KI als #Urheberrecht​swaschmaschine, die Urheberrechte von Werken durch automatisierten Nachbau einfach "rauswäscht". Geht nicht nur mit Code sondern auch mit Literatur, Musik, Film etc.

Das wird noch interessant werden, wie unsere kommerziellen Verwertungsgefüge darauf reagieren. Das Lizenzsystem greift in diesen Fällen nicht mehr.

https://winfuture.de/news,157911.html

KI baut Open-Source-Projekte in Minuten als kommerzielle App nach

KI stellt die Open-Source-Community vor eine grundlegende Herausforderung: Neue Werkzeuge sind inzwischen in der Lage, komplette Softwareprojekte nahezu automatisch nachzubilden. Das wirft drängende Fragen zu Urheberrecht und Fairness auf.

WinFuture.de

Sowas ähnliches passiert übrigens gerade mit #claude

Der Code der KI gelangte ins Netz, danach wurde er mit einer anderen KI in Windeseile nachgebaut. Einschränkungen durch IP gibt es offenbar nicht.

"The important distinction: claw-code is not an archive of the leaked TypeScript. It’s a clean-room Python rewrite, built from scratch by reading the original harness structure and reimplementing the architectural patterns without copying Anthropic’s proprietary source."

https://wavespeed.ai/blog/posts/what-is-claw-code/

What Is Claw Code? The Claude Code Rewrite Explained - WaveSpeedAI Blog

claw-code is a clean-room Python rewrite of Claude Code's agent harness. Here's what it is, how it happened, and what builders need to know.

WaveSpeedAI
@georgfischer Das ist ja irre. Software-Code wäre ja geschützt. Basiert Claude etwa auf KI-generiertem Code? Dann wäre die IP-Rechtslage zumindest... derivativ-zerstreut. 🤔
@magnus_cerebrum irre in der Tat. Claude hat 500k Code, da kann alles dabei sein. Ich vermute aber dass es nicht mehrheitlich auf KI-generiertem Code basiert.
@georgfischer Das wird niemals nie in keinster Weise irgendwann rechtlich aufgedröselt. Höchstens nachträglich legitimiert. 🫠
@magnus_cerebrum die dreifache Verneinung 😅
@georgfischer Ich mag Sprache. Weißt du doch. 😉

@georgfischer In vielem macht es sich der Artikel zu einfach.

Open Source Software kann man doch bereits heute einfach klonen. Klar, die KI macht es einfacher, aber für neue Features, Bugfixing und Dokumentation erfordern noch ein tiefes Verständnis der Codebase. Ich denke nur wenige Entwickler zielen darauf ab, ein Open Source Projekte monetarisieren zu wollen.

Claude Code war nicht Open Source – und wurde es erst als (legales?) Rewrite. Das wäre doch eigentlich ein gegenteiliges Beispiel.

@datenschatz Ja, das geht in beide Richtungen. Danke für den Hinweis!

Mein Punkt ist: KI kann Urheberrechtsschutz, egal wie eng oder breit ihn eine etwaige Lizenz festlegt, durch automatisierten Nachbau ("rewrite" im Medium Schrift) umgehen.

So können bspw. Werke von Urheberrechten und Lizenzen "reingewaschen" werden (reset): So können gemeinfreie Artefakte -- oder durch einen späteren Arbeitsschritt -- auch wieder rechtlich geschützte Werke entstehen. Das stellt die Lizenzgefüge auf den Kopf.

@georgfischer Bin da voll bei dir, wie diese Entwicklung einiges auf den Kopf stellen könnte.

Nur noch fehlt mir die Fantasie, wie das aussehen könnte: Bekannte Musik oder Filme fast wesensgleich mit KI zu klonen ist mir noch nicht wirklich begegnet. Würde man es versuchen, kämen sicher dennoch viele Klagen.

Bei Code sehe ich die Entwicklung, aber da greift wie gesagt der Punkt, dass Code nicht nur Code ist, sondern ein Ökosystem darum herum existiert, das nur schwer nach zu bauen ist.