@ulrich Versuch dir mal ein BGE vorzustellen, sagen wir, 1200€/Montat für Erwachsene. Ein Single-Haushalt hat dann 1200€, was schon sportlich ist, wenn man davon leben will, bei 600€ Miete, diversen Fixkosten für Energie, Internet, Mobilität usw. Ein "Pärchen" (was auch immer man sich darunter vorstellen möchte) kann zusammenschmeißen und einen Haushalt mit 2400€ bestreiten. Bei sagen wir 900€ Miete und wieder den üblichen anderen Kosten, die jedoch nur unwesentlich höher sind als bei einem Single, wird das schon deutlich attraktiver. Und nun stell dir mal eine "solidarische Vierer-WG" vor, die sich eine 1600€-Wohnung teilt, und dabei aber mit 4800€ schon recht komfortabel leben kann.
Will sagen: Wenn man pro Person ein Einkommen hat und dafür aber nicht unnötig bestraft wird, dann "lohnt" es sich, gemeinsam zu haushalten. Deshalb glaube ich auch, dass ein BGE zu mehr ehe-ähnlichen Gemeinschaften, gemeinsamen Haushalten, solidarischen Wohnprojekten und vielleicht sogar wieder zu mehr Geburten führen würde. Aber OK, vor dem BGE haben die Chef-Ideologen immer noch zu viel Angst. Aber wenn sie schon unbedingt die Einkünfte aus dem Hamsterrad der verkauften Arbeitskraft besteuern wollen, dann wenigstens so, dass solidarisches Haushalten und das Schaffen von Freiräumen dabei nicht noch unnötig bestraft werden.