an der richtigen Stelle" sind.
Meine wenige Freizeit ist mir mittlerweile zu kostbar, um sie mit Trial and Error vor dem Computer zu verbringen.

Je mehr Fragmentierung es gibt, umso kleiner werden die Communitys und umso länger dauern Entwicklungen und Fehlerbereinigungen. Weil sich weniger Entwickler um die Bewältigung der Last kümmern müssen. Teilweise hängt es dann an einzelnen Entwicklern, was gar nicht gut ist.

Ich kann nachvollziehen, warum Leute FOSS-Software forken und immer neue Distributionen bauen. Aber das ist nicht immer gut.

@rebootdeluxe @kaffeeringe kleines Detail: Nextcloud gibt es erst seit 2016, vorher war alles ownCloud.
Viel wichtiger ist eigentlich der Technologiestack, der zum Einsatz kommt. Eigentlich musst du jetzt nur noch #OpenCloud kennen 😉
@rebootdeluxe @kaffeeringe Aber ernsthaft: Forks sind ein wichtiges Merkmal freier Software. Die Möglichkeit, zu forken sichert Dir als Anwendenden, dass es Stabilität und Weiterentwicklung gleichzeitig geben kann und du nicht abhängig bist von den Entscheidungen zB einer einzelnen Firma. Die Wertschöpfung besteht weiter.
@dragotin @kaffeeringe Das ist mir ja alles klar.
Es sorgt aber halt unweigerlich dafür, dass mit steigender Anzahl der Forks der Aufwand steigt, den optimal passenden Fork auszuwählen.
Um mal wieder auf meinen Ausgangspost zurückzukommen... 🙂

@dragotin
Danke für den Tipp! 🫶
Sehr Schade, dass es noch keinen #Wikipedia Artikel zu #OpenCloud gibt.
Mich interessieren einige Details. Auch zur Geschichte. Auf der Seite von ownCloud steht zwar etwas dazu, aber mich wundert z. B. warum Heinlein das offensichtlich schon länger vernachlässigte ownCloud geforkt hat und nicht das weiter entwickelte NextCloud.

Nach etwas Recherche habe ich u. g. Artikel gefunden, der vieles, aber noch nicht alles erklärt.

OK. ownCloud kommt somit für mich nicht mehr in Frage. 🙂

@kaffeeringe

https://www.linux-magazin.de/ausgaben/2025/03/opencloud/

OpenCloud forkt Owncloud: Neue Wendung bei den freien Speicherclouds

Die ownCloud GmbH büßt einen Großteil ihrer Entwickler ein, die nun im neuen Unternehmen OpenCloud GmbH ihr Projekt weiterführen wollen. Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als ob sich Geschichte wiederholt: Im Frühjahr 2016 verließ der ownCloud-Mitgründer Frank Karlitschek das Unternehmen, ein Dutzend Entwickler folgte ihm und gründete im Sommer desselben Jahres die eigene Firma Nextcloud GmbH [1]. Nun haben sich erneut viele Entwickler von Owncloud verabschiedet und agieren in einer neuen Firma weiter, die diesmal beim bekannten Open-Source-Unternehmer Peer Heinlein (Heinlein Support, Mailbox.org, OpenTalk) angesiedelt ist. Das neue Unternehmen heißt OpenCloud GmbH [2]. Es wird den gänzlich unter freien Lizenzen (AGPLv3 und Apache License) stehenden Code von Owncloud forken und mit erfahrenen Entwicklern fortführen. Erste Versionen sollen noch im ersten Quartal 2025 verfügbar sein. Die Lösung lässt sich dabei sowohl als Software-as-a-Service-Angebot über Partner beziehen als auch selbst im eigenen Rechenzentrum (On-Premises) betreiben. Letzteres ermöglicht Organisationen, die volle Kontrolle über ihre Daten zu behalten. Beim zweiten Blick aber stellt sich dann doch kein Déjà-vu ein, die Dinge liegen diesmal ein wenig anders als beim ersten Fork. Vorausgegangen war der Kauf der ownCloud GmbH [3] im November 2023 durch die Kiteworks Europe AG, eine Tochter des US-amerikanischen Technologieunternehmen Kiteworks LLC [4]. Der weltweit präsente Konzern bedient nach eigener Aussage rund 100 Millionen Nutzer. In der Ankündigung der Fusion [5] lobte man sich noch gegenseitig als ideale Partner: Kiteworks könne mit der Akquisition seine Position auf dem europäischen Markt stärken, ownCloud sichere der Deal Zugriff auf die Ressourcen des weltweit agierenden Konzerns und dessen erweiterte Sicherheits- und Compliance-Funktionen. „Die Open-Source-Position von ownCloud bleibt auch nach der Fusion unverändert“, konstatierte das Announcement ausdrücklich. Intern kamen aber offensichtlich recht bald Zweifel auf, ob das mit der Eigenständigkeit und dem Fortbestand von ownCloud wirklich ernst gemeint war. Nachdem schon zu Jahresbeginn verschiedene Mitarbeiter gehen mussten, wurde dem Vernehmen nach im Juli auch der Sales-Leiter mit seinem Vertriebsteam gefeuert. Zudem kündigte wohl noch der Produktmanager, sodass die Entwickler den Eindruck gewinnen mussten, vom Vertrieb ihres Produkts abgeschnitten zu sein. Überdies traf wohl der US-amerikanische Stil der neuen Unternehmensführung nicht auf die erhoffte Gegenliebe. Unmut machte sich breit und führte schließlich zu einer massenhaften Kündigung von Entwicklern, die sich anschließend bei verschiedenen Unternehmen bewarben, unter anderem bei Peer Heinlein. Die Initiative ging von den Ex-ownCloud-Mitarbeitern aus, er habe niemanden abgeworben, betont der Unternehmer im Gespräch mit dem Linux-Magazin. Kiteworks unterstellt ihm allerdings das Gegenteil, wirft Heinlein unlauteren Wettbewerb vor und droht mit einer Klage. Das Linux-Magazin sprach auch mit Jonathan Yaron, dem CEO von Kiteworks. Seine Sicht der Dinge deckt sich wenig überraschend nicht mit der Heinleins. Alles laufe bei Owncloud nach Plan, betont Yaron, und Kiteworks sei nach wie vor absolut in der Lage, die Software weiterzuentwickeln und zu supporten. Man sei eine 500-Mann-Firma mit einer sehr großen Entwicklungsabteilung, die durch den Zukauf von Dracoon noch verstärkt wurde. Da spiele das Ausscheiden von 15 Mitarbeitern kaum eine Rolle. Gleichwohl betrachtet Yaron deren Verhalten als illegal: Sie hätten Kiteworks intellektuelles Eigentum gestohlen, wofür das Unternehmen sie vor Gericht haftbar machen werde. Die Kunden und Partner von ownCloud reagieren auf die Neuigkeiten

Linux-Magazin
@rebootdeluxe @dragotin Heinlein hat ownCloud genommen, weil das vor einiger zeit schon einmal komplett neu geschrieben wurde - ohne PHP.
@rebootdeluxe danke, kein Wikipedia Artikel ist nicht gut, das sollten wir in der Tat mal ändern 👍🏼