Klingbeil will, dass alle Erwachsenen Vollzeit arbeiten. Damit auch familiärer Care-Bedarf (Pflege, Erziehung usw.) immer mehr outgesourced wird und so in den kommerziellen Wirtschaftskreislauf gerät. Damit alles ein Preisschild bekommt, was noch keines hat. Luft und Wasser kommen auch noch dran. Klingbeil steckt im Arsch des Kapitals und zieht seine "Mitte"-Sozen mit hinein.
https://www.deutschlandfunk.de/klingbeil-schlaegt-ersatz-fuer-ehegattensplitting-vor-100.html
"Fiktives Realsplitting" - Klingbeil schlägt Ersatz für Ehegattensplitting vor

Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD) will das Ehegattensplitting abschaffen und durch ein neues Modell ersetzen. Betroffen wären davon vor allem Paare mit einem sehr unterschiedlichen Einkommen. Die Vorlage liegt dem ARD-Hauptstadtstudio und dem Magazin "Spiegel" vor.

Die Nachrichten
@StefanMuenz ich dachte, Ehegatten-splitting ist doof, weil es ein konservatives Familienbild belohnt.
@erikp Kann man so auslegen. Muss man aber nicht.
@StefanMuenz @erikp Doch muss man. Solange dieses Modell in Kraft ist, ist es für sehr viele Frauen ein goldenes Gefängnis. Dafür bezahlen sie dann später mit Abhängigkeit vom Partner, schlechten Jobchancen, niedrigen Lebensverdienst, Armutsrisiko im Trennungsfall usw..
@coatilex Warum redest du von Frauen und Gefängnis? Frauen können doch arbeiten gehen wenn sie wollen. Es geht darum, wie viel Erwerbsarbeit insgesamt innerhalb einer Familie mit Kindern nötig oder akzeptabel ist, um diese über die Runden zu bringen.
@erikp
@StefanMuenz @erikp Nein, das können sie oft nicht weil das finanzielle Argument sie daran hindert. Ich bin selbst eine Frau mit erwachsenen Kindern, die die Familienarbeit wirklich 50:50 mit ihrem Partner geteilt hat als die Kinder klein waren. Und das hat sich finanziell für uns am Anfang nicht gelohnt, ganz im Gegenteil. Weil ich jünger bin und weniger verdient habe, hat das Splitting gelockt. Aber wir haben aus Prinzip durchgezogen. 1/2

@StefanMuenz @erikp Sooo viele Kolleginnen und Freundinnen haben mich damals gefragt, wie das möglich ist bzw haben gesagt, dass ihr Partner das nicht mitmachen würde. Vor allem wegen dem Geld, macht keinen Sinn usw. Und viele waren unglücklich deswegen oder haben es bei einer Trennung später sehr bereut.

PS: Viele Männer haben keine Lust auf Familienarbeit und das Splitting gibt ihnen ein tolles Argument an die Hand. 2/2

@coatilex Wenn es denn das Ziel wäre, Eltern in 50:50-Arbeitsverhältnisse zu bringen, hätte ich ja noch Verständnis dafür. Dann müsste es aber auch entsprechend mehr Anreize für die Arbeitgeberseite geben, halbe Stellen anzubieten. Doch darum geht es denen gar nicht. Das Ziel ist, Eltern in 100:100-Arbeitsverhältnisse zu bringen. Und dabei geht es eben NICHT um feministische Argumente, bzw. die werden nur vorgeschoben. Es geht um das gottverdammte lutherische Ethos "arbeite oder stirb" und dessen Ausprägung im modernen Kapitalismus.
@erikp

@StefanMuenz ich finde den entsprechenden Wikipedia Artikel interessant, bildet auch pro und contra Meinungen ab

https://de.wikipedia.org/wiki/Ehegattensplitting?wprov=sfla1

Ehegattensplitting – Wikipedia