Ich hab's jetzt seit paar Tagen versucht, auch mit unterschiedlichen Tools... Aber so praktisch Flowcharts für die Spieleleitung am Ende auch sind, ist der Aufwand diese herzustellen einfach proportional zu hoch für mich.

Da springe ich lieber zwischen ein paar Kapitelmarken in einer Outline hin und her, aber schreibe dafür die Inhalte in einem Bruchteil der Zeit runter.

Wie strukturiert ihr eure Dokumente beim spielleiten, um immer alles parat zu haben, eine Übersicht zu behalten?

#pnpde

@platypus
Kurz gesagt: Geschichte weitestgehend im Kopf, dazu ein Zettel mit Stichpunkten zu NPCs (Namen, Aussehen, besonderes...), ein (paar) Zettel mit wichtigen Eckdaten zu Gegnern, Belohnungen, Timings, etc.
Meist reicht das schon.

Alle digitalen Tools habe ich immer als unnötig sperrig empfunden. Zettelwirtschaft ist für mich leichter zu organisieren und vor allem jeweils neu zu organisieren.

Ich weiß, ich bin alt...

@Banananassass hauptsache ist ja, dass es für dich funktioniert!

Klingt für mich z.B. sehr minimalistisch und würde bei mir Verunsicherung hervorrufen, dass ich wichtige Details vergessen könnte. Aber das liegt vielleicht auch an meiner begrenzten Erfahrung und ist (hoffentlich 😬) ein Prozess.

Ich mache fast alles digital in der Vorbereitung (steuere eh Musik über ein Tablet vor mir) und mache nur die Notizen während des Spiels handschriftlich, weil nebenbei tippen einfach ablenkt.

@platypus
Gegen das Vergessen von wirklich wichtigen Dingen helfen ja die Stichpunkte.
Natürlich denke ich manchmal nicht an Details, die ich mir im Vorfeld überlegt hatte. Aber dann greift grundsätzlich Paln B: "Rest improvisieren."
Das wichtigste dabei: bloß nichts anmerken lassen. Frei nach dem alten Management-Motto: Sicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit.
@Banananassass an letzterem muss ich noch arbeiten! 😆

@platypus

Ich nutze Obsidian Vaults, um meine Spielinfos vorzubereiten. Ich habe jeweils einen pro Kampagne. Dort habe ich, neben den Infos für die Kampagne, auch die relevanten Regelwerke hinterlegt. Alles mit tonnenweise Querverweisen. Das übertragen der Daten festigt zusätzlich alles im Gedächtnis und hilft dabei ein klares Bild entstehen zu lassen und die Informationen zu strukturieren. Den Vault nutze ich dann punktuell, um Dinge nachzuschlagen.

@platypus

Flowcharts haben für mich noch nie funktioniert. Das fühlt sich so zwanghaft linear an. Ich nutze eine Art erzählerische Sandbox.

Meine Notizen beinhalten, neben Regeln, primär aus Beschreibungen von Schauplätzen, McGuffins, Gegenständen, (Vor)geschichten, SCs und NSCs und deren Ziele und Motivationen, sowie deren Beziehungen, Bezüge und Zusammenhänge zu- und untereinander.

Was im Spiel letztendlich passiert, ergibt sich dann aus dieser Gemengelage und den Handlungen der SCs.

@Morgunin 🤝 Nutze auch Obsidian und habe nen ähnlichen Aufbau mit hinterlegtem Regelwerk & allem drum herum.

Hab halt versucht unter anderem mit Canvas und Excalidraw alle Möglichkeiten und Verknüpfungen zwischen den Schauplätzen in einem kleinen Szenario darzustellen. Das ist allerdings tatsächlich etwas linearer, vielleicht funktioniert es deshalb. Das Ergebnis ist schon hilfreich, aber wie gesagt: Der Arbeitsaufwand... (gerade für eine Kampagne will ich mir das nicht vorstellen)

@platypus

Wow. Beeindruckend.
Wenn ich das so sehe, würde mich der Aufwand wohl auch abschrecken, wobei das Regelwerk in Obsidian zu übertragen schon allein eine Menge Arbeit ist.

Auf jeden Fall top Respekt für das Ergebnis.

Mit Excalidraw habe ich mich nicht befasst. Wirkt irgendwie umständlich, aber das habe ich nur sehr oberflächlich betrachtet.

@platypus @Morgunin uff, ich merke ich Krätze nur an der Oberfläche von Obsidian nachdem ich genug von meinem Planungschaos hatte...
60 % im Kopf, 10 % auf dem Zettel (ein paar Stats) und 30 % vergessen.
@MeatBrotchen @Morgunin sieht nach mehr aus, als es ist: Canvas (Basis-Plugin) + Advanced Canvas (Externes Plugin, dass paar mehr Funktionen hinzufügt.

@platypus
Wilde Kombination aus Regeln als PDF, Obsidian zum vorbereiten und handschriftlichen Notizen beim spielen.

Bei mir passiert das meiste im Kopf. Deswegen greife ich auch eher zu regelleichten Systemen.

Public Access war richtig gut, dort ist auf den Scenario blättern Platz für Notizen daher hatte ich Recht wenig Notizen als solches machen müssen.

Rückblicke schreiben ist mittlerweile das beste Vorbeitungstool 😁

@Bartimaeus Rückblicke versuche ich auch inzwischen so gut wie möglich hinzubekommen, daraus ergibt sich dann meist schon die Hälfte... Da muss ich nur noch an meiner Disziplin arbeiten, das direkt danach zu tun und nicht wichtige Teile zu vergessen oder falsch zu erinnern. 
@platypus
Ich verlasse mich dabei aber auch auf das Gedächtnis meiner Spielenden, die können ja immer sagen: da fehlt was oder das hatte ich anders im Gedächtnis.
@platypus Ich nutze Obsidian, durch die Links kann ich bei einer gut strukturierten Startseite wunderbar zwischen verschiedenen Elementen hin und her springen. Ich hab es Mitte März auch für den Ablauf und die Zufallstabellen im Rollenspiel/Dungeoncrawler Grotten so gemacht. Der Ablaufplan verlinkte auf entsprechende Unterseiten. Hat für mich sehr gut geklappt.
@thorsten ich nutze auch Obsidian und bin da sehr zufrieden mit. Zufallstabellen funktionieren super mit dem solo-rpg-kit. Hab da mal was zu gebloggt → https://platypus.codeberg.page/Zufallstabellen-mit-dem-Solo-RPG-Toolkit
Zufallstabellen mit dem Solo RPG Toolkit - Ein kleiner digitaler Garten und Blog

Ein Tutorial zum Nutzen von Zufallstabellen mit dem Plugin Solo RPG Toolkit für Obsidian

Platylog
@platypus Ohh, das probiere ich mal aus, danke! Die Zufallsfunktion klingt super. Für meine ravenloftige Region Dunkelheim am Open-Table könne ich mit der Erweiterung auch die Tarokka-Karten aus Ravenloft einbauen.
@thorsten Karten habe ich noch nie bisher genutzt, aber beim ausprobieren waren paar nützliche Funktionen bei und afair konnte man leicht eigene Grafiken einbauen.