@kattascha ein "erziehe Deine Kinder zur Selbsterkenntnis und nicht zu Arschlöchern" wäre wohl zu einfach.
Solange Männer denken, dass sie archaische Stereotypen an ihren Nachwuchs weitergeben müssen, sind sie der ausschlaggebende Teil des Problems.
P.S.: Ich bin extrem froh, dass ich von meiner alleinerziehenden Mutter und nicht von meinem Vater erzogen wurde.
Traurig, sich den eigenen Vater wegzuwünschen. Bezieht sich diese Aussage auf den spezifischen Mann?
Von Müttern allein erzogen werden ist oft weit entfernt von optimal.
@kattascha @oschonrock Ich beziehe mich auf meinen Vater und meine Mutter im Speziellen. Ich habe eine sehr gute Erziehung durch meine Mutter genossen und hatte eine sehr schöne Kindheit, in der es mir an nichts fehlte. Wir (d.h. meine Mutter und meine Schwester) hatten wenig Geld, sind aber über die Runden gekommen. Und das Verhältnis unter uns dreien war wirklich gut. Auch heute noch verbringe ich gerne ein paar Tage bei meiner Mutter, meiner Schwester, meiner Nichte und deren ganzen Familie, wenn ich sie besuche.
Und weiß genug über meinen Vater (u.A. als wir sein Haus nach seiner schweren Erkrankung und anschließendem Tod nach Dokumenten durchsuchen mussten), dass ich glücklich bin, dass er keinen Einfluss auf mich hatte. Er war viermal verheiratet und in mindestens drei Ehen hat er seine Frauen mit anderen Frauen betrogen. Und er war der Ansicht, dass er Anspruch auf Sex mit seiner Frau hat. Und wenn er sich vernachlässigt gefühlt hat, war es seiner Ansicht nach völlig okay, außerehelichen Sex zu haben. Er hatte auch augenscheinlich ein Problem damit, wenn die Frauen zu selbständig waren. Sein idealbild einer Frau war eine ihm hörige Person, die seine Triebe befriedigt.
Und das ist kein Hörensagen, sondern das weiß ich aus erster Hand durch Gespräche mit ihm. Der Kontakt zu ihm war nie ganz abgerissen.
OK, das ist sehr traurig, und ich verstehe deine Aussage jetzt besser. Für deine spezifische Situation wohl leider korrekt.
Deine OG Antwort war etwas verwirrend weil du fließend von "Männern" auf "deinen Vater" übergingst.
@kattascha
Finde die Begründung in dem Zitat sehr weit hergeholt.
Nicht falsch verstehen, die Behauptung, dass man durch Töchter einfache Empathie lernt ist traurig, lächerlich und einfach unwahr.
Aber das heißt nicht, dass "Männer" erst Frauen als nicht Sexualobjekte wahrnehmen können, nachdem sie eine im jungen Alter kannten. So krank sind die allermeisten männlichen Gehirne dann auch wieder nicht.
Eher ein weiteres "Sensationszitat" um den Artikel interessanter zu gestalten.
Genau... ein Strohmahnargument.
@oschonrock
Nein. Ein Strohmann-Argument wäre eine untergeschobene angebliche Meinung, gegen die argumentiert wird. Hier wird hingegen ein tatsächlich vorgetragenes Argument analysiert und durch konsequente Anwendung ad absurdum geführt. Dabei wird klar kommuniziert, dass es sich um die Interpretation des Arguments handelt, und es wird damit eine Aussage über das tatsächlich vorgetragene Argument getroffen.
Stimme mit der "konsequenten Anwendung" nicht überein.
Ist mMn ein komplett überspitztes Sensationsargument, das gar nicht nötig ist.
Die OG Aussage ist ein Armutszeugnis, und sollte von denkenden Menschen nicht wiederholt werden. Fertig.
Und nach dieser "superkontroversen" Aussage hat er mich blockiert.
🤷
Auch lächerlich.
@kattascha Ich befürchte, es ist zum Teil noch perfider. Die "eigene" Frau oder Tochter wird als Eigentum betrachtet und ein "echter Mann" verfügt über sie und beschützt sie davor, dass andere über sie verfügen, in der Reihenfolge.
Dann ist ein Übergriff gegen die "eigene" Frau oder Tochter auch ein Angriff gegen das Selbstbild des Mannes, der offensichtlich sein Eigentum nicht schützen kann und sich dann mehr für seine Schwäche schämt als für das Leid der Frau. Dann entwickelt er Gewaltfantasien und übt Rache, anstatt den Betroffenen zu helfen.
Ich glaube, das ist zumindest ein Teil männlicher Sozialisation.
Ich frage mich, ob das bei Frauen prinzipiell anders läuft? Ich gehe davon aus, dass auch bei diversen Frauen Korrektur-Potenzial besteht, was ihr Männerbild angeht, wenn sie einen Sohn aufwachsen sehen?