@kaibiermann So kommt man an Namen und was macht man selbst mit dem Wissen dann?
US Nationalarchiv ... Vermutlich in den Händen der Regierung? Will ich denen Namen nennen?
Es lohnt sich, dann die Spruchkammerakten anzufordern. Die sind meist noch sehr interessant, waren sie zumindest bei meinen Großeltern.
Etwas länger dauert dann die Nachfrage beim Bundesarchiv, da wartet man sehr lange.
@Blumine Kleiner Einwand: Später (nach 1930) wussten eine Menge Deutsche über KZs Bescheid, das ist inzwischen historisch erwiesen. Durch die Leute, die dort arbeiteten, in der Gegend lebten, die Transporte sahen.
Meine Oma hat mir auch erzählt, wie sie in der Nachbarschaft alle regelrecht darüber tratschten!
Stimme zu, das war damals auch bekannt. Die KZs hatten ja Außenlager, die warenin oder am Rand von Dörfern und Städten.
Und die Häftlinge wurden mit dem Zug transportiert und mussten dann vom Bahnhof durch den Ort dorthin marschieren. Durchs Dorf.
Außerdem hatte das Wachpersonal Familie.
Und die KZ Häftlinge hatten ja davor auch irgendwo gelebt und wurden vermisst.
Keiner dabei.
Ich merke gerade, das es mir jetzt endlich egal ist.
Die Großeltern sind schon lange verstorben.
@kaibiermann Interessant ist vor allem das Beitrittsdatum.
Je früher einer beigetreten ist, desto wahrscheinlicher aus Überzeugung.
In Diktaturen treten jedoch auch viel ein, um Nachteile für sich und/oder Familie zu vermeiden.War auch in der DDR so.
@kaibiermann
und?
Ob er war oder nicht - Kinder und Kindeskinder können unabhängig davon Nazis sein oder auch nicht. 🤔
Faschismus ist so viel ich weiß nicht vererbbar.
Na super.
Opa gefunden.
Na ja.
Ich wusste es ja 🤷
@kaibiermann Ich hatte mir mal ein paar der "Roh"-PDFs heruntergeladen, aber das war für meinen Rechner schon eine Herausforderung. Gut, dass es da nun eine Aufbereitung gibt.
Und: Danke fürs Teilen ♥️
@kaibiermann
Meinen Urgroßvater von dem ich wusste dass er in der NSDAP war - die Kasse des lokalen Ortsvereins im Dorf war wohl in deren Haus gewesen - finde ich da drin nicht.
Sonstige Großeltern oder Urgroßeltern auch nicht.
@zombiecide
Ich weiss zu wenig über deren Aktenführung um da wirklich zu wissen ob das so gehandhabt wurde. Die Akten die online sind sind ja auch unvollständig.
Wenn man nur den Nachnamen hat ist dann oft schwierig was rauszufinden. Bei meinem Urgroßvater ist der Nachname viel häufiger als ich dachte. Hunderte Seiten zu diesem Nachnamen in der Gaukartei. Ich weiss zwar einen der Vornamen von ihm aber auch nicht den zweiten, und die Reihenfolge der Vornamen.
Wenn ich an meine Großmutter denke, die ist vor den beiden großen Weltkriegen geboren worden. Die Mutter der Mutter meiner Mutter. Wenn man sich das durchdenkt, wird einem klar, dass es nicht lange her ist. Wie nah wir noch an diesem Erbe stehen und der Spruch "Das ist lange her" überhaupt nicht greift.
Bei mir ist rausgekommen, warum sich die mütterliche und die väterliche Seite so überhaupt nicht mochten. Wenn die Eltern der Mutter des Vaters deines Enkelkindes, deine Frau und einige andere Verwandte aus gewissen Gründen gehasst hat.
Opa war nicht in der NSDAP. Aber er hat sie gewählt. Später im Krieg hat er bei Kriegsverbrechen mitgemacht ... und nachher haben sich die Überlebenden als Zeugen "nicht mehr erinnert", wie der kommandierende Offizier vor Gericht stand.
Immerhin wurde das in der Familie nicht unter den Teppich gekehrt.
Als er sehr alt und dement war, kamen die sehr schlechten Erinnerungen wieder hoch.